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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneidebock bis schneidegeld (Bd. 15, Sp. 1249)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneidebock, m. schragen, ligna lingulata Stieler 1912; bei holzarbeitern ein gestell, das zur unterlage des zu bearbeitenden holzes dient, auch sägebock.
 
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schneideboden, schneidboden,m., niederdeutsch snîboden n., der boden, worauf der häcksel geschnitten wird Schambach 199b, vgl. westf. snîdbüen n. Woeste 246a.
 
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schneidebohne, schneidbohne, f., auch schnittbohne, phaseolus vulgaris, in Norddeutschland Pritzel-Jessen 271b.
 
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schneidebohrer, schneidbohrer, m., eine art bohrer mit scharfen schneiden zur bearbeitung harter körper Adelung; besonders bei der herstellung von schrauben, gewindebohrer, mutterbohrer Karmarsch-Heeren3 7, 774.
 
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schneidebolzen, m. im mittelalter bolzen, die entweder mit breiten halbmondförmigen eisen versehen waren und bei der jagd auf hochwild gebraucht wurden, oder leichte bolzen, die vorzugsweise zur entenjagd dienten. Böheim waffenkunde 428.
 
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schneidebraten, m. in Danzig braten aus der garküche. Klein 2, 134.
 
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schneidebrett, schneidbrett, n. ein brett, auf welchem man etwas klein schneidet Campe; mnd. snidebret, besonders bei lederarbeitern Schiller-Lübben 4, 274b; dafür schweiz. schnetzler, schnetzer Tobler 394b; mach ein lang zöttichen kohl drauff, auff einem zötteleisen oder schneidbret geschnitten. Coler oeconomia (1680) 1, 57b.
 
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schneidebüchse, f. ein kleiner hölzerner kasten beim diamantschleifer, der zur aufnahme des abfalls beim schleifen dient Jacobsson 4, 19a.
 
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schneideeisen, schneideisen, n. eisernes werkzeug, um andere dinge damit zu schneiden.
1) bei schlossern und andern metallarbeitern eine starke mit gewindelöchern versehene stählerne platte, die zur herstellung von schraubengewinden dient Jacobsson 4, 19a; schneideisen, schneidzeug bei schlossern Eggers kriegslex. 2, 832; cochlearum artificialium moduli Frisch 2, 214c.
2) beim stellmacher eisen, womit die gesimse der kutschensäulen ausgeschnitten werden Jacobsson 4, 19b.
3) beim kammmacher ein werkzeug, womit die zähne in die kämme eingeschnitten werden Jacobsson a. a. o.
4) beim bergbau einer der meiszelartigen zwicker oder unterstücke des bergbohrers Jacobsson 4, 19a.
 
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schneidegast, m. in älterer sprache kunde des gewandschneiders: es sal auch keyner dem andern seine schneydegeste entpfremden bey der busze ein pfhunt wachsz. Chemnitzer urkundenbuch 256, 25.
 
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schneidegeld, n. geld als bezahlung fürs schneiden Campe. in älterer sprache eine abgabe, welche die tuchkrämer entrichten

[Bd. 15, Sp. 1250]


muszten, um tuch, das sie nicht selbst gewirkt hatten, verkaufen zu dürfen, pecunia quam mercatores pannorum sive pannicidae pro licentia dant vendendi omnis generis pannos Frisch 2, 214c; vgl. schneidelgeld.