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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnauzenaffe bis schnauzkanne (Bd. 15, Sp. 1212)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnauzenaffe, m. affengattung mit hervortretender schnauze.
 
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schnauzenassel, f. asselart mit langer schnauze. Oken 5, 611.
 
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schnauzenband, n. bei böttchern ein reif oder faszband, dessen ende an einer seite zugespitzt und mit kerben versehen ist, die sich in einander fügen. Jacobsson 4, 16a; auch schnauzband Adelung.
 
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schnauzenbrasse, f. brasse mit röhrenförmig verlängerter schnauze. Oken 6, 226.
 
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schnauzenform, f. bei den zinngieszern eine form, worin die schnauzen oder röhren der zinnernen kanne gegossen werden. Jacobsson 4, 16a.
 
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schnauzenkäfer, m. die käfergattung curculio, rüsselkäfer. Nemnich 2, 1324.
 
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schnauzennadel, f. art ostindischer schnecken, murex vertagus, entenschnabel. Nemnich 3, 647.
 
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schnauzenschnecke, f. art flügelschnecke, rostellaria. Oken 5, 491.
 
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schnauzhahn, m. bezeichnung des truthahns, seit dem frühen 16. jahrh. aus Amerika eingeführt und auch in Deutschland gezogen: schnauzhahn, coc d' Inde. Rondeau 505; übertragen auf einen sich spreizenden tropf, prahlerischen, sich kriegerisch gebahrenden menschen: ihr schlaftrunkene wolbesoffene kautzen und schnautzhän. Garg. (1590) 23; war eben auch zugegen ein alter erfahrener vom adel, ein rechter nasser kund und ein schnautzhan inn kriegen. 438; sintemal er nun ein schnautzhan und bruder Veits rottenmeister war. Kirchhof wendunm. 371a; was sie (die landsknechte) für krieger und dapfer schnauzhanen sein. Pape bettel- u. garteteufel O 6b; die alten wissen ihre sachen klüglicher anzugehen, als die jungen unbesonnenen schnautzhahnen. pers. rosenth. 6, 2; unter solchen (buhlern) war ein junger schnautzhann, dem sie das seil über die hörner warff und sich vor eine jungfer verkaufte. Simpl. 2, 182 Kurz; was gibts da für einen schnautzhanen? kunst üb. alle künste 41, 6 Köhler; ein junger schnauz, sive schnauzhan, juvenis perquam curiosus, effrons et audax. Stieler 1906; dim. schnauzhähnchen: ein ander solch schnautzhähnichen. maulaffe 191.
 
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schnauzicht, schnauzig, adj. und adv. mit schnauze ausgerüstet, versehen; ursprünglich getrennte formen, die durch einander verlaufen: schauzicht, rictu pollens, rostratus Stieler 1907; nach dem eigentlichen sinne des subst. schnauze in zusammensetzungen wie glatt-, dick-, spitz-, kurz-, lang-, fettschnauzig u. a.; nach dem übertragenen: Mithridates selbst segelte mit einem schnautzichten schiffe die eiserne kette im hafen entzwey. Lohenstein Arm. 1, 946a; zugleich mit beziehung auf das verbum schnauzen 3: ein groszschnauziger (-schnauzichter) kerl, der den mund voll nimmt, prahlt und andere lästert; schnauzig auftreten, andere anfahrend; schweizerisch schnauzig, barsch, heftig, grob Seiler 260a; der mann .. sagte kurz und schnauzig: kannitverstan. Hebel 2, 91. Campe verzeichnet auch die umgelautete form schnäuzig in den zusammensetzungen dick-, lang-, kurzschnäuzig.
 
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schnauzkanne, f. kanne mit ausgusz, schnauze. Campe.