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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
deutsamkeit bis deutschfrei (Bd. 2, Sp. 1043 bis 1051)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) deutsamkeit, f. innere bedeutung, es gibt menschen genug, welche ursache haben diese deutsamkeit des äuszern in zweifel zu setzen Göthe 52, 270. s. bedeutsamkeit.
 
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deutsch, adj. und adv. germanus, teutonicus, ahd. diutisc (Graff 5, 130), mhd. diutisch tiusch (Ben. 1, 325b), altsächs. thiudisc, niederd. düdesk, niederl. duitsch, schwed. tysk, dän. tydsk, die Engländer gebrauchen german, die Franzosen allemand. da es von diet, goth. þiuda, ahd. diot diota abstammt, wie Gramm. 13, 14 gezeigt ist, so bedeutet es ursprünglich gentilis, popularis, vulgaris; im gothischen heiszt þiudiskô heidnisch, ἐθνικῶς. unzweifelhaft ist es im anlaut mit d zu schreiben und nur die unorganische verwechslung der tenuis mit der media, die freilich, wie wir oben gesehen haben, öfter vorkommt, ist schuld dasz man im 16ten und 17ten jahrhundert sehr oft und auch nachher nicht selten teutsch geschrieben hat: schon bei Walther, Wolfram, in den Nibel. findet man tiusch, tiutsch (Ben. 1, 326).

in teuschem land Laurin 443 Schade.

gegenwärtig scheint die richtige schreibung die oberhand gewonnen zu haben. Göthe sagt

diesz der landsmann wünscht und liebet,
mag er deutsch, mag teutsch sich schreiben 5, 103.


1. im eigentlichen sinn, deutsches recht, deutsche sitte, tracht. der deutsche orden. ritter des deutschen ordens. ein deutscher herr.

alle die in diutisker erde wâren Roland 65, 6.

der sänge wol auf deutscher erde
Uhland Ged. 121.

deutsches reich. das heilige römische reich deutscher nation. man find von keim teutschen keiser, der vom geschütz erlegt seie Fischart Garg. 233a. das ward genennet das deutsche hospital und das deutsche haus (ordenshaus) unser lieben frawen zu Jerusalem Waissel Chronik 28. dutsch gebirg alpes Vocab. incip. teut. 2d.

ich bin ein pot vom pabst gesant
von Rom in dise teutsche lant Fastnachtsp. 29, 13.

der best redner der in tütschem land wär Keisersb. Sünden des munds 23a.

jetz sicht mans ouch in tütschem land.
S. Brant Narrensch. 92, 32.

und mir so vil schand und laster in aller tütschen nation zugelegt Murner Luther. narr s. 3.

und hab gehört von einer not
die ietz im tütschen land uf got 1714.

im allem ganzen tütschem land 1832.

sie sind aus teutschem land geborn. Laurin 1625 Schade.

und (Lucifer) sagt 'es ist ein pöses volk auf erden
in deutschem land, das nennt man die lanzknechte'. Meisterlieder Berlin. hs. 23. nr. 208.

das er von stund an eine schrift,
underschrieben mit eigner hand,
dem adler schickt ins deutsche land.
Alberus 166.

gut spruch in die reimen zu richten
auf recht gut teutsche poetrei
H. Sachs 4. 1, 3b.

teutscher man ist auch gelert,
darumb sei in die er beschert.
Wittenweiler Ring 46d, 3.

deutscher landsknecht
Fuchs Mückenkr. 1, 706.

wol einer teutschen meilen breit Ecke 239 Schade.

[Bd. 2, Sp. 1044]


mancher herr helt mehr auf einen frembden esel, als auf ein gut teutsch rosz im stall Lehmann 140. heilger Erwin, wenn der deutsche kunstgelehrte dein werk mit dem unverstandenen worte verkleinert, da er gott danken sollte laut verkündigen zu können 'das ist deutsche baukunst, unsere baukunst' Göthe 39, 347. einen groszen reiz musz die bauart haben, welche die Italiäner und Spanier schon von alten zeiten her, wir aber erst in der neuesten die deutsche genannt haben ders. auf deutscher seite der französischen grenze gegenüber 40, 318.

diese hungerleider
die nach dem segen unsers deutschen landes
mit neidesblicken raubbegierig schauen.
Schiller 340a.

gleich wie eine lerche schwingt mein herz
sich wieder jubelnd himmelwärts
und grüszet rings das grüne land,
das liebe deutsche vaterland
R. Reinick.

deutsche ströme, mein geleite,
Neckar und vor allen
Main, mein wohlgefallen
Rückert 179.

man hebt rühmend damit hervor was Deutschland eigenthümlich ist.

die deutschen stecher Theuerd. 105, 8,

die im turnier auf deutsch stechen, entgegengesetzt den welschen 102, 75. es hat mich gefrewet zu sehen, dasz man noch nach altem deutschen brauch mit fackeln getanzt hat Elisab. v. Orleans 116. 'hier', sagte Therese, 'unter diesem deutschen baume (dieser groszen eiche) wilf ich Ihnen die geschichte eines deutschen mädchens erzählen Göthe 18, 249. mit deutschem tanz wird der walzer gemeint, der nur in Deutschland getanzt wird. tanzt man gar nicht mehr teutsche tänz in Teutschland, dasz man jetzt drüber lacht? Elisab. v. Orleans 98.

im luftgen deutschen tanz
Göthe 1, 19.

gewöhnlich wird nur der deutsche gesagt, mit der liebenswürdigsten freimütigkeit von der welt versicherte sie mir, dasz sie herzlich gern deutsch tanze. 'es ist hier so mode', fuhr sie fort, 'dasz jedes paar das zusammengehört, beim deutschen zusammenbleibt' 16, 32. aber eins, Evchen, must du mir, wenn wir wieder auf den ball fahren, versprechen, dasz du mir keinen teutschen mit jemand anders als mit mir tanzest H. L. Wagner Kindermörderin 17.

es bleibt des festes schönster kranz
ein freudig paar im deutschen tanz.
Arnim Schaubühne 3, 110.

von der deutschen kunst sagt Schiller

kein augustisch alter blühte,
keines Medicäers güte
lächelte der deutschen kunst;
sie ward nicht gepflegt vom ruhme,
sie entfaltete die blume
nicht am strahl der fürstengunst.
von dem gröszten deutschen sohne,
von des groszen Friedrichs throne
gieng sie schutzlos, ungeehrt 82b.

die deutsche sprache wird in ihrem werth erkannt. mit guten feinen deutschen worten Luther 3, 437.

sintemal wir reimenweis unterstan ein ungepflegts dinge,
das auch die teutsche sprach süsziglich wie griechische springe
Fischart Gargan. 39b.

will versuchen ob er (Livius) in teutscher sprach lieblich zu hören, süszlich lauten oder icht fruchtbars entspringen wöll Schöfferlin 1.

was hilfts dasz deutscher mund das deutsche redet rein,
hingegen wann der sinn gleichwol wil griechisch sein?
Logau 3. 157, 11.

und wann von alters einer die redliche teutsche sprache also verketzert und radbrecht geschrieben Simpliciss. 1, 690.

dörfts denn der dritt poet nicht wagen
in seiner deutschen sprach zu sagen
von einem grawsamern streit?
Fuchs Mückenkr. 3, 20.

und so möcht ich alle freunde
jung und alt in eins versammeln,
gar zu gern in deutscher sprache
paradieses worte stammeln
Göthe 5, 270.

es ist doch was stolzes um die deutsche sprache, rauscht so vornehm durch die gurgel und gellt kräftiger und voller ins ohr als das französische nasengeleier Sturz 2, 410.
sie bezeichnet den umfang des reichs.

das (welsche buch) hab ich gemacht z diser frist,
das es teütsche zung (das deutsche volk) vernimpt.
H. Vintler in Haupts zeitschrift 9, 111.

[Bd. 2, Sp. 1045]



mein vertrag erheischts,
dasz alle kaiserheere mir gehorchen,
soweit die deutsche sprach geredet wird.
Schiller 344a.

(er weisz) dasz éine burg ihm ragt noch fest, der deutschen sprache einheit
A. Grün Ged. 251.

getrost! noch steht die schönste burg, der deutschen sprache veste 253.

einen die Franzosen nachahmenden narren läszt Gellert sagen 'ich weisz nicht, es klingt im deutschen alles so hölzern. man kann in dieser wendischen sprache gar keinen charmanten gedanken anbringen. serieusement, wenn ich ein groszer herr in Deutschland wäre, so dürfte kein mensch deutsch reden als die fuhrleute. die deutsche sprache ist zur fuhrmannssprache geboren 2, 250.
2. deutsch bezeichnet das edle und treffliche, und diese bedeutung wurzelt in der unauslöschbaren liebe der deutschen zu ihrem vaterland und in dem gefühl von dem geist der es belebt. ein deutscher mann ist ein tüchtiger, redlicher, tapferer. deutsche treue soll nie gebrochen werden. ein deutsches gemüt ist ein tiefes, wahrhaftes. wer mit solchem verstand zum sacrament gehet das er die wort deutsch oder deutlich im herzen hat Luther 3, 56.

und hoff in Philipps Hessen mut
das sei in ihm ein teutsches blut Klagred
Hutteni C ij.

ich frag 'wo ist der Teutschen mt?
wo ist das alt gemüt und sinn?
E.

is dütschem blot ein schande,
wo ment nicht wreken (rächen) dot
Uhland Volksl. 942.

deshalb sich deutscher treu geflissen.
Fischart Schiff 1005.

Ubo wil dasz er verscheide
auf gut deutsch, auf grüner heide
Logau 1. 116, 92.

dessen from und deutscher mut
Weckherlin 385.

hierin singt fama falsch von anstand und von friede,
ihr sinn sei dieser denn, dasz weil die welt ist müde
der alten deutschen trew, nur mit betrieglichkeit
man habe stäten fried und krieg mit redlichkeit.
Logau 1. 3, 4.

aber damit wir der abwesenden auch gedenken, mein ehrlicher alter teutscher degenknopf, auf deines seligen herrn hofmeisters gesundheit! Schulfuchs 215. auf guten teutschen glauben Stieler 2277.

wo deutsche treue sich beim deutschen handschlag findet.
Hagedorn.

der irrthum alter deutscher treu
ist mit der alten zeit vorbei ders.

wir drei sind unser werth und jener
deutschern zeit da du, edler alter (rheinwein),
noch ungekeltert, aber schon feuriger
dem Rheine zuhiengst
Klopstock 1, 112.

sie erfinden den deutscheren plan 2, 161.

(die Hermannsschlacht) gerecht überdacht und kühn wie jemals eine für die freiheit und deutscher als unsere berühmtesten ist es, die gemacht hat dasz wir unerobert geblieben sind 8, 65. unwürdiger bruder des mannes, der deutscher war als wir alle sind 9, 341.

wahrlich wäre die kraft der deutschen jugend beisammen
an der gränze, verbündet nicht nachzugeben den fremden,
o sie sollten uns nicht den herrlichen boden betreten
und vor unseren augen die früchte des landes verzehren.
Göthe 40, 268.

edle deutsche häuslichkeit
übers meer gesendet,
wo sich still in thätigkeit
häuslich glück vollendet 47, 208.

ein deutschgekleideter mann Klinger 3, 31.

selbst (aus eigner kraft) in der künste heiligthum zu steigen
hat sich der deutsche genius erkühnt
Schiller 99b.

dasz dich der vaterländsche geist begleite,
wenn dich das schwanke bret
hinüberträgt auf jene linke seite,
wo deutsche treu vergeht 101a.

umgürte dich mit dem ganzen stolze deines Englands, ich verwerfe dich, ein deutscher jüngling 187b. fort! fort! fort! indesz unsere deutsche knochen scharten in ihre klingen schlagen Schiller 174a. deutsche hiebe! 174b. die deutsche keuschheit J. Paul Herbstblumine 3, 37.

singe wem gesang gegeben
in dem deutschen dichterwald,
das ist freude, das ist leben,
wenns von allen zweigen schallt
Uhland Ged. 54.

in den frischen eichenhainen
webt und rauscht der deutsche gott 55.

[Bd. 2, Sp. 1046]



so denken wir an die wilde schlacht,
da fechten die deutschen männer 93.

dir möcht ich diese lieder weihen,
geliebtes deutsches vaterland 100.

verpflanz auf deine jugend
die deutsche treu und tugend
zugleich mit deutschem wort 102.

ein banner sich nicht beugen läszt, der deutschen treue reinheit
A. Grün Ged. 251.

und halt es vor ein grosz lob, wenn man sagt dasz ich ein teutsch herz habe und mein vaterland liebe. disz lob werde ich, ob gott will, suchen bisz an mein ende zu behalten. ich habe nur gar zu ein teutsch herz, den ich kan mich noch nicht getrösten über was in der armen Pfalz vorgangen, darf nicht daran denken, sonsten bin ich den ganzen tag trawrig Elisab. v. Orleans 12. ein rechter guter feiner mensch, ich mag ihn recht wol leiden: er scheint noch auf den rechten alten teutschen schlag zu sein, wie die leute so gut waren, zu meiner zeit sein gewesen 83. graf Degenfelt aber macht Ihr mich lieb haben, weilen er einen aufrichtigen deutschen sinn hat 270. ich bin nicht mit euer elste (ältesten) niepce zufrieden, sie musz kein deutsch gemüte haben, weilen sie nicht dankbar ist 274.

ich kenne dein verdienst, du kennest meine treu,
die deutsch und ehrlich schreibt und sonder heuchelei 466.

ich bin zwar schlecht doch deutsch, das ist von treuem herzen 1121.

deutsche treue thut ihr antlitz kund
Fr. Kind Gedichte.

deutsches herz, verzage nicht,
thu was dein gewissen spricht
E. M. Arndt.


3. gelegentlich erhält es ironische bedeutung.

Tempelherr. weib, macht mir die palmen nicht
verhaszt, worunter ich so gern sonst wandle.
Daja. so geh, du deutscher bär, so geh! und doch
musz ich die spur des thieres nicht verlieren.
Lessing 2, 225.

ebenso steckte Melina als kammerjunker oder kammerherr die grobheiten ein, welche ihm von biedern deutschen männern hergebrachtermaszen in mehreren beliebten stücken aufgedrungen wurden Göthe 18, 249. ein fest ohne essen und trinken ist wenigstens kein deutsches fest Kotzebue Dramat. spiele 3, 359. der deutsche Michel, ein biederer, gutmütiger, aber unbeholfener, unwissender, geistig beschränkter mensch, ist eine altherkömmliche benennung. in nötigen sachen aber könden sie (die weiber) weniger dann der teutsch Michel Frank Sprichw. 1, 24b. ein einfeltiger deutscher Michel richt kein ketzerei an Henisch 684b. heuchelstu nicht mit, sondern wirst als ein redlicher deutscher Michel frei durch gehen und aus gutem herzen alles meinen, reden und thun wollen Philander 1, 12. ein deutscher Michel idiota, indoctus Stieler 2277. ich wuste damal weniger als der deutsche Michel was ein secret (abtritt) war Simpliciss. 2, 17. Göthe schildert ihn mit humor,

lasz den witzling uns besticheln,
glücklich, wenn ein deutscher mann
seinem freunde, vetter Micheln
guten abend bieten kann.
wie ist der gedanke labend,
solch ein edler bleibt uns nah!
immer sagt man 'gestern abend
war doch vetter Michel da' 1, 165.


4. in gutem sinne heiszt deutsch reden offen, deutlich, derb, rücksichtslos sprechen, kein blatt vor den mund nehmen, wie man latine loqui sagt und à la françoise. er spricht deutsch von der leber weg. es ist mir lieb, wenn er kommt und noch lieber, wenn er wegbleibt: auf gut deutsch gesagt, er ist mir unerträglich.

seit das ich dirs als deutsch sol erklern. Fastnachtsp. 323, 14.

und sag dir tütsch wie ich das mein.
S. Brant Narrenschiff 83, 21.

wenn du mirs nit teutsch wilt rausz sagn.
J. Ayrer Trauersp. 77a.

wilt das ichs teutscher sagen sol.
H. Sachs 1. 5, 479c.

also dasz Grippepinalt von Strobeldorn ihm gut rund teutsch unter die nasen sagt 'herr' u. s. w. Fischart Garg. gut teutsch nudis verbis dicere Schönsleder Ff 5. mein deutsches maul und ehrlich herz Schuppius 263.

ich wolt ein solchs spiel richten an
und dirs so deutsch herauszer sagen.
Eyering 3, 395.

[Bd. 2, Sp. 1047]


dasz Springinsfeld seit er mich bei ihm hätte, oder teutscher zu reden, seit ich ihn zu mir genommen Simpliciss. 2, 202. ich will dirs auf gut teutsch sagen serio et extra jocum tibi dicam Stieler 2277. Günther 432. diesem schreibt man zu dunkel, jenem gar zu deutsch Opitz.

deutsche mühen sich jetzt hoch, deutsch zu reden fein und rein:
wer von herzen redet deutsch, wird der beste deutsche sein
Logau 2, 162 (13).

mein freund, du kennst mich schon und weiszt ich lebe frei
und will auch dasz mein vers mir dieszmal ähnlich sei
und dir, doch im vertraun, bei deiner neuen plage
(was ist der ehstand sonst?) die deutsche wahrheit sage.
Günther 455.

ich bin immer so liebreich, dasz ich eine nachlässigkeit mit einer unmöglichkeit und eine kleine mühe mit einer beschwerlichen arbeit vermenge. deutsch zu sagen, ich vergebe mir immer mehr als andern leuten, und wenn ich in allen stücken streng bin, so hör ich doch gemeinlich am liebsten bei mir auf Gellert 6, 284. es (das volk) scheint auch zur handelschaft oder deutsch zu reden, zur betrügerei gemacht zu sein Lessing 1, 315. ich hätte mich nimmermehr unterstanden, die sache so deutsch heraus zu sagen Wieland 11, 306. deutsch und verständlich! Schiller 193b. wo will das hinaus, rede deutscher 133.
Luther gebraucht undeutsch geradezu für unverständlich, so ich nu nicht weisz der stimme deutung, werde ich undeudsch sein dem der redet, und der da redet wird mir undeudsch sein 1 Cor. 14, 11.
5. die deutsche sprache wird noch bestimmter die deutsche muttersprache genannt. zumal dieselbe (person) für der einmischung fremder wörter in der deutschen muttersprache einen rechten abscheu treget (brief von 1648) Krause Erzschrein der fruchtbringenden gesellschaft 65. aber sie wird durch deutsch schon allein bezeichnet, man sagt ein deutsches buch, eine deutsche abhandlung, die deutschen schriften der academie. Theologia deutsch heiszt der titel eines in deutscher sprache geschriebenen büchleins theologischen inhalts aus dem 14ten jahrhundert. der deutsche Homer kann sowohl die deutsche übersetzung des griechischen gedichts sein, als ein deutscher dichter der mit dem Homer verglichen wird. im ahd. diutiska f. (Benecke 1, 326a), im mhd. sagte man zwar diutschiu zunge sprache rede, aber man gebrauchte als subst. tiutsche f., das jetzt, wie das adv. diutschen, nicht mehr vorkommt. wir verwenden das neutr. des adject. substantivisch, das auch schon im mhd. erscheint. er lernt deutsch. er versteht kein deutsch. ihn hilft sein deutsch gar nichts. er spricht ein schlechtes deutsch, und unser deutsch ist nicht besser. man sagt das ist, das heiszt zu deutsch, auf deutsch.

darumb han ich es ze tütsch gebracht.
H. Vintler in Haupts zeitschr. 9, 111.

das würt genant scurrilitas, das ist als vil gesagt ze teutsch als spötterei Keisersb. Sünden des munds 53a.

wer wolt dan sagen aller gemein
warumb wir schriben tütsch allein
oder andre sprach und nit latein?
Murner Luther. narr 1263.

darumb ich das zu tütsch beschreib
das es im tütschen land bleib 1309.

cetus zu deutsch ist ein walfisch. Meisterlieder Berlin. hs. nr. 189.

ein hübsche histori, die ich ausz latein zu teutsch gebracht hab Albr. v. Eybe 48a. nacht einen menschen z eim dieb und z sacrilegum, daz hat auch kein eigen tütsch dafür gibts kein deutsches wort Keisersb. Sünden des munds 22a. und die vers halten in dem tütschen also vil in 27a. und es ist nomen hebreum, in latin Transiliens, aber in teutschem so bedeut es Jhesum Christum unsern herren 86a. das latin bringt etwan solchs erberlich vor, das das teutsch nit vermag, und hinwiderumb so bringt etwan das teutsch herfür, das das latin nit vermag 61b. der hapch (habicht) hat den kropf verdruckt, das ist z grobem teüsch verdewt, aber unweidmännisch geredt J. Hel. Meichszner Handbüchlin grundtlichs berichts recht und wolschreibens (Tüwingen 1556) bl. 52b. derwegen, da man in (den Rabelais) wolt in teutsch haben, hab ich ihn ebenso mehr in teutsch wöllen verkleiden frei übersetzen Fischart Garg. 16.

und von deim gedicht nu etwas schreiben,
doch auf gut teutsch und kein latein,
wan was teutsch anfängt, soll teutsch sein. ders. Kehrab 84—86.

[Bd. 2, Sp. 1048]


ich nennete mich Janco und konte ziemlich teutsch lallen, aber ich liesze michs aller Böhmen brauch nach drumb nicht merken Simpliciss. 2, 121. da ich ja mein teutsch schir selber vergesse. das kompt mir aber vor, dasz unser gute Teutschen als französch schreiben wollen als wen man nicht auf teutsch schreiben könte. ich fürchte das teutsche wird sich endlich so verlieren dasz es keine sprache mehr sein wird Elisab. v. Orleans 83.

auf deutsch ist welt ein weib, lateinisch ist sie mann:
drum siht man wie jetzt mann, jetzt weib ihr buhlen kann.
Logau 1. 6, 26.

das in gutem teutsch nett besungene Queitsch.
Günther 1159.

ich rede oft als wenn kein mensch deutsch verstünde Herder in Mercks briefen 1, 37.

nur ein einzig talent bracht ich der meisterschaft nah,
deutsch zu schreiben, und so verderb ich unglücklicher dichter
in dem schlechtesten stoff leider nun leben und kunst.
Göthe 1, 355.

der deutsche ist gelehrt,
wenn er sein deutsch versteht 3, 147.

'redet deutsch', versetzte der dachs, 'damit ichs verstehe'. 40, 48.

während der zeit unserer freundschaftlichen verbindung schrieb er deutsch, und welch ein wahres, kräftiges deutsch 19, 240.

das heilige original
in mein geliebtes deutsch zu übertragen 12, 65.

er hat verschiedene jahre der kantischen philosophie gewidmet, deutsch deshalb gelernt und sich den sprachgebrauch des Königsberger weisen zu eigen gemacht 38, 246. s'cha dütsch Hebel 305.

dem Britten
der nur nichts deutsches lesen kann
Schiller 26b.

all ihr andern, ihr sprecht nur ein kauderwelsch, unter den flüssen
Deutschlands rede nur ich (Elbe), und auch in Meiszen
nur, deutsch 97a.

das beste deutsch ist das von herzen geht Simrock Sprichw. 1554. wenn ich nicht das liebe biszchen deutsch könnte, so könnt ich nichts 1554. dem gemeinen mann macht die sprache einen Deutschen aus, und deutsch sein heiszt deutsch verstehen oder sprechen. einem etwas deutsch, deutscher machen, es ihm erklären Schmeller 1, 406. gut deutsch, rein deutsch die gebildete höhere regelrechte sprache. so darf man nicht schreiben, es ist nicht gut deutsch, es ist undeutsch. er schreibt ein ehrliches deutsch ein schlichtes ungeziertes. er spricht geläufig deutsch. er spricht das deutsche gut. er konnte kaum noch ein richtiges deutsch Gutzkow Ritter vom geiste 6, 279.

ein deutscher Wahl ist ein lebendiger teufel.
Petri Sprichw. T ij.


Man unter scheidet hochdeutsch, die gebildete veredelte schriftsprache, oberdeutsch und niederdeutsch, plattdeutsch, die volkssprache im südlichen und nördlichen Deutschland mitteldeutsch (schon im 14ten jahrhundert, s. Serapeum 11, 62), altdeutsch, neudeutsch.
6. sprichwörter.

deutscher mann, ehrenmann
Simrock 1545.

deutscher sinn ist ehrenpreis,
deutsches herz vergiszmeinnicht,
deutsche treue augentrost 1550.

nicht zu starr und nicht zu zart,
ist so deutscher schlag und art 1551.

deutsch und gut 1552.


 
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deutschdeutsch, deutsches deutsch. teutschteutsch sive meisterteutsch tersus, subtilis, verus et sincerus loquendi modus Stieler 2277.
 
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deutsche, der deutsche, die deutsche, ein deutscher, eine deutsche, das adj. als substantivum gebraucht, Germanus. im ahd. gilt das adj. diutisk noch nicht als name des volks, aber im altnord. kommt þydskr Deutscher vor. im ags. bedeutet þeodisc gens, populus, im engl. Dutch einen Holländer. im mhd. ist der Diutsche, Tiusche, die Diutschen selten. Benecke hat (1, 326b) nur drei stellen, eine aus der Kaiserchronik gehört ins 12te jh. es kommt darin noch eine andere vor,

die Diutisken ne wolden niht in daz gedrenge 103b pfälz. hs.

zu der zweiten von Walther gehört noch eine von Freidank,

zAkers ist mir wol erkant
spîse luft liute unt lant:
diu sint den Tiuschen dâ gehaz 156, 18.

[Bd. 2, Sp. 1049]


in der zweiten fortsetzung der Kaiserchronik die bis zum jahr 1274 geht,

die Tiutschen heten doch den muot 18156.

dô die Tiutschen des verdrôz 18182.

hernach ist es häufiger. Dutscher Alamanus, Germanus Voc. incip. teut. d 3. Germanus ein Teutscher Dasyp. 86a. Teutschen Alemanni, Germani 440b.

der (könig Ludwig von Ungarn) gevelt mir wol in sein tagen,
die weil er hat die Deutschen wert
Suchenwirt 29, 245.

die werden Deutschen alle 36, 48.

den Teutschen musz man diesen rauch
von d'augen blasen, der sie blindt.
Ulrich v. Hutten Klagred A iij.

hört z, ir Teutschen, was ich sag D ij.

ach gott in deinem himelreich,
wie bin ich gar keim Teutschen gleich.
Gengenbach 320, 362.

Teutscher Teutonicus Maaler 400b. Deutscher, Deutschen pl. Henisch 684. eine Teutsche theotiscae originis mulier Stieler 2278. er ist ein ehrlicher Teutscher pectus fidelissimum ders. ein alter Deutscher vir antiqua virtute et fide ders.

der Tütschen lob was hochgeert
und hat erworben durch solch rm
das man in gab das keiserthm,
aber die Tütschen flissen sich
wie sie vernichten selbst ir rich.
damit die studt (stuterei) zerstörung hab,
bissen die pferd ir schwänz selbst ab arbeiteten selbst an ihrer vernichtung
Brant Narrensch. 99, 140.

ob wir etwas mochten raten
zu disen klegelichen daten
das nit wir Tütschen also machten
blt vergieszen, fintlich schlachten,
und selbs einander wölln bringen.
Murner Luther. narr 3602.

gemeinlich ist der Walchen sag,
als ich gehört hab manchen tag,
der Tütsch kein acht des endts nit hab,
bisz das geschehen ist der schad,
dann wil er erst gon lang z rot (rat),
so ist es im worden z spot (spat)
Gengenbach 1, 10.

kein Welscher ist den Teutschen hold 21, 334.

denn man die Walhen gemeinlich find
das sie alsam so gesinnt,
der edlen Teutschen mannlich that
belachen und irn guten rat
Waldis Esopus 229a.

ein schlosz baut keiser Trajan
auf das fürthin sein wurd gedacht,
wie er den Deutschen hett mit macht
daselbst gewunnen an die schlacht
und unter sich die Deutschen bracht
Alberus 123.

der Deutsch aber läszt vor allen
was frembd ist sich besser gefallen:
lernt frembde sprachen reden, schreiben;
sein muttersprach musz veracht bleiben.
Rollenhagen Froschm. A v.

dapfere meine Teutschen, adelich von gemt und geblüte.
Fischart Garg. 39a.

wiewol dItaliener sagen
dasz die Teutschen ir hirn tragen
auf den fingern, ihr witz, verstand
allein erweisen in der hand:
seien unglert und unerfahren;
da sie aber die warheit sparen.
komm, welsch cumpan, sieh dich hie umb,
der Teutsch vor dir wirdt haben ruhmb.
Fischart bei
Weller 71.

in wahrheit zu bekennen, so deucht mich dasz es nun so toll in Teutschland zugeht, als wenn die Teutschen keine Teutschen mehr wären Elisab. v. Orleans 81. warumb schreibt euch das Wilhelml französisch, ihr seid doch beide Teutsche 82. er war einer Deutschen nur vermählt Lessing. der Deutsche der hierbei nichts fühlt, mag meinenthalben gar so sehr verfeinert sein, dasz er überhaupt klein vom vaterland denkt Wieland 12, 143.

der Deutsche kennt den Deutschen bald,
am offenen gesicht,
am auge das in liebe wallt,
am ton in dem er spricht
J. M. Miller 41.

ob sich gleich auf deutsch nichts reimet,
reimt der Deutsche dennoch fort
Göthe 1, 163

hier stand unser tisch, den Deutsche vertraulich umgaben. 1, 281.

Deutsche selber führ ich euch zu in die stillere wohnung,
wo sich, nah der natur, menschlich der mensch noch erzieht 1, 331.

klein ist unter den fürsten Germaniens freilich der meine,
kurz und schmal ist sein land, mäszig nur was er vermag:
aber so wende nach innen, so wende nach auszen die kräfte
jeder, da wärs ein fest Deutscher mit Deutschen zu sein. 1, 357.

[Bd. 2, Sp. 1050]



freunde, treibet nur alles mit ernst und liebe, die beiden
stehen dem Deutschen so schön, den ach! so vieles entstellt 1, 399.

was auch der pfaffe sinnt und schleicht,
der prediger steht zur wache,
und dasz der erbfeind nichts erreicht,
ist aller Deutschen sache 3, 146.

um einem Deutschen zu gefallen,
spricht eine houri in knittelreimen 5, 263.

es vergieng kein tag dasz Ihr dem mädchen nicht etwas schenktet, und wenn der Deutsche schenkt, liebt er gewis 20, 225. doch können wir, als echte Deutsche, uns doch nicht losmachen von vorsätzen und aussicht auf arbeit 27, 284. wie sehr ich als ein starrer Deutscher von der spanischen anmuth entfernt bin, fühl ich diesmal Briefe an frau v. Stein 3, 351.

seht so schützt die natur, so schützen die wackeren Deutschen,
und so schützt uns der herr: wer wollte thöricht verzagen? 40, 243.

aber ach! wie nah ist der feind! die fluten des Rheines
schützen uns zwar; doch ach! was sind nun fluten und berge
jenem schrecklichen volke, das wie ein gewitter daherzieht!
denn sie rufen zusammen aus allen enden die jugend
wie das alter, und dringen gewaltig vor, und die menge
scheut den tod nicht; es dringt gleich nach der menge die menge.
ach, und ein Deutscher wagt in seinem hause zu bleiben?
hofft vielleicht zu entgehen dem alles bedrohenden unfall? 40, 268.

nicht dem Deutschen geziemt es, die fürchterliche bewegung
fortzuleiten und auch zu wanken hierhin und dorthin.
'diesz ist unser!' so lasz uns sagen und so es behaupten. 40, 337.

nein, ein Deutscher soll nicht lügen 57, 234.

rühmend darfs der Deutsche sagen,
höher darf das herz ihm schlagen,
selbst erschuf er sich den werth
Schiller 82b.

ringe, Deutscher, nach römischer kraft, nach griechischer schönheit!
beides gelang dir: doch nie glückte der gallische sprung. 94a.

bären, die Deutschen! pflanzten sich vor den alten wie felsen 175a. diese Deutsche (Lenette) war wie der Deutsche, der hinter jeder rakete und pulverschlange der laune einen besonderen satirischen kernschusz sucht J. Paul Siebenkäs 4, 92.

wenn so der sprache mehrung,
verbesserung und klärung
bei dir von statten geht,
so wird man sagen müssen
dasz wo sich Deutsche grüszen
der athem gottes weht
Uhland Ged. 102.

bis einer dem die zeit zu lang,
auf ihn den krummen säbel schwang,
da wallt dem Deutschen auch sein blut 383.

Sprichwörter. bei Henisch 684, Deutsche haben gemeineklich lange silben und kurze worte.

gerecht und freundlich, redlich, fromm,
da herz und mund übereinkommt,
die Deutschen weiland sind gewesen,
jetzt kann für falschen niemand genesen.

bei Simrock, gott läszt keinen Deutschen verderben 1546. gott verläszt keinen Deutschen, hungert ihn nicht, so dürstet ihn doch 1547.

wer im krieg will unglück han,
fang es mit den Deutschen an 1548.

die Deutschen kriegen mit eisen, nicht mit gold 1549. was macht der Deutsche nicht für geld? 1555.
 
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deutsche, das neutrum des adj. substantivisch gebraucht bezeichnet das eigenthümliche deutsche wesen; vergl. deutsch 5. ebenso war die abneigung Friedrichs (des groszen) gegen das deutsche für die bildung des literarwesens ein glück Göthe 25, 105. die feinere welt hat das gerade deutsche von ihm noch nicht abgerieben Klinger 1, 377.
 
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deutschen ,
1. wie verdeutschen, ausdeutschen, bedeutschen Schmeller 1, 406. ist wider geistlichkeit, wider erberkeit (contra religionem): lat sich da nicht tütschen Keisersb. Sünden des munds 24a. ausz latein von doctor Henrico Steinhöwel schlecht (schlicht) und verstendtlichen geteutschet Steinhöwel Vorr. (1555). darumb hab ich geteutscht kindschaft und nicht kindheit Luther 1, 94b. ignorantia welches wir müssen deutschen unschuld 3, 254b. hat herr Leonhart begert das zu deutschen 3, 417. und ich gedeutscht habe 4, 16. denn das Mose wart gedeutscht 'eisen und erz sei an deinen schuhen' hat eigentlich diesen verstand

[Bd. 2, Sp. 1051]


Mathes. 2a. die kleider kan ich nit wol teutschen Frank Weltb. 36b.

wie man sie (die sprichwörter) teutscht nach dem latein.
Eyering 1, 412.

wie das wort tessera versirt,
welchs mancherlei geteutschet wird 2, 229.

von wenig worten in latein
die weitleuftig zu deutschen sein 2, 472.


2. erklären, auslegen, verständlich machen, ich kan die species nicht basz teutschen Keisersberg Postille. und erstlich als auf dem gehalten reichstag zu Freiburg im Breisgau (1498) etlich artikel unsers künigklichen landfriedens des erstgehaltenen reichstag zu Worms aufgericht, weiter geteütscht und erklert sind Reichstagsabsch. Augsb. 1500 B iija. Schmeller führt 1, 406 aus den bairischen landtaghandlungen folgende stellen an, dasz den ambtleuten des fürstenthums Baiern dieselbig pflicht bas geteutscht werde Landtag von 1514 s. 500. solche schraufworte wollen sich auf eine fehde und verwahrung ziehen, mögen auch wol für keine gedeutscht werden bair. landtaghandlungen von Krenner 9, 65. nun wolle er zu besserm verstand den artikel deutschen 14, 275. wer teutschet uns das teutsche? wer erklärt uns schlechtes undeutsches deutsch? Stieler 2278. ausdeutschen ist oben 1, 844 bemerkt, Schmeller führt aus den landtaghandl. 14, 66 bedeutschen an.
3. sich wie ein deutscher anstellen, deutsches wesen annehmen,

und wer franzet oder brittet,
italiänert oder teutschet,
einer will nur wie der andre
was die eigenliebe heischet
Göthe 5, 110.


 
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deutscher für teufel bei ausrufungen. tausend deutscher! wofür halten Sie mich Hermes Sophiens reise 4, 100. das taugt den deutscher nicht! 6, 588. wo der deutscher! bist du mit einem mahle hergekommen? Michaelis Poet. werke 4, 105.

dasz dich der deutscher! ein pabst der jagt
mir gar recht zum segen behagt
Arnim 19, 406.

man sagt auch deutsch! pfui deutsch! Frisch 2, 170b. s. deikert.
 
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deutscherweise, adv. nach deutscher art. er ist weit mehr poet als philosoph, verachtet aber deutscherweise die poesie so wie alle kunst Tieck 15, 305.
 
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deutschfranzos, m. der mit einmischung französischer wörter das deutsche auf französische weise ausspricht. diese kauderwälsche sprache ist in den gedichten des Deutschfranzosen gut durchgeführt. J. Paul sagt die deutschfranzen Vorsch. der ästh. 3, 19.
 
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deutschfranzösin, f. freilich kommen die meisten Deutschfranzösinnen auf unschuldigen wegen zu diesen französischen geburten J. Paul Herbstblumine 3, 24.
 
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deutschfrei, adj. und adv. dieses darf nicht vom verfasser, so deutschfrei er sonst hier spricht, genannt werden J. Paul Freiheitsbüchlein 123.