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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
dörflerin bis dorfmädchen (Bd. 2, Sp. 1282 bis 1283)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) dörflerin, f. wie dörferin Kosegarten.
 
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dorfleute, pl. landleute. die dorfliute Freidank 70, 20 lesart. niederl. dorpluiden. ee die dorflüt schnidend oder lesend Weisth. 1, 321. das die dorflüt hetten ein semlich recht gegen den tütschen herrn das.

solch kunst achten wir dorflewt nicht
H. Sachs.


 
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dorfleutschdorflötsch,m. dorfhund. nit soltu iemerme derschrien, bellen und umb dich biszen als ein waltschelliger dorfleutsch Keisersberg Bilger 141c. bildlich. ich sprich 'hüt dich vor disem fulen verlegenen dorflötschen, der also gegen iederman weiwelet' 142c. s. DWB dorflätsch. das nähere bei leutsch.
 
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dörflich, adj. zum dorf gehörig, ländlich, von dörfisch unterschieden, das meist tadelnd gebraucht wird.

[Bd. 2, Sp. 1283]


ir dorflich berd (gebärde)
sein lachenswerd,
mand mich eins alten affen. (
Georg Forster) Der vierdt theyl newer teutscher liedlein (Nürnb. 1556) nr. 9.

dörflich paganus Alberus Nov. dict. mm iij. dörflich, das zu den dörfern gehört Henisch 731.

bei dörflichen sitten
in moosigen hütten,
da wohnet die liebe noch lauter wie gold
Stolberg 1, 125.

der besitz des freiguts nöthigte mich den dörflichen verhältnissen näher zu treten Göthe 31, 82. die dörfliche jugend Klamer Schmidt.

hinten im dörflichen park ein unabsehbarer aufzug
Voss.

er scheut sich nicht selber mit hand anzulegen, wenn deine dörflichen tischler sich oft sehr ungeschickt benehmen Tieck Tischler 1, 259.

also vermengt dem geplätscher des bachs sich der dörflichen flöte,
stimmt sie am ufer der hirt, langeverhallender ton.
Platen 50a.

die dörflichen sänger Auerbach Dorfgesch. 2, 512.
 
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dorflieger, m. einwohner eines dorfs. vetter Matthias, ein ehrlicher dorflieger vom schönen geiste Haman 4, 384.
 
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dorflinde, f. unter welcher getanzt wird Göthe; in Oberhessen sonst am kirchweihfest Weigand.
 
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dörfling, m. wie dörfer.

ein blöder
dörfling ist es, der sie vertilgt
Herder 12, 69.

hier ein dörfling, dort ein städter
gaft uns wundernd an
Voss 5, 221.

dann soll muthig die geige mit zink' und trompete vorangehn,
dasz dir entzückt nachschaun die dörflinge rings vor den häusern ders. Luise (1841) 173.


 
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dorflötsch, m. s. DWB dorfleutsch.
 
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dorfluft, f. bildlich. Sie müssen ihren sohn unter fremde leute thun damit er die dorfluft entwohnt Rabener 4, 132.
 
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dorflümmel, m. wie dorfbengel.
 
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dorfmädchen, n. puella rustica. s. DWB dorfmeid. dorfmädchen, buhlerinnen cauponariae mulieres Serz Teutsche idiotismen 32a.