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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
doppelkunst bis doppellippe (Bd. 2, Sp. 1266)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) doppelkunst, f. Klotilde verstand die kokette doppelkunst nicht, in verlegenheit zu setzen oder daraus zu ziehen J. Paul Hesp. 2, 6.
 
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doppellauf, m.
1. zwei röhren an einer flinte.
2. beim spiel musikalischer instrumente. zu bewundern sind bei seinem pianofortespiel die sicherheit des anschlags, die präcision der trillerketten, die doppelläufe, sprünge u. s. w. Berliner voss. zeitung 1824. st. 272.
 
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doppelläufig, adj. und adv. eine doppelläufige flinte.
 
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doppellaut, m. diphthongus, der durch die verschmelzung von zwei verschiedenen kurzen vocalen gebildete laut. dahin ai (mai, hain, kaiser), au (baum, haus, traum), umgelautet äu (bäume, häuser, träume), ei (eis, fleisz, klein, reise), eu (treu, neu, heute, leute). nicht gehören hierher die gedehnten vocale, auch wenn sie den umlaut haben (mhd. æ, œ) in märchen, gräfin: schön, hören. noch weniger die kurzen vocale mit umlaut (mhd. ä, ö) in thüre, übel: dörner, götter. s. DWB doppelton.
 
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doppellauter, m. der buchstabe, das zeichen des doppellauts. bildlich, der doppellauter (die beiden schlägel) der pauke J. Paul Titan 3, 98.
 
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doppelleben, n.
1. zwiefache, entgegengesetzte richtung in dem geist eines menschen. Göthe führt aus dasz in den bildern Mantegnas sich das ideelle und höhere zeige, dagegen auch die natur mit ursprünglicher gewaltsamkeit eindringe: er habe die schönsten und edelsten gestalten, aber auch misgebildete dargestellt: das gröszte talent sei nicht im stand diesen zwiespalt ganz auszugleichen, dieses doppelleben zeichne Mantegnas werke eigenthümlich aus 39, 147.
2. das zusammenleben zweier menschen. todtöde wäre das doppelleben der brüder ausgefallen ohne die liebe J. Paul.
3. das leben der amphibien im wasser und auf dem lande.
 
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doppellebig, adj. doppellebige thiere nennt man die amphibien.
 
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doppelleinwand, f. deren kette an fäden noch einmal so stark ist als bei gewöhnlicher leinwand und auf jeder seite eine andere farbe hat.
 
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doppellerche, f. dubbellerche, riesenlerche, hufeisenvogèl, weil sie einen schwarzen gürtel auf der brust hat, franz. merle à collier d'Amerique Nemnich 1, 145.
 
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doppellicht, n. das doppellicht des mondscheins und der nachhelfenden Aurora J. Paul Titan 1, 11. uneigentlich, schlägt man sie (die stellen auf die sich Hamans andeutungen beziehen) auf, so gibt es abermals ein zweideutiges doppellicht, das uns höchst angenehm erscheint, nur musz man durchaus auf das verzicht thun, was man gewöhnlich verstehen nennt Göthe 26, 110. vergl. zwielicht.
 
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doppellippe, f.

lieblich, horch zur feinen doppellippe
hat der hirte sich ein blatt geschaffen
Göthe 40, 398.