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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
dickkopf bis dickmasz (Bd. 2, Sp. 1082 bis 1083)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) dickkopf, m. verschiedene thiere mit dicken köpfen, fische wie der kaulbarsch perca cernua und der döbel cyprinus dobula. eine art seewölfe in Canada und eine art hänflinge in Mexico, linaria mexicana, carolinische enten anas bucephala, eine art schildkröten testudo caretta, nordamericanische ameisen formica cephalotes. endlich heiszen so die aus den eiern der frösche und kröten gekommenen puppen, die kielfrösche, kaulköpfe, gyrini.
 
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dickköpfig, adj. und adv. amplo capite conspicuus, deformis. er sei ein bauchiger dickköpfiger herr gewesen Arnim Kronenwächter 1, 266. gewöhnlich uneigentlich, von beschränktem verstand, von halsstarrigem wesen. der dickköpfige dumme junge Rabener 3, 195.

sie setzt sich an ihr pult im schlafrock und der mütze,
beglotzt des dichters werk dickköpfig wie ein bär.
Langbein.

auch dickkopficht, mein herr vetter gab mir auch einen neuen namen und hiesz mich einen dickkopfichten schlingel, zum öftern gar einen schelm Ungar. Simpliciss. 2. s. dickstirnig.
 
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dicklaubig, adj. und adv. wie dickbelaubt. dicklaubige bäume standen umher.
 
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dicklechtig, adj. für dicklich Dasypodius 314d. äher von kleinen dichlechtigen blättlein zusammengesetzt Tabernaem. 517. vergl. Gramm. 2, 383.
 
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dickleibig, adj. und adv. ventriosus, wohlbeleibt, schmeerleibig. ein dickleibiger mann kommt nicht durch diese enge thüre herein. uneigentlich, er hat ein dickleibiges buch geschrieben. dickleibige lebensbeschreibungen Klinger 11, 258. davon
 
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dickleibigkeit, f. ventris obesitas, schmeerleibigkeit. dem mann ist seine unnatürliche dickleibigkeit eine grosze last.
 
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dicklich, adj. und adv. paulum crassus, densus. ein dickliches kind. ein dicklicher brei. den saft dicklich einkochen.
 
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dicklichkeit, f. die undurchsichtbare dicklichkeit der irdenen gefäsze Lohenstein Armin 2, 763.
 
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dicklippe, f. breitlippe,
1. eine seeschnecke mit einer bauchigen lippe, strombus latissimus Nemnich.
2. eine art kräuselschnecken, trochus labio.
 
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dickmaldickmals,adv. oft, dickamol Tobler 137b.

und gfelt in wol Egypten land
do sie ir fleischhäf gelossen handt
und loufen z den sünden grosz,
glich wie der hunt z synem asz
das er yetz dickmol gessen hat.
S. Brant Narrensch. 84, 11.

in betrachtung dasz die alten vätter dickmals wider einander sind Fischart Bienenkorb 40a. Spee Trutznachtigall 130. wenn man sie (die ohren) dickmal mit dem ohrlöffel reiniget,

[Bd. 2, Sp. 1083]


so werden sie desto minder taub Comenius Sprachenthür von Docemius 299.
 
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dickmaszdickmast,n. der bast oder die rauhe haut die dem hirsch oder rehbock um das neue gehörn wächst, das gefege, franz. lambeaux Nemnich.