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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneekleid bis schneelawine (Bd. 15, Sp. 1237 bis 1238)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneekleid, n. schnee als kleid der berge: nur die gipfel der höheren berge sind mit dem schneekleide bedeckt. Augsb. allg. zeitung 1869.
 
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schneeklosz, m. klosz aus schnee, schneeball:

seht dô begonde er machen
durch sîne tugende grôʒe
wol achte snêklôʒe
aldie wîle in sneit der wint. pass. 522, 98 Köpke.


 
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schneeklumpen, m. klumpen aus schnee: sich mit schneeklumpen werfen.
 
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schneekönig, m. 1) name für den zaunkönig motacilla troglodytes Nemnich: es ist klein grau sprencklicht vögelein, das man den schneekönig nennet. Schnurr wunderb. 303. sprichwörtlich: wenn der schneekönig wieder kommt! Simrock 9146; in Düringen und Sachsen: sich freuen wie ein schneekönig; auch spottname des königs Gustav Adolf von Schweden. Eiselein 553.
 
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schneekranz, m. schnee als kranz:

der winter steht mit ewigstarrendem fusze
auf der gebürge gipfel, gekrönt mit glänzendem schneekranz,
welcher strahlte wie silbergewölk im schimmer der erde.
Stolberg 1, 391.


 
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schneekrater, m. mit schnee bedeckter krater; bildlich: wäre die geschichte rund herum dann nicht mit lauter schneekratern und eisbergen besetzt? J. Paul Levana 1, 11.
 
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schneekugel, f. kugel aus schnee; im vergleich: die sonne hing wie eine weisze blitzende schneekugel im blau. J. Paul Titan 1, 28.
 
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schneekuppe, f. mit schnee bedeckte bergkuppe: da die fernen schneekuppen bald verhüllt, bald heller oder dunkler, weisz oder rot sichtbar waren. G. Keller werke 1, 33.
 
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schneelandschaft, f. vom schnee bedeckte landschaft: warum nennen wir einen trüben, neblichten wintertag einen

[Bd. 15, Sp. 1238]


traurigen anblick? ist es darum, weil wir eine schneelandschaft an sich selbst widrig finden? Schiller 4, 303.
 
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schneelast, f. schwer lastender schnee: es wetterleuchtete hinter den bergen, und der falbe schein überflog auf momente die winterlandschaft, und deren düstere, unter der schneelast seufzende tannen. Gaudy werke 19, 14;

oft, wenn der greis anstaunte das stöbernde flockengewimmel
und des gebirgs schneelast.
Voss 3, 142.

bildlich: die äste einer solchen phantasie werden nicht von schweren gedrängten früchten, sondern von schneelast niedergebogen. J. Paul bei Campe.
 
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schneelawine, f. schneesturz von den bergen des hochgebirges (vgl. lawine 6, 394): es sey sonst diese, wie die übrigen dergleichen stellen, von einem weltgeistlichen versehen worden, der aber, als einstens eine schneelauwine einen theil des dorfs bedeckt, sich mit der monstranz geflüchtet. Göthe 16, 291; ich erkannte das haus nicht wieder. vor einiger zeit ist es durch eine schneelauwine stark beschädigt worden. 296; (ein fichtenwäldchen, das) die am fusze angesiedelten vor höher herabrollenden schneelawinen schützte. 48, 124;

dort, wo die schneelavine droht,
sasz er (Tell) am wolkenbach.
Seume (1826) 1, 260.

freier, wie schneewolke: und hier, übergossen von der still aus dem himmel steigenden schneelavine, sah er in die graue, wühlende, zitternde landschaft hinaus und in die weite von schnee durchbrochne nacht. J. Paul Hesp. 3, 57.