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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneebehangen bis schneeblende (Bd. 15, Sp. 1229 bis 1230)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneebehangen, adj. mit schnee behangen, bedeckt:

des gefürchteten gipfels
schneebehangner scheitel.
Göthe 2, 67.


 
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schneebeladen, adj. mit schnee beladen: und flog wieder (der blick) die gipfel der alpen hinan, deren schneebeladene scheitel in rosiger gluth flammten. Gaudy 19, 8.
 
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schneebelastet, adj. mit schnee belastet: (er hat) einen weiszen filzhut erkoren, und steht unter ihm wie eine schneebelastete holländerei da. Gaudy 10, 40;

saus' immerfort,
o winternord,
im schneebelasteten haine!
Hölty 194 Halm;

o wie entzückt mich dort des stürmischen winters
ernste stirn', umhüllt von schneebelasteten wolken.
Pyrker Tunisias 7, 565.


 
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schneeberg, m.
1) mit schnee bedeckter berg: doch stelten wir uns als wer uns sein freündschafft gewegen und angenäm, zohen auff sein land durch ein grimmigen kalten schneeberg. Franck weltb. 230b; bezeichnung der alpen: alpes .. ein sneheberg, snebarch Dief 25c; fing er (ein Schweizer) an, als wenn er nichts damit meinte, und rühmte ihr das fröhliche leben in der Schweiz und die goldenen berge darin, er meinte die schneeberge im sonnenglast jenseits der Clus. Hebel 2, 172.
2) berg, haufe von schnee: sich durch einen wahren schneeberg durcharbeiten müssen.
 
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schneebergicht, adj.: um das schneebergichte gestade ihrer brüste. Lohenstein blumen 141.
 
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schneebinse, f. die binsenart juncus niveus. Nemnich.
 
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schneebirne, f. die birnenart pyrus nivalis. Behlen 5, 517.
 
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schneeblank, adj. blank wie schnee, mhd. snêblanc: Siegfried und Gunther reiten zu Brunhildens burg in schneeblanker farbe an gewand und ros. Uhland schriften 1, 399;

dô wârin sie dâr hêrlîche gare
ûffe rossen snêblanken. könig Rother 2639;

rehte in einer mâʒeden helden vil gemeit
von snêblanker varweir ros und ouch ir cleit
wâren vil gelîche,ir schilde wol getân:
die lûhten von den handenden wætlîchen man. Nibel. 384, 2.


 
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schneeblasz, adj. blasz wie schnee: Ferdinand (schneeblasz und zitternd). Schiller 3, 386 (kab. 1, 7); als drei kleine, armlange geputzte mädchen von einerlei statur und physiognomie an der hand einer jungen schönen, aber schneeblassen mutter hereintraten. J. Paul flegeljahre 3, 54.
 
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schneebleich, adj. bleich wie schnee: schneebleich stunden alle, ängstlich klopfte die erwartung in jeglicher brust. Schiller

[Bd. 15, Sp. 1230]


2, 179 (räuber schausp. 5, 1); der alte trat schneebleich zurük. 3, 118 (Fiesko 4, 7).
 
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schneeblende, f. blendender schein des schnees. Zwingli 2, 1, 5 (s. die stelle unter schneeglanz).