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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnad bis schnagel (Bd. 15, Sp. 1160)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnad, s. DWB schnat.
 
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schnade, s. DWB schnat, schnate, DWB schnatte.
 
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schnädel, schnedel, m. schleim, besonders nasenschleim (rotzschnedel) Stieler 1906; sonst schnodel, schnudel. a. a. o. wird noch verzeichnet schnädeln in übertragenem sinne: despicatui habere, pro nihilo putare und in entsprechender anwendung schnädeler.
 
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schnadeln, verb., s. DWB schnatteln.
 
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schnaden, s. DWB schnatten.
 
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schnader, s. DWB schnatter.
 
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schnaderhüpfel, -hüpfle, -hüpflein, n., oberdeutsche bezeichnung eines für gesang bestimmten sprüchleins, das gewöhnlich aus vier oder zwei zeilen besteht. meist improvisiert oder nach gelegenheit umgestaltet, lustigen, auch höhnenden inhaltes wird es seiner eigentlichen bedeutung nach zum tanze gesungen. hierauf bezieht sich der zweite bestandtheil des wortes. der erste wird von Schmeller 2, 587 mit schneiden in verbindung gebracht (wechselnde formen: schnider-, schnader-, schneder-, schneider-, schnoder-, schnuderhipfl), sodasz sich das wort ursprünglich auf den tanz beim erntefest bezöge.
 
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schnadern, verb., s. DWB schnattern.
 
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schnadriack, m., neben schnatriack (s. dieses) zu schnadern, schnattern.
 
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schnäfler, m.: junge studentgen, schnäfler, welche nur vor wenig wochen aus der schule entlauffen. polit. maulaffe (1679) 201; das wort ist wol als schnöfler für schnäufler zu deuten (s. DWB schnaufen).
 
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schnagel, schnägel, m. schnecke, egel, mhd. snegel mhd. wb. 2, 2, 436b. Lexer mhd. handwb. 2, 1028, ahd. snegil Graff 6, 839, ags. snegel, snægel, snegl, snēl, snæl, engl. snail, altnord. snigill, dän. snegl, mnd. sneil Schiller-Lübben 4, 272b. das wort ist der neueren schriftsprache fremd, aber in mundarten erhalten: die schnêl, schnecke ohne haus (Aschaffenburg) Schm. 2, 576, schnäl, schnecke (Coblenz) Klein prov.-wb. 2, 131, schnäle, f. (Eifel) Frommanns zeitschr. 6, 18, sniel (Paderborn) Firmenich 1, 306, 30, snäl (Attendorn) 356, 75, snagel, snâel, m. Woeste 245a (vergl. Frommanns zeitschrift 3, 262, 60. 5, 64, 45), schnägel, schnäl, m. schnecke mit und ohne gehäuse Schmidt 199, schnegel, schnägel, schnäl, schnêl, schneil, m. Vilmar 362 (hier wasserschnellen, seeschneiln, plur. belegt aus dem 16. jahrh.), vgl. Kehrein 359; Pfister beobachtet, dasz man in Hessen hier und da den unterschied macht, die schnecken ohne gehäuse schnegel, die mit gehäuse schnecken zu nennen. ergänzungsheft 1, 23. der besonders bei kindern aus der nase herabhängende schleim heiszt in Tirol schnegel Schöpf 639; in entsprechender bedeutung hessisch schnegelsnase Pfister a. a. o.