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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnarrmauler bis schnarrwächter (Bd. 15, Sp. 1189 bis 1190)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnarrmauler, m. esuriens spectator edentium Stieler 1256: wer jetzund die armen Lazaros schnarrmaulen läst, der

[Bd. 15, Sp. 1190]


wird dermaleinst mit dem reichen schlemmer ein ewiger schnarr-mauler seyn müssen, wann sie mit Abraham, Isaac und Jacob zu tische sitzen. Kramer 2, 620c.
 
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schnarrpeter, m. der im sprechen schnarrt, das r nicht ordentlich aussprechen kann: doch wir müssen unsern ehrlichen schnarrpeter mit seinen Nürnberger, Erffurter und Regenspurger bratwürsten (als sprechübung) nicht zu lange warten lassen. Chr. Weise erzn. s. 129 neudr.; da hatte ein solcher schnarr-peter diese person (rolle im schauspiel). 136.
 
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schnarrpfeife, f., s. DWB schnarren 2, a.
 
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schnarrposten, m.: das pikett stellt zu seiner unmittelkaren sicherung den schnarrposten aus. feldd. 66, vergl. DWB schnarchpost.
 
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schnarrrädchen, n. werkzeug mit einem eisernen rädchen, womit die rohe gehaspelte seide von den strähnen auf spulen zum zwirnen gebracht wird. Jacobsson 4, 15a.
 
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schnarrscheit, n. Schmalkaldischer ausdruck für ein kinderspielzeug, eine fahne, die wegen eines im innern angebrachten rades beim umschwenken einen schnarrenden ton gibt, wie auch für die schnarrheuschrecke. Vilmar 361.
 
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schnarrselig, adj., vgl. DWB schnarren 4, c: und dieweil er (herzog Karl von Burgund) ein unleidlicher fürst, gar schnarr und gramselig war gegen seine diener, gethurst ihm niemands einreden. Kirchhof wendunm. 3, 53 Österley (4, 46).
 
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schnarrstimme, f. rauhe, schnarrende stimme. Campe.
 
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schnarrung, f., et das schnarren, stridor linguae, balbuties, sonus inconditus, et acutus, adhaesio, sive adhaesus linguae. Stieler 1887. mnd. snarringe, lärm, gebrumm, aufruhr: item welck broder unsture edder snarringe maketh up der kumpenie. quelle bei Schiller-Lübben 4, 269a.
 
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schnarrwachtel, f., s. DWB schnarre 3, b. Adelung. Frischbier 2, 302b: wie viel mal die schnarrwachtel (zur zeit der roggenblüte nach einander) ruft, so viel gulden kostet der roggen (in dem jahre, nach Ermländischem volksglauben). Wander 4, 288; gleich am fusze (des gebirges) bewillkommten mich rohrsperlinge, schnarrwachteln und nachtigallen. Seume 10, 90.
 
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schnarrwächter, m. nachtwächter, der eine schnarre (s. das. 1 und schnarren 1, a) führt. Hertel sprachsch. 216.