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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnallenschuh bis schnalzeln (Bd. 15, Sp. 1165)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnallenschuh, m., bei Campe unterschieden von bänderschuh, den man mit bändern zubindet.
 
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schnallenstein, m. 'veraltete bezeichnung für geringe gattungen sächsischer topase' Karmarsch - Heeren3 7, 774 (man verwandte sie zur verzierung der schnallen).
 
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schnallenstiefel, m. Campe, vgl. DWB schnallenschuh.
 
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schnallentapper, m. (vgl. DWB schnallendrücker), spöttisch von einem der schulden einfordert, da er oft des schuldners thürklinke anfassen musz. Schmid 473.
 
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schnallentrecker, m. in der gaunersprache für bettler Avé - Lallemant d. gaunerthum 4, 602; s. DWB schnallendrücker.
 
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schnaller, m., bei Stieler 1890 in folgenden bedeutungen: schnippchen, talitrum (einen schnaller mit dem finger thun, einem einen schnaller schlagen Kramer teutsch-ital. dict. (1702) 2, 618a), vgl. DWB schnall, DWB schnalle 3, a; einer der ein schnippchen schlägt (s. DWB schnallen 2); in sclopis autem dicitur ligula, alias das zünglein. schnaller, fibularius, der schnallenmacher. knallender schlag mit der peitsche (s. DWB schnallen 2) bei Kramer a. a. o.
 
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schnalling, m. schnippchen: ich wollte nicht einen schnalling darum geben. Wander sprichwörterlex. 4, 285; s. DWB schnall und DWB schnalle 3, b.
 
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schnallung, f., bildung bei Stieler 1890, siehe oben schnallen 2.
 
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schnalz, m., zu schnalzen gebildet (s. dieses), in der bedeutung sich vielfach mit schnall, m. berührend. ein durch elastische bewegung entstehender laut. knallender schlag mit der peitsche Frisch 2, 211b; knack, krach überhaupt: nachmals tet's urbering ein unmenschlichen krach und schnalz. Aventin bair. chron. 1, 836, 19; der donner, der ist ein schnalz von der contrarietet, das sulphur, mercurius und salniter nit mogen bei einander stehn. Paracelsus (1590) 8, 234; dasz der fusz mit einem schnaltz oder krach wieder ein fähret. Pinter pferdschatz (1688) 393; schnalz, mit dem maul, qui fit ore, zu den pferden, popysmus Frisch a. a. o., vgl. schnallen 2; auch vom balzlaut der auerhähne. schnippchen (s. DWB schnall, DWB schnalle 3, a und schnallen 2): schnalz mit den fingern, crepitus qui fit digitis Frisch a. a. o., s. unten schnälzlein. er ist keinen schnalz, keinen fingerschnalz wert. Eiselein 553. Schmeller 2, 575 belegt aus dem 15. jh. nachschnalz, üble nachrede; vgl. ebenda 574 geschnalzig, maledicus, mordax voc. von 1618. in oberd. gegenden bezeichnet man mit schnalz eine bestimmte menge garn, weil an der haspel eine bestimmte anzahl von umdrehungen durch eine einschnappende vorrichtung mechanisch bemerkbar gemacht wurde (auch schneller). Schm. 2, 574. 576. Castelli 248.
 
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schnalze, f., wie schnalz im sinne von schnippchen, schnellender schlag: einem eine schnaltze (ab-schnaltze) geben, schlagen. Kramer teutsch-ital. dict. (1702) 2, 618a. nasenschnalze, nasenstieber. schnalze, werkzeug zum knallen, z. b. die wind- oder wasserbüchse der knaben Schm. 2, 575. Schöpf 636. wasserschnalze, wassersuppe ebenda; s. DWB schnalle 7, b und schnallen 2.
 
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schnalzeln, verb.: (kein schiff nimmt einen passagier auf) es sey dann allerdings geladen, gebodemet, vergurbet, .. beschnarret, auffgebuselt, geschnaltzelt. Fischart Garg. 79a; vielleicht druckfehler für geschnatzelt, s. schnatzen 2.