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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneesturz bis schneewebe (Bd. 15, Sp. 1241 bis 1242)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneesturz, m.:

es hatte der wandernde jüngling
einen der schründ' entdeckt, erwühlt vom regen und schneesturz.
Kosegarten dichtungen 3, 109.


 
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schneetag, m.: schneetag, daran es vil schneyet, nivalis dies Maaler 359c.
 
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schneetragend, adj.: ich bin wie ein unbeholfenes kind auf dem felde, wann die schneetragenden winde unter dem himmel gehen und es nicht sein haus sehen kann, wohin es eingehen will. Chamisso 5, 130.
 
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schneetreiben, n. fallender vom winde bewegter schnee: Lea sasz am fenster und sah in das nächtliche schneetreiben hinaus. Heyse kinder der welt 1, 330.

[Bd. 15, Sp. 1242]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneetropfen, m.
1) tropfen schnee: so aber der Boreas darein kompt, und begreifft jhn (den schnee), so coagulirt er jhn, unnd macht darausz granen, so grosz die schneetropffen seyn solten. Paracelsus (1616) 2, 1, 31 C.
2) als blumenname: schneetropfen, eine art weiszer blumen, so nach abgeschmelzten schnee aufgehen, leucojum bulbosum, triphyllon Frisch 2, 213a; item weisze veiel und schneetropffen. Tabernaemont. kräuterb. 1005 K; leucoium aestivum, lange späte schneetröpfchen. Nemnich 3, 387; ist ein holdseliges blümlein (leucojum bulbosum) ... wird auch schneetröpflein genannt. Hohberg 1, 658b; auch galanthus nivalis führt den namen schneetröpfchen. Nemnich 3, 11.
 
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schneeveilchen, n. leucoium vernum Nemnich 3, 387.
 
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schneevogel, m. name der vogelarten emberiza nivalis und ampelis garrulus Nemnich 2, 1482. 1, 237.
 
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schneevögelein, n. name des vogels fringilla citrinella Oken 7, 262.
 
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schneevorrat, m. vorrat an schnee: die dadurch (durch die regengüsse) aufgelösten schneevorräthe der quellgebirge. neue preuszische zeit. 1870.
 
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schneewasser, n. wasser aus geschmolzenem schnee: das schneewasser, undae nivales Maaler 359c; dâ von koment dike grôʒ güʒʒ auʒ den pergen, ân regenwaʒʒer und auch ân snêwaʒʒer. Megenberg 113, 21; wenn ich mich gleich mit schneewasser wüsche, und reinigte meine hende mit dem brunnen. Hiob 9, 30; die helle nimpt weg die da sündigen, wie die hitze und dürre das schneewasser verzeret. 24, 19; hüte dich den winter durch, dasz du kein schneewasser trinckest. Schnurr wunderbuch 302; diese persohn brachte mir einen becher mit kaltem schneewasser, so mit wein und zucker vermischet war. Olearius pers. rosenth. 5, 15; hier nun, an diesem schon genugsam wilden angebirge, wo die Reusz aus schrofferen felsklüften hervordrang und das frische schneewasser über die reinlichen kiesbänke hinspielte. Göthe 48, 122; er (Lessing) ist heisz, wie es schneewasser ist, von dem die kinder klagen, es brenne sie an die haut. Ludwig 5, 362;

lest denn die kält nach ausz genadn,
so thun die wassergüsz grosz schadn,
das erdrich das schnewasser schlicket,
dasz es werd widerumb erquicket.
H. Sachs (1590) 1, 282b.


 
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schneewebe, f.:

doch sieh, für deine hand spinnt eine fremde,
der winter selber spinnt für dich, der eisige;
schneeweben wird er bald zum hochzeitschleier
gesponnen haben und zum hochzeithemde.
Rückert (1882) 1, 311.