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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneidebrett bis schneidel (Bd. 15, Sp. 1249 bis 1250)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneidebrett, schneidbrett, n. ein brett, auf welchem man etwas klein schneidet Campe; mnd. snidebret, besonders bei lederarbeitern Schiller-Lübben 4, 274b; dafür schweiz. schnetzler, schnetzer Tobler 394b; mach ein lang zöttichen kohl drauff, auff einem zötteleisen oder schneidbret geschnitten. Coler oeconomia (1680) 1, 57b.
 
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schneidebüchse, f. ein kleiner hölzerner kasten beim diamantschleifer, der zur aufnahme des abfalls beim schleifen dient Jacobsson 4, 19a.
 
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schneideeisen, schneideisen, n. eisernes werkzeug, um andere dinge damit zu schneiden.
1) bei schlossern und andern metallarbeitern eine starke mit gewindelöchern versehene stählerne platte, die zur herstellung von schraubengewinden dient Jacobsson 4, 19a; schneideisen, schneidzeug bei schlossern Eggers kriegslex. 2, 832; cochlearum artificialium moduli Frisch 2, 214c.
2) beim stellmacher eisen, womit die gesimse der kutschensäulen ausgeschnitten werden Jacobsson 4, 19b.
3) beim kammmacher ein werkzeug, womit die zähne in die kämme eingeschnitten werden Jacobsson a. a. o.
4) beim bergbau einer der meiszelartigen zwicker oder unterstücke des bergbohrers Jacobsson 4, 19a.
 
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schneidegast, m. in älterer sprache kunde des gewandschneiders: es sal auch keyner dem andern seine schneydegeste entpfremden bey der busze ein pfhunt wachsz. Chemnitzer urkundenbuch 256, 25.
 
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schneidegeld, n. geld als bezahlung fürs schneiden Campe. in älterer sprache eine abgabe, welche die tuchkrämer entrichten

[Bd. 15, Sp. 1250]


muszten, um tuch, das sie nicht selbst gewirkt hatten, verkaufen zu dürfen, pecunia quam mercatores pannorum sive pannicidae pro licentia dant vendendi omnis generis pannos Frisch 2, 214c; vgl. schneidelgeld.
 
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schneidegezeug, n. werkzeug aller art, das zum schneiden verwandt wird, omnis generis instrumenta apud scriniarios et alios opifices ad scindendum Frisch 2, 214c.
 
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schneideholz, schneidholz, n.
1) holz zum zerschneiden oder zersägen, niederd. snîdholt Woeste 246a.
2) im forstwesen bezeichnung solcher baumarten, die sich gut schneideln (s. d.) lassen Jacobsson 4, 19b; s. schneidelholz.
 
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schneidekluppe, schneidkluppe, f. werkzeug der metallarbeiter zur anfertigung von schrauben Campe, auch schraubenkluppe. vgl. oben schneidbacke und kluppe, theil 5, 1304, 1, g.
 
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schneidekreuz, n. grenzkreuz, s. das zweite schneide 2, mnd. snâtkruze Schiller-Lübben 4, 271a.
 
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schneidekuh, f., mnd. snideko, kuh zum schlachten Schiller-Lübben 4, 274b; vgl. schneideschwein.
 
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schneidel, m. mundartlich in der Zips der liebhaber Schm. 2, 572; bei den köhlern die zweite reihe holz in einem meiler Jacobsson 4, 19b; in Österreich schneidl neben schneid, der geschmack, den sehr junger wein, der sog. heurige, besitzt Hügel 142b; in anderer wendung: sie (die alten freunde, wie alte weine) sind gesund, ob sie schon resch und scharf sein und haben sie einen schneidel, so machen sie lustig an essen und helfen dauen. Mathesius Syrach 1, 55b.