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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
dorrigkeit bis dörrwarze (Bd. 2, Sp. 1303)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) dorrigkeit, f. ariditas Henisch 736. Stieler 351. niederl. dorrigheit.
 
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dörrkraut, n. conyza, wie dörrwurz, dürrwurz Frisch 1, 203b.
 
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dörrmaulen, trocknen mund haben, hungern (?). es setzt dörrmaul voraus; vergl. dürrschnabel.

dann das du alle tag zu im schleufst
und albeg (allweg) mit im friszt und dich volseufst
und läszt mich und meine kind dorrmaulen. Fastnachtsp. 54, 6.


 
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dörrmonat, m. der märz. im merzen, lenzimonat, dörrmonat, wann man die wölf verbrennt und henkt und der kriegsman die ohren ausz dem winterläger streckt Fischart Groszm. 102. dürrer merz, nasser april, mai zwischen beiden, macht gut jahr und weiden 103. martius aridus mensis ob victus in quadragesimale tempore asperitatem ac tenuitatem Henisch 736.
 
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dörrofen, m. in welchem man obst, flachs, malz trocknet oder dörrt, wozu auch wol eine stube genommen wird. in der hüttensprache ein ofen worin holz, torf u. s. w. auf einen hohen grad erhitzt und gedarrt werden Scheuchenstuel Idiot. 57.
 
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dörrsommerig, adj. gebraucht Fischart von dem in einem heiszen sommer gewachsenen, also starken wein, er spricht von frnen (firnen) und heurigem, dörrsommerigen und järigen, mostigem und verjartem Garg. 57b.
 
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dörrstube, f. s. DWB dörrofen.
 
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dörrsucht, f. auszehrung, schwindsucht Schmeller 1, 390. niederl. teerzucht. dem schwulst entgegengesetzt Lichtenberg 4, 235. s. DWB darre, DWB darrsucht, DWB dürrsucht.
 
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dorrung, f. arefactio Stieler 351. s. derrung. dürrung.
 
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dörrung, f. trockenheit ariditas, das dürrewerden. regnet nicht am auffartstag, so bedeuts dörrung desz futers Fischart Groszm. 105. diese schweinung wird sonst von den erfahrenen wundarzten genennet aridum membrum, in teutsch die dörrung Würtz 391.
 
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dörrwarze, f. hungerzitze. sie bilden sich innerhalb der lefzen und des gaumens der pferde Nemnich Wörterb. 111. so ein rosz nit essen mag, lug ihm ins maul, ob es keine dörrwarzen oder frösch darinnen habe, welches aber hette, dem sol mans mit der flieden aufreiszen, die dörrwarzen aufschneiden Seuter 118. die dörrwarzen wachsen dem rosz under der zungen auf beiden seiten. wann nun ein rosz die dörrwarzen hat (welches zwei kleine spitzige wärzlen seind) u. s. w. 236.