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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
diebsthurn bis diebwillig (Bd. 2, Sp. 1098)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) diebsthurn, m. gefängnis.

wenn sie kommen die erste nacht,
in ihrem gemach seind gschlafen ein,
so fallet mit der wach hinein
und werft sie all in den diebsthurn.
J. Ayrer Comöd. 285d.

in ungeziefermäszigen diebsthürnen Simpliciss. 1, 101 und öfter.
 
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diebsvogel, m. bildlich, ein verschlagener listiger dieb. so sagt man in Hessen das ist ein rechter diebsvogel. da schlichen sich ein paar diebsvögel an den knecht Chr. Weise Kl. leute 64. 221.
 
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diebsvolk, n. fures, wie diebsbande. in diesen dörfern wohnt lauter diebsvolk. diebs- und raubvolk Stieler 2388.
 
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diebswerkzeug, n. beim einbrechen der diebe nöthig, wie brecheisen, nachschlüssel.
 
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diebsweg, m. ein verborgener heimlicher weg Stieler 2455. s. diebssteig.
 
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diebswirt, m. furum receptor. diebs- und schelmwirt Stieler 2561. Frisch 1, 195a.
 
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diebszehe, f. die wilden welche mit den füszen stehlen und auszer den langen fingern und diebsdaumen noch lange diebzehen haben J. Paul Kom. anhang zum Titan 2, 81.
 
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diebszeichen, n. indicium furti Stieler 2610.
 
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diebszunft, f. manus furum, wie diebsbande. in die diebszunft gehören Lehmann 137. Stieler 2646.
 
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diebwärter, m. carcerarius. diebwarter ohne umlaut Vocab. incipiens teuton. s. DWB diebscherge.
 
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diebwillig, adj. zum stehlen geneigt. die diebwilligen und raubgierigen herren Luther 6, 121a.