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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneeschimmernd bis schneeschwall (Bd. 15, Sp. 1240)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneeschimmernd, adj. wie schnee schimmernd:

eines doch weisz ich, das tröstet im leide,
eines, das bleibet, wann trümmert das all!
unschuld, deine schneeschimmernde seide.
Kosegarten rhapsod. 2, 347.


 
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schneeschippe, f. schippe zum wegbringen des schnees, vgl. schippe oben sp. 206.
 
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schneeschipper, m. einer, der mit der schneeschippe arbeitet; redensart (Pommern): er ist ein alter schneeschipper. Wander 4, 297, lebt zurückgezogen nur seinem berufe.
 
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schneeschlange, f. die schlangenart coluber niveus Nemnich.
 
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schneeschleife, f. mit schnee bedeckte bergspitze, die als grenze dient: schneeschleifen, bergspitzen, so zu gränzen dienen, montes nivosi in limitibus Frisch 2, 213a. s. schleife 3, oben sp. 588.
 
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schneeschleipe, f. die moosart protococcus nivalis. Oken 3, 192.
 
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schneeschlitten, m. schlittenähnliches gerät zum entfernen des schnees. Tobler 395b.
 
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schneeschmelze, f.
1) schmelzen des schnees; auch zeit, da dies geschieht: im märz, in der schneeschmelze.
2) besonders schmelzen des schnees im hochgebirge und grat eines gebirges, an dem der schnee zu beiden seiten herabschmilzt; schneeschmelze, schneeberge, wo der schnee abschmilzt, montes limitanei, in quibus nives incipiunt fundi Frisch 2, 313a; alemannisches wort, bei grenzbestimmungen (vgl. schneeschleife): denselben grat und die hochinen jemerme usz, untz als sich die wasserseiginen und schneeschmiltze teilend, ein teil in den Rhin, und der ander teil in die Aaren. urkunde von 1362 bei Tschudy 1, 459b; schneeschmeltzi ebenda; von dem Sunnenbül unnder dem Öttlibärg hin, was schneschmeltzy gegen Seldenburen git. weisth. 1, 38 (von 1468); von Wigglis mos bis an Meisifluo (was schnêschmiltzi git herwert, gehörte gen Baden, und was schnêschmiltzi geb hinwert, gehörte hinwert); und von Meisifluo bis an den uffgeworfnen büchel durch die sumerhalden (was schnêschmiltzi gäbe herwert, gehörte gen Baden, und was schnêschmilzi gäb hinwert, gehörte den von Viszlispach). 4, 400 (von 1456); und hebet der ban an uf dem Isenrein und gat der snesmilz nach, zwischent den von Lebero und den von Tannenkirch der eck nach untz herfür an den Tennichel und den Tennichel herabe enet Gräschers matte, der snesmilz nach. 5, 360 (von 1442).
 
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schneeschuh, m. schuh zum laufen auf schneeflächen; theils alteinheimisch als in gebirgen gebräuchlicher reif (s. schneereif), der das einsinken verhüten soll, theils neue einführung, dem norwegischen ski entsprechend.
 
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schneeschusz, m. herabschieszen, -fallen des schnees von den bergen: ein solcher schneeschusz heiszt eine lawine, und es wäre an einer einzigen genug. Hebel 2, 51.
 
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schneeschwall, m.:

drang Aloysius rastlos vor bis zur äuszersten bergwand,
welche hinabsenkt trotzig den fusz in die schlagende meerflut,
ewig im kampf mit dem sturm, dem scheltenden; ewig der brandung
bieten(d) die brust, und des schneeschwalls grimm, und dem sturz aus der wolke.
Kosegarten dichtungen 3, 95.