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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneehand bis schneehuhn (Bd. 15, Sp. 1236)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneehand, f. schneeweisze hand: küszte der schönen schwägerinn Primerosa die schneehand mit inbrust. Benzel-Sternau bei Campe.
 
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schneehändel, n. anemone alpina, die weisze küchenschelle. Nemnich 1, 295.
 
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schneehase, m. name für das schneehuhn tetrao lagopus. Nemnich 4, 1442.
 
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schneehaube, f. im jagdwesen ein netz zum fangen der rebhühner bei schnee: diese schnee-haube wird also, wenn schnee gefallen, dahin gestellt, wo hüner sich einfinden. Döbel jägerpr. 2, 200a.
 
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schneehaufen, m. haufen von schnee; bildlich: nun, da sehen sie, wie anders der (Lessing) die hypothese einleitet, und wie anders er hypothese sowohl, als gespräch fortgeleitet haben würde, wenn er den ball weiter zu schlagen, oder den schneehauf fortzuwälzen lust gehabt hätte. Herder 15, 245 anmerk. Suphan.
 
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schneehaupt, n. schneebedecktes haupt eines berges: deine (Florenz) riesigen bergwächter, die Apenninen, lagern sich mit ihrer von immergrünen eichen und oliven und cypressen umwaldeten brust liebend um dich her, und an ihren schneehäuptern bricht sich die verheerende wuth der winterstürme. Gaudy werke 19, 81;

ich dacht' an ihn, als über wolkensitzen
ich an des Aetna hölle stand;
an ihn, als ich mich durch die felsenspitzen
am schneehaupt des Adula wand.
Seume werke (1826) 1, 239.


 
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schneehaut, f. schneeweisze haut: die schneehaut ihres busens.
 
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schneehimmel, m. vom schnee verdeckter himmel: ich schilderte ihm mit mahlerischer poesie und doch so unmittelbar und natürlich als ich nur konnte, den vorschritt meiner reise, jenen morgendlichen schneehimmel über den bergen. Göthe 30, 229. bildlich, himmel voll schnee: der arzt verschrieb (dem kranken Albano) einen ganzen kühlenden schneehimmel, um damit diesen krater vollzuschneien. J. Paul Titan 4, 36.
 
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schneeholder, m. die holderart symphoricarpos Oken 3, 1851.
 
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schneehügel, m. hügel aus schnee:

als wie ein groszes spiegel-glas,
worinn von abgestreiften bäumen, von schnee- von schroffen eises-hügeln,
und vielen andern gegenwürfen, sich mancherley figuren spiegeln.
Brockes 7 (1746), 565.

bildlich: ein langer seufzer schien ihren ganzen busen zu überladen und aufzuheben, wie ein zephyr, durch einen lilienflor zu wogen, und der überbauende schneehügel schien vom schwellenden herzen, das unter ihm glühte, und vom schwellenden seufzer zu zittern. J. Paul Hesp. 3, 37.
 
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schneehuhn, n. name der wilden hühnerart tetrao lagopus. Nemnich 4, 1442; schneehn, ein weisz räbhn von den alpen, lagopus Maaler 359c; den vogel so ich hiehär gmalet hab, wirt von unseren bergleüten ein schneehn, schneevogel, weisz räbhn, ein wild weyszhn, und ein steinhn, z Lucern ein schrathn genennt. Heuszlin vogelb. 212b; das schneehun, ist in unsern landen nicht bekannt, wohnet allein in den groszen kalten gebürgen in dem schnee, seine farbe ist weisz, hat rauhe füsze wie ein has, darum er auch lagopus genennt wird, ist sehr wild und ungezäumt. Hohberg 2, 673a;

und liebten mich hundert jungfraun heisz,
wie die hirschkuh schlank, wie das schneehuhn weisz,
ich höbe mein auge kaum.
Strachwitz ged.8 236.