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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneeschaufel bis schneeschmelze (Bd. 15, Sp. 1240)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneeschaufel, f. schaufel zum entfernen des schnees.
 
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schneeschaufeln, n. das entfernen des schnees von straszen mit der schaufel. Jacobsson 7, 259a.
 
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schneeschaufler, m. jemand, der mit der schneeschaufel arbeitet. in der gaunersprache der wäschedieb. Avé-Lallemant 4, 602.
 
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schneeschimmernd, adj. wie schnee schimmernd:

eines doch weisz ich, das tröstet im leide,
eines, das bleibet, wann trümmert das all!
unschuld, deine schneeschimmernde seide.
Kosegarten rhapsod. 2, 347.


 
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schneeschippe, f. schippe zum wegbringen des schnees, vgl. schippe oben sp. 206.
 
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schneeschipper, m. einer, der mit der schneeschippe arbeitet; redensart (Pommern): er ist ein alter schneeschipper. Wander 4, 297, lebt zurückgezogen nur seinem berufe.
 
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schneeschlange, f. die schlangenart coluber niveus Nemnich.
 
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schneeschleife, f. mit schnee bedeckte bergspitze, die als grenze dient: schneeschleifen, bergspitzen, so zu gränzen dienen, montes nivosi in limitibus Frisch 2, 213a. s. schleife 3, oben sp. 588.
 
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schneeschleipe, f. die moosart protococcus nivalis. Oken 3, 192.
 
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schneeschlitten, m. schlittenähnliches gerät zum entfernen des schnees. Tobler 395b.
 
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schneeschmelze, f.
1) schmelzen des schnees; auch zeit, da dies geschieht: im märz, in der schneeschmelze.
2) besonders schmelzen des schnees im hochgebirge und grat eines gebirges, an dem der schnee zu beiden seiten herabschmilzt; schneeschmelze, schneeberge, wo der schnee abschmilzt, montes limitanei, in quibus nives incipiunt fundi Frisch 2, 313a; alemannisches wort, bei grenzbestimmungen (vgl. schneeschleife): denselben grat und die hochinen jemerme usz, untz als sich die wasserseiginen und schneeschmiltze teilend, ein teil in den Rhin, und der ander teil in die Aaren. urkunde von 1362 bei Tschudy 1, 459b; schneeschmeltzi ebenda; von dem Sunnenbül unnder dem Öttlibärg hin, was schneschmeltzy gegen Seldenburen git. weisth. 1, 38 (von 1468); von Wigglis mos bis an Meisifluo (was schnêschmiltzi git herwert, gehörte gen Baden, und was schnêschmiltzi geb hinwert, gehörte hinwert); und von Meisifluo bis an den uffgeworfnen büchel durch die sumerhalden (was schnêschmiltzi gäbe herwert, gehörte gen Baden, und was schnêschmilzi gäb hinwert, gehörte den von Viszlispach). 4, 400 (von 1456); und hebet der ban an uf dem Isenrein und gat der snesmilz nach, zwischent den von Lebero und den von Tannenkirch der eck nach untz herfür an den Tennichel und den Tennichel herabe enet Gräschers matte, der snesmilz nach. 5, 360 (von 1442).