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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
diptam bis dirmen (Bd. 2, Sp. 1184)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) diptam, s. dictam.
 
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diptamblume, f. so oft er, gleich der herlichen diptamblume, zugleich blühte und brannte, jenes mit der phantasie, dieses mit dem herzen J. Paul.
 
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dir, s. DWB du.
 
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dirdendei, m. ein halb wollenes, halb leinenes zeug, schott. tartan, franz. tiretaine.

ich kouft ein tuoch von dirdendei,
daz was halbes lînîn Hätzlerin 2. 42, 70. 58, 216.

dirdundei pannus qui de lana et lino contextus est Vocab. incip. teut. d 4. Voc. theut. 1482 e 8a. Keisersberg Irrig schaf 30a. Oberlin 246. dirdentei tuch von linen und wullen Gemma gemmar. bei Diefenbach Vocab. 1470 s. 56. burellum dirdendai duch das von wullin und leinin ist Vocab. 1429. und nachdem sich die leinweber an etlichen orten understanden denen so diradei gemacht, verhinderung zuzefügen, und wir aber bericht seind das solche arbait dem gmainen man zu der bekleidung vast dienlich und nutzlich: so ordnen wir welcher fürohin die bemelten diradei auf harras weisz machen will, der sol daran unverirrt und unverhindert gelassen werden Bair. landesordnung v. 1553 bl. 129. Bair. landrecht v. 1616 bl. 613. Verfall des lodenhandels s. 11. Baireuth. feilschaften tax von 1644. in Schwaben und Franken, auch in Hessen nennt man es dirledei. Schmeller 1, 394 führt noch an diradei, dirmadei, dermentei, dirdumdei, dirtmedei, dilmedei.
 
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dirdirliren, wie eine lerche singen,

es dirdirlir, dirdirlir, dirdirlirliret die lerche.
Prätorius Winterquartier 227.
Betulius Pegnitzschäferei 35.


 
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dirken, welsches korn, zea mays Holl Wörterb. 71.
 
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dirledirliz,f.dirlizbaum,m. kornelkirsche, kornelbaum, cornus mascula und seine frucht. ahd. tirnboumâ cornea silva Graff 5, 458, wie in Baiern dirnlein, dirnleinbaum Schmeller 1, 397. dirlasz hagöpfel cornum Dasypod. 318c. thierle ist ein frucht die man nennt kurbeere cornum Maaler 400c. thierlebaum cornus. thierleböumin, aus thierlebaum gemacht ders. terling cornum Chytraeus 463. dierlen, thierlenbaum Ad. Lonicerus Kräuterb. 29a. s. dierlein. vom kornelbaum, dierle oder welsch kirschbaum Spangenberg Lustg. 416. die dirliz Schmeller 1, 379. dirlizen pl. und hirlizen Schmid 128. noch andere benennungen bei Nemnich 1, 1226. im russischen heiszt der baum der, im poln. deren, es scheint also ein slavisches wort zu sein.
 
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dirledei ,
1. wie dirdendei.
2. bestandtheil einer salbe,

ist euch gerunnen dann das blut,
so nemet warme dirletei,
getemperirt mit einem ei,
des weiszen vil, und mit den duttern,
und auch dazu ein wenig buttern,
und machet drausz ein gute salb
und bstreicht den schaden allenthalb.
Herman Sachsenheim Mörin 43.


 
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dirleinbaum, m. pflaumenbaum, prunus padus. s. DWB dirle.
 
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dirlizdirlizbaum, s. dirle.
 
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dirmen dermen tirmen darmen, destinare, consecrare, aus dem latein. terminare gebildet.
1. bestimmen, anordnen, zueignen. want er (gott) daz mennischlich geslehte ze dem lebine geterminit hete, sô ne wolter des niht gestaten, daz iz iemer mêr in dem tôde bestüende Fundgr. 97, 31. die dar getermet sîn, daz si daz swert tragen 113, 18.

sint wir doch alle zuo dem grabe
sîn getirmet über al
Reinbot 897.

ê daz untugende galle mit ir hôchvart under in (den Lucifer) wart getermet Jüng. Titurel 12.

[Bd. 2, Sp. 1185]



und wære er selbe ein trache als den er fuort, er wær zem tôde getermet 4440.

diu frîe wandelmâles het ir stæten muot alsô getirmet 5200.

sîn erbeschaft
dar zuo her getirmet was
Ottacker.

swelch mensche dazu getirmet wird, und derselbe gabe (die sieben canonischen stunden) nit beget, der ist sinem schöpfere sines dienstes enprosten Frisch 1, 311c. wir burgermeister und gesworn rat bekennen das der nuwe grosze kelch und das nuwe pacem von frommen innigen luten der ewigen messen unsers herrn Jesu Christi unde unsern lieben frauwen altar zu geschickt unde getermet sint ewiglich da bie zu bliben Freiburger protocoll v. 1452. das wir (Wilhelm markgraf von Meisen) unsern lieben getruwen zu Alten Dresden bürgerrecht gegeben und den fleg im zu einem wigbilde uszgesatzt, getirmet und gemacht haben Privil. v. Dresden v. 1403 bei Menken Script. 3, 1050. er hat ihm schläge, er hat ihm seine werkstatt getirmt Schmid Schwäb. wb. 129.
2. weihen, consecrare. wand in der toufe wirt der mennisch dem leiden vîent entsaget und wirt got getermet Fundgr. 85, 17. weil unser schwermer nicht consecrieren oder darmen Luther 3, 473. und schwüren wol einen eid auf iren rattenkönig, es könne niemand on ire weihe und chresem das sacrament wandeln oder, wie sie sagen, tirmen, er sei so heilig oder grosz er wölle 6, 97a. denn die engel im himel haben solch gewalt nicht, die ein geweihter priester hat zu tirmen oder zu wandeln das. ist einer zu einem phaffin getermit Sächs. weichbild bei Haltaus 1787.
So auch betirmen (Haltaus 158), betermeln (Frisch 2, 369a).

 

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