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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneespur bis schneesturz (Bd. 15, Sp. 1241)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneespur, f. im schnee zurückgelassene spur:

heulend schwärmen durch die wüste der kosaken stumpfe horden,
rastlos gilts der leichen plündrung, gilt es sterbende zu morden,
gierig ihren raub verfolgend auf der schneespur roth von blut.
Gaudy werke 7, 95.


 
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schneestarr, adj.: schroffe, schneestarre berggiganten mit sonnefunkelnden helmen umdrängen die kristallschale — es sind die alpen. Gaudy werke 19, 11.
 
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schneestaub, m. feiner, staubartiger schnee: flimmernder schnee-staub flattert umher. Gesner schriften 3, 12; aber als durch die geöffnete thür der sturm hereinpfiff, dem zimmermann die mütze vom kopfe risz und massen feinen schneestaubs gegen das gebälke warf. Ludwig schriften 1, 367; aber der schneestaub, der dazwischen wirbelte und vom dache herabrollend in seine augen schlug, war hinderlich. 368;

der hart-gefrorne schnee-staub scheint, in seinen kleinen glatten trümmern,
wie millionen edelsteine, wie diamantner staub, zu schimmern.
Brockes 7, 566.

im vergleich:

das segel reiszt!
wie schneestaub, so zerflattert es im sturm!
V. Weber Tell 141.


 
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schneestein, m.: dasz dasselbig wasser so kalter natur ist, so bald es sich resolviert in troffen, ein jeglicher tropffen gefreurt, unnd zu einem schneestein wird, und also gleich so wol mit solchem impetu herab falt, als das ander, blitz oder regen. Paracelsus (1616) 2, 104 C.
 
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schneesteinbrech, m. die steinbrechart saxifraga nivalis. Adelung.
 
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schneestern, m.
1) schneeflocke in sternform: schneesterne, fallen bei ruhiger luft und mäsziger kälte in einzelnen, ganzen und unerweichten flocken. Behlen 5, 513.
2) sterne, welehe nach alter astronomischer vorstellung den schnee verursachen: nun aber sich begibt, dasz die schneestern auff gehnd im summer, darumb im summer viel schnees felt, der in viel warmen landen nur ein wasser ist, und doch der schnee. Paracelsus (1616) 1, 540 B; dann so der winterstern in summer felt, so fröret er, unnd so er fürgeht, so scheint die sonn wider: das ist nun die hitz, so nach den schneestern kombt. ebenda; die schneestern stehn ob uns, und desz mehrern theils gehnd ausz der linea lactea den jhr nennent galaxa. 2, 31 B.
 
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schneestirn, f. schneeweiszer stirn: in welchem falle ich allerdings die hand auf Jaquelinens runde schnee-stirn legen und leicht von den vergangnen sünden absolvieren würde. J. Paul Levana 2, 45.
 
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schneestrich, m. strich oder zug einer schneewolke:

von osten sieht man einen schnee-strich, von westen einen gegen ihn,
in einem ja so strengen zug, aus tausend weiszen theilchen, ziehn.
Brockes 7, 552.


 
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schneestrom, m. strom von geschmolzenem schnee: 's is thauwetter. zwischen die felsen klettert ich, da kam der strom; der schneestrom schosz mir um die bein; ich watet, und stieg und watet. der junge Göthe 2, 158.
 
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schneesturm, m. von schnee begleiteter sturm:

denn du (heilige Barbara) stehest,
ähnlich einer verbannten, auf der grenze
zwei unfreundlicher monde, wo mit schlossen
der november den übergang zum schneesturm
eben macht des decembers.
Rückert ged. (1841) 61.


 
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schneesturz, m.:

es hatte der wandernde jüngling
einen der schründ' entdeckt, erwühlt vom regen und schneesturz.
Kosegarten dichtungen 3, 109.