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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnarrpfeife bis schnarrziemer (Bd. 15, Sp. 1190)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnarrpfeife, f., s. DWB schnarren 2, a.
 
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schnarrposten, m.: das pikett stellt zu seiner unmittelkaren sicherung den schnarrposten aus. feldd. 66, vergl. DWB schnarchpost.
 
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schnarrrädchen, n. werkzeug mit einem eisernen rädchen, womit die rohe gehaspelte seide von den strähnen auf spulen zum zwirnen gebracht wird. Jacobsson 4, 15a.
 
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schnarrscheit, n. Schmalkaldischer ausdruck für ein kinderspielzeug, eine fahne, die wegen eines im innern angebrachten rades beim umschwenken einen schnarrenden ton gibt, wie auch für die schnarrheuschrecke. Vilmar 361.
 
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schnarrselig, adj., vgl. DWB schnarren 4, c: und dieweil er (herzog Karl von Burgund) ein unleidlicher fürst, gar schnarr und gramselig war gegen seine diener, gethurst ihm niemands einreden. Kirchhof wendunm. 3, 53 Österley (4, 46).
 
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schnarrstimme, f. rauhe, schnarrende stimme. Campe.
 
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schnarrung, f., et das schnarren, stridor linguae, balbuties, sonus inconditus, et acutus, adhaesio, sive adhaesus linguae. Stieler 1887. mnd. snarringe, lärm, gebrumm, aufruhr: item welck broder unsture edder snarringe maketh up der kumpenie. quelle bei Schiller-Lübben 4, 269a.
 
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schnarrwachtel, f., s. DWB schnarre 3, b. Adelung. Frischbier 2, 302b: wie viel mal die schnarrwachtel (zur zeit der roggenblüte nach einander) ruft, so viel gulden kostet der roggen (in dem jahre, nach Ermländischem volksglauben). Wander 4, 288; gleich am fusze (des gebirges) bewillkommten mich rohrsperlinge, schnarrwachteln und nachtigallen. Seume 10, 90.
 
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schnarrwächter, m. nachtwächter, der eine schnarre (s. das. 1 und schnarren 1, a) führt. Hertel sprachsch. 216.
 
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schnarrwerk, n.
1) bei orgeln pfeifenwerk mit messingener zunge in einem cylindrischen mundstück, eine hauptart der orgelpfeifen, wozu u. a. die trompete, posaune und vox humana gehören. Jacobsson 4, 15b: schnorr- sive schnarrwerk in der orgel, fistulae, sonitum streperum, seu stridulum, et subraucum reddentes. Stieler 2557; schnarr-werk, unter den orgel-pfeiffen, die mit einem meszingenen blech gemacht, dasz im blasen an die röhre anschlägt, worauf es liegt und einen schnarrenden ton von sich gibt, fistularum raucioris toni ordo. Frisch 2, 212a; bildlich: 'gutes weib!' sagte Stiefel mit dem sanftesten pianissimo aus dem grobgetakt (gedactflötenregister) und schnarrwerk der männlichen brust. J. Paul Siebenk. 1, 131.
2) bei flügeln ein registerzug, der den saiten einen schnarrenden ton gibt. Jacobsson a. a. o.
3) als collectivbezeichnung für schnarrende musik- (blas-) instrumente:

schnarrwerk und flöten,
mit geigen, raköten,
zinken, posaunen, trompeten, klarin,
wollen mit schallen das werder durchziehn.
Scherffer ged. 88.


4) in scherzhafter übertragung von dem geräusch des schnarchens oder hustens: der ehe- und säemann fiel jetzt immer mehr in den sphärengesang der nacht mit dem schnarrwerk seines hustens ein. J. Paul Hesp. 1, 56; der schloszherr stellte sich vor das zimmer seines gastes und hörte wirklich ein ungemein kräftiges schnarrwerk dadrinnen. Immermann Münchh. 3, 129. vgl. auch schnorrwerk.
 
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schnarrziemer, m., s. DWB schnarre 3, a.