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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnabelfisch bis schnabelkorn (Bd. 15, Sp. 1147)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnabelfisch, m. fisch mit einem schnabelartigen maule; name für verschiedene fische: chaetodon rostratus Nemnich 1, 514, balaena rostrata 1, 572; auch von anderen fischen: ist (der gemeine delphin) die gemeinste gattung im mittelmeer, findet sich aber auch im atlantischen, und geht nördlich bis über England hinaus, selbst manchmal bis Grönland, wo er von den walfischfängern schnabelfisch und springer genannt wird. Oken 7, 1070.
 
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schnabelflöte, f. mit einem langen schnabel versehene flötenart, franz. flûte à bec. Jacobsson 4, 13b.
 
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schnabelform, f. die form eines schnabels.
 
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schnabelförmig, adj. und adv. die form eines schnabels habend: schnabelförmige krümmung; schnabelförmig gebogen.
 
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schnabelgras, n. die grasgattung eleusine Oken 3, 397.
 
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schnabelhaut, f. zarte haut, welche bei wasservögeln den schnabel bedeckt Campe.
 
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schnabelholz, n. hölzernes, vorn breites gerät, bezeichnung des löffels: schnabelholtz, ein löffel, cochlear Maaler 358d; wir Teutschen haben yhn von der lippen den namen geben, wie es der gemeine mann ein schnabelholtz heisset. Mathesius Sar. 192b. bei den weinbauern holz, welches aus einem oder zwei der letzten augen des bogens oder der kunkel einer rebe hervorwächst. Campe.
 
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schnabelieren, schnabulieren, verb. mit dem schnabel essen, gierig die speisen verzehren; komische bildung mit der fremden endung -ieren zu schnabel: schnabelieren, ein lächerliches wort, für leckerbiszlein essen. Frisch 2, 210c; schnabeliren, geschnabeliret, verbum fictum ab avium et gallinarum esu, proprie rostrare, mit dem schnabel picken, metaph. autem est vorare, glutinare, catillare, popinari. Stieler 1895; von vögeln: wenn's nur immer mäuse gäbe! denn mäuse findt er (der schuhu) so delicieux wie lerchen, und die schönste lerche schnabelirt er wie eine maus. Göthe 14, 85. von menschen: aber was wäre ich für ein krober und ungschlachter mostzacherl, wan ich nit einmal für so vill ayrmaundeln, butterkrapffel und speck - knedel, die ich bey euch gschnabulirt, schuldigisten danck abstattn thet. Schwabe tintenfäszl A 4a. älter in der bedeutung um den schnabel schlagen: der pfarherr wolt in dieser beicht auch schnaboliert haben mit einem auszgeschnittenen schuch, so war im der bub z geschwind. Kirchhof wendunm. 1, 294 Österley.
 
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schnabelkerbel, m. das kraut scandix pecten Veneris: scandix nadel- l. schnabelkörffel Dief. 516b; schnabelkörfel Tabernaemontanus bei Pritzel-Jessen 365b.
 
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schnabelkönig, m. mann mit einem groszen schnabel, maske zur fastnachtszeit: den schnabelkönig fahren. Fischart Garg. 1, 72 neudruck.
 
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schnabelkorn, n. name der pflanzengattung gnidia. Nemnich 3, 64.