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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnarchler bis schnarrbasz (Bd. 15, Sp. 1184 bis 1185)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnarchler, m., schnarcher, un ronfleur Hulsius 286b.
 
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schnarchlung, f.: sternutatio .. schnarchlunge Dief. gl. 552a; sternutatio, schnarchelung Gersdorf feldbuch der wundarznei 100b.
 
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schnarchpost, f. im felde eine schildwache, die ein auf einem detachierten posten stehender officier rückwärts ausstellt, um ihn bei unerwarteter annäherung eines generals du jour u. ähnl. zu avertieren; oder eine schildwache, die im kriege nachts ausgestellt wird, um das vorhaben des feindes zu beobachten, und die sich gewöhnlich auf den bauch legt, um unbemerkt zu bleiben. Eggers kriegslex. 2, 829. Jacobsson 4, 15a.
 
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schnarchung, f.: sternutatio snarkunge, snorkunge,- inge, -en, hd. schnarckunge, schnarchunge, schnarchlunge, scharchunge Dief. gloss. 552a; stertatio snarchunge ebenda; schnarchung des schlaffenden, ronchus Dasypod.; schnarchung, die, et das schnarchen, ronchus: it. ostentatio, gloriatio, insolentia Stieler 1888, rhonchus Steinbach 2, 473; nl. snorckinghe rhonchus, stertentium sonus: et iactantia, iactatio. Kilian.
 
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schnarf, m. schiffsvordertheil: als einn schiff dann zwey ort hatt. das forderteil, der schnarpff, oder das vorend, heiszt prora im latin. Keisersberg post. 1, 28b. vgl. Scherz-Oberlin 1424. Lexer handwb. 2, 1025. Höfer 1, 232. vgl. schweizerisch schnärf, die vorn in die höhe gekrümmten hölzer bei einem schlitten. Stalder 2, 339 und schnarre.
 
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schnarfen, verb. bezeichnung eines knarrenden oder knirschenden geräusches; weiterbildung von schnarren, wie auch schnarchen; so tirol. schnarfn schnarchen, schnarren Lexer 223. Frommann 6, 203; würzb. schnärfa schnarren, schlecht geigen Sartorius 111; thüring. schnarpfen knirschend in harte gegenstände beiszen Hertel sprachsch. 216, auch schnarpen, schnurpen Liesenberg 199, oder mit weiterbildung schnarpeln (der laut, der beim durchschneiden von knorpeln entsteht) Albrecht 204a und schnarpsen ebenda. Bernd 270: siehst du? .. Conrädchen, da ist das pferd! .. izt friszt es! horch wie es mit den zähnen schnarpt! Salzmann Conrad Kiefer (1796) 38. da alle diese wörter schallbezeichnungen sind, so ist zusammenhang mit goth. snarpjan (vgl. J. Grimm kl. schr. 5, 229) oder mhd. snerfen, sich biegen, einschrumpfen, jedenfalls abzuweisen, vgl. schnerfen und DWB schnurfen. ebenso ist von obigem schnarfen zu trennen ein schnarpfen coire: zwiro des tages isz, zwiro des nahtes pisz, zwiro die wehha snarphe, zwiro des jares zapfe, so belibis wola sundir lahhi. quelle bei Schm. 2, 582.
 
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schnarflung, f. das schnarchen: sternatio schnarfflung Dief. gloss. 551c.
 
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schnargarkisch, adj. der gerne trinkt, schlemmt: jr meine schlampampische gute schlucker .. jr schnargarkische angsterträher (becherdreher, s. theil 1, 361), kutterufstorcken, birpausen. Fischart Garg. s. 15 neudr.; dazu schnargarkusz, m. trinklied: laszt uns singen, sauffen ein gesetzlin, trincken ein mutet: dasz dieser schnarckgarkusz darzu geht: nun bisz mir recht wolkommen, du edler rebensafft. s. 125; vgl. auch sich erschnargarcken, sich im trinken gütlich thun, s. 382 und theil 3, 968. die dort vorgeschlagene erklärung des sonderbaren wortes wie auch beziehung zu schnarren würde die angezogenen ableitungen nicht erklären; die grundbedeutung musz wol 'trinken' oder 'schlemmen' sein.

[Bd. 15, Sp. 1185]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnarpen, schnarpfen, schnarpsen, s. DWB schnarfen.
 
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schnarr ,
1) interjection, lautmalend: alle männer einem falschen instrument gleich. zieh saiten auf, wie du willst, sie antworten dem angeschlagnen ton nicht. im innern liegt's. schnarr! da fällts zusammen, was vor so harmonisch klang. Klinger theater 2, 214 (d. neue Arria 3, 4).
2) als subst. mhd. snar, m. das schnarren, schmettern, z. b. pusûnen snar Lexer handwb. 2, 1024. nachtr. 367. vgl. schnarre.
3) als adj., nd. snarr enge, dat klêd sitt snarr. Dähnert 437a. Mi 82b; strenge, schneidend Danneil 199a; snâr schnurgerade, schlank; quitt, im reinen, fertig Schambach 199a; snar, snarre hurtig, geschwind brem. wb. 4, 881, märk. snr schnell Frommann 5, 167, 146. Woeste 245b, ebenso siebenbürgisch snar, snarre 179, 185. dagegen nordthür. schnâr dünn, schlank, von menschen, vögeln, wenn sie die federn an sich drücken; auch von bäumen Kleemann 19c. Liesenberg 198. Hertel sprachsch. 216.
 
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schnarrbasz, m. ein schnarrender basz Campe.