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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnaupen bis schnauz (Bd. 15, Sp. 1209)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnaupen, verb. mit einer schnaupe versehen: eine geschnaupte kanne (kanne mit schnauzenähnlichem ansatz). Kramer deutsch-ital. dict. (1702) 2, 621c. als nebenform zu schnauben bei Steinbach 2, 473.
 
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schnaupen, m. schnupfen: defluxio ad nares, coryza, pfnüssel, schnauppen. Golii onomast. (1582) 252.
 
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schnaupicht, adj. schnüfflich: ein schnaupichter, fingerleckigter reutersjung. wiszbad. wisenbr. 42. schnaupig in gleichem sinne bei Campe; vgl. nd. snopen, naschen; snoopsk, vernascht. brem. wb. 4, 896, snopen und snôpen bei ten Doornkaat Koolman 3, 247b.
 
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schnauptuch, n., s. DWB schnaubtuch.
 
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schnausegel, n., s. DWB schnaue.
 
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schnausen, verb.: schnause, fremo, indignatione bullio Steinbach 2, 473: die brauset, sauset und schnauset, sumbt und prumbt, gurrt und murrt, schilt und pilt. Mathesius Sir. 2, 100a; in der bedeutung berührt sich dies wort mit den nahestehenden bildungen schnauben, schnaufen, schnauken. es ist nur mundartlich, in ober- und mitteldeutschen gegenden, in gebrauch, und bedeutet schnauben, schnüffeln, herumstöbern, naschen, stibitzen, aber auch saugen, vgl. Schm. 2, 584. Stalder 2, 340. Tobler 396b. Hunziker 228. Seiler 259b. Pfister 262. ergänzungsh. 2, 34.
 
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schnausicht, adj. frendens Steinbach 2, 473; s. das vorhergehende zu anfang.
 
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schnausig, adj. herumschnüffelnd, genäschig (s. DWB schnausen) Hunziker 228. Stalder 2, 340. Kehrein 360.
 
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schnausze, s. DWB schnauze.
 
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schnauz, m. handlung des schnauzens, anfahrens, zürnens (vgl. unten schnauzen 3); in der Schweiz schnautz, derber verweis Stalder 2, 341; übertragen auf einen schnauzenden menschen; ebenda der schnauzi, barscher, grober mensch, auch hundename Seiler 259b. 260a; älter auch nach schnauzen 2, das maul aufsperren, von einem neugierigen müsziggänger: schnauz, pro spectatore otioso et nimis curioso, ein junger schnauz, juvenis perquam curiosus, effrons et audax. Stieler 1906.
 
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schnauz, m., nebenform zu schnauze; im sinne von daselbst 3, a an einer lampe: den leuchter .. und seine lampen mit seinen schneutzen. 4 Mos. 4, 9; bei den zwo gülden schneutzen des gülden leuchters. Sacharja 4, 12; eine lampe .. mit sieben schnäuzen zu so viel dochten auf jeder seite. Winckelmann 2, 74.