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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
derhalben bis dermasz (Bd. 2, Sp. 1017 bis 1019)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) derhalben, qua de causa, quapropter Maaler 89c. eam ob causam Henisch 680. von halben war bei deinthalben die rede. bei Ringwaldt l. w. 23, 19, H. Sachs 4. 1, 1a, Wickram Rollwagen 44, Olearius Pers. baumgarten 2, 13. 7, 4 und öfter, Chr. Weise Kl. leute 280. derhalben ausz dieser ursach alle sorg zurückschlagen sollt Galmy 23.

derhalben dein ich wol empir Laurin 1922.

auf heut z einem künig salbn
disz öl mit mir genommen derhalbn.
Schmelzl Saul 19b.

manche feste wehrliche statt derhalben in die aschen gelegt Kirchhof discipl. milit. 1. gieng derhalben wieder hinauf in sein schlafkammer Luther 3, 404. warumb sprachstu denn sie wäre deine schwester? derhalben ich sie mir zum weibe nemen wolt 1 Mos. 12, 19. derhalben sind meine lenden vol schmerzens Jesaia 21, 3. derhalben werfen sie ir netze noch immer aus Haba. 2, 1. der geist des herrn ist bei mir, derhalben er mich gesalbet hat Luc. 4, 18. denn euer gehorsam ist unter jedermann auskommen, derhalben freue ich mich über euch Röm. 16, 19.

derhalben sag ich dir jetzt dank
Waldis Esopus 193b.

derhalben weichet, ir poeten Fischart Schiff 83. 143. 481. 577. 655. Garg. 52b. 157b. derhalben und dieweil er merket Garg. 60b. derhalben laszt es ewer lieb nicht verschmehen 35b. derhalben ward ich zur ergribelung dieser antiquitet erfordert 33a. welche leut zörnen eher? die kleinen. derhalben laszt das vöglein sorgen 52b.

derhalben in der kirchen saszen
Rollenh. Froschm. Rr v.

wacklen derhalben hin und her Xx iij.

[Bd. 2, Sp. 1018]


wie greulich sie mich angefeindet, wil derhalben nach Dordrecht gehen Schuppius 405. die leute leider auf dieselbige (calender) leider mehr als auf gottes wort achtung geben und sich derhalben keiner sünden fürchten 614.

derhalben, o ir musae zart,
ich mach mich auf ein weite fahrt.
Fuchs Mückenkrieg 1, 53.

derhalben fiel uns letzlich ein Ganskönig F ij.

Frisch 1, 192b kennt es noch. wir können dieses klar machen ohne derhalben ein anderes masz zu hülfe zu nehmen Kant 8, 198 (1747). jetzt ist es veraltet. s. DWB derohalben.
 
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derjenige diejenige dasjenige, ille illa illud. schon im mhd. ward zuweilen der bestimmte artikel vor jener gesetzt und im 15 ten jh. fieng man an die schwache form des pronomens zu gestatten, wie schon bei dem artikel der 24 bemerkt ist. der anstosz den man an dieser unorganischen form nahm, mag die bildung von jenig veranlaszt haben. ein jetzt veraltetes jenig für aliquis, quidam kommt im niederd. (Brem. wb. 2, 692) vor, auch Stieler setzt jeniger und jeniges an, sagt aber es habe allezeit den artikel vor sich 632, so auch Frisch 1, 486a. der dat. pl. lautet der regel gemäsz denjenigen, doch erlauben sich einige denenjenigen, wovon oben (sp. 960) beispiele gegeben sind.
Zuerst erscheint es im 16 ten jahrh., wo man noch den artikel abtrennte. und er ist der jenig, der uns das ärgst beweisen thut Aimon Oij. das jenig ich jetzt th. Luther gebraucht es öfter, wer solt euch darinnen gehorchen? wie das teil der jenigen, die in streit hin ab gezogen sind, so sol auch sein das teil der jenigen, die bei dem geräte blieben sind 1 Samuel 30, 24. sihe, die jenigen, so es nicht verschuldet hatten den kelch zu trinken, müssen trinken, und du soltest ungestraft bleiben? Jerem. 49, 12. alle die jenige (mit der starken form) die da halten Fischart. dan diejenige machte uns solche (tapezereien), die sich vor alters vermasz mit der Minerva selbst um die wette zu spinnen Simpliciss. 1, 2. alles dasjenige, was durch viele mühe zu wege gebracht würde das. das ist derjenige, wovon wir redeten Stieler 632. wir sind diejenigen nicht (tales non sumus), wofür ihr uns haltet ders. diejenige freiheit, die ich mir herausnehme, groszen männern zu widersprechen Kant 8, 7. sie schwiegen eine lange zeit: dasjenige was sie empfanden, war über allen ausdruck Wieland. unter dem guten ist dasjenige zu verstehen, worin die vernunft eine angemessenheit zu ihren theoretischen oder practischen gesetzen erkennt Schiller.
 
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derlei, soviel als dergleichen. über lei s. die anmerkung zu allerlei und Benecke 1, 961. das wort kennen Dasypod. 314b. Maaler 89c. Stieler 298. Frisch 1, 192. es liegt meist etwas geringschätziges darin. derlei leute habe ich noch nicht gesehen. was mich wundert, ist dasz ich derlei in den schriften des weltweisen Feder gefunden habe. so etwas derlei abgenutztes Sulzer Literar. reise 64. derlei mittel in verdacht haben Claudius 8, 196. wo ich mich weder mit solcherlei lieb- noch hofschaften, noch mit derlei gestaltlosem inhalt befreunden konnte Göthe 45, 280. die albern genug bleiben, um sich mit derlei possen zu beschäftigen Tieck 1, 196. und derlei alte traditionen 1, 343. die form dererlei kommt jetzt nicht mehr vor; Schönsleder, Schottelius 1301, Stieler 298, Frisch 1, 192b führen sie noch an. werden auch durch dererlei einbildungen so aufgeblasen stolz, dasz sie u. s. w. Rompler Gebüsch vorr. 7. bei Keisersberg desgleichen und derselben lei Schiff der penit. 28b.
 
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derlein, derlen, derlenbaum, m. die zahme kornelle, cornus sativa s. mascula.
 
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derling, m. würfel, niederd. tarling, niederl. teerlink, dän. und schwed. tärning. das würflen oder baschen (paschen) mit dem derling aus freier hand Moscherosch de exercitiis academ. 356.
 
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dermal, adv. wie dermalen. Winterthur zählt auch noch dermal unter den einwohnern verschiedene berühmte gelehrte Hirzel über Sulzer 1, 12
 
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dermalein, adv.

lern herschen und demütig sein,
so du wilt herschen dermalein
Henisch 674.

wie das folgende
 
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dermaleinsdermaleinst,adv.
1. in zukunft. der mal eins aliquando Alberus nov. dict. xiii. das deine blätter nicht verwelken und deine früchte verderben, und auch dermaleins werdest wie ein dürrer baum Sirach 6, 3.

[Bd. 2, Sp. 1019]


auf das dich der widersacher nicht dermaleins überantworte dem richter Matth. 5, 25. und wenn du dich dermaleins bekehrest Luc. 22, 32. bisz wir dermaleins in die rechte und höchste schul kommen Mathes. 39. er aber der wol gedacht wie es im dermaleins gehen würde Kirchhof Wendunmut 289b. und also die in der besatzung dermaleins ungewarnet zu überwinden ders. Discipl. milit. 46.

die kind nichts bessers können erben,
wenn ihr eltern dermaleins sterben
Eyering 3, 162.

wer wil wol dermaleins uns alte jungen küssen?
Fleming 106.

die sehnsucht fremder sachen,
was wird sie dermaleins noch endlich aus dir machen? 615.

dasz er dermaleins in seines vaters fuszstapfen tretten werde Schuppius 3. den wil ich euch dermaleins zufreien 38. dasz wir die schuldigen dermaleins in erfahrung bringen 678. gott wird dermaleins nicht ein anseher der person, sondern ihrer werke sein Olearius Rosenth. 7, 9. anm. 6. so wollen wir dermaleins unser liebes haus mit desto schönerer ruhe darauf setzen 282. wird dermaleins wiederkommen Comenius 307. es ist besser hier gelitten als dorten dermaleines Schuppius 684. dasz er deswegen dermaleins mit besserm glück seinen ehestand antreten konnte Riemer Stockf. 139.
2. auf die vergangenheit bezogen, in voriger zeit. als er nun dermaleins gegen abend angelanget und mit zur tafel gesetzt war Brandt Bericht vom leben Taubmanns 45. als es im convent seiner collegen dermaleins auch sein votum ablegen solte 47. das unglück suchte sie dermal eins wiederumb heim Opitz.
Die form dermaleinst scheint etwa in der mitte des 17 ten jahrhunderts aufgekommen zu sein. Schuppius († 1661) gebraucht sie neben dermaleins, doch seltner, dieses (das gewissen) wird dermaleinest zeuge und richter sein aller deiner werke 560. kaiser Maximilianus sah dermaleinst einen bauren junge bäume pflanzen Hemelings Zechenbuch (1697). Stieler 368 führt sie allein an. du wirst dichs dermaleinst mit lust erinnern 368. ebenso Frisch 1, 192b. der höhere wird euch dermaleinst antworten Schiller 138b.

so treu und warm wie heute dem infanten
auch dermaleinst dem könig zugethan? 254a.

einige haben die ältere form beibehalten, es wird darin beiläufig von einem gewissen schriftsteller gesagt, dasz er einsicht genug besitze dermaleins der lobredner des harlekin zu werden Lessing 7, 81. er schwamm in vergnügen, wenn er sich vorstellte, wie er dermahleins den doctor Stilling besuchen und sich mit ihm ergetzen wollte Stillings Jugend 3, 90.
 
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dermalen, adv. gegenwärtig, nunc, in praesenti. malen ist der dat. pl., dem unorganisch der gen. pl. der vorgesetzt ist, wie in dermaszen. Stieler, Frisch und Steinbach führen das wort nicht an, das erst in der mitte des 18ten jahrhunderts wird aufgekommen sein, aber nicht blosz in der canzleisprache gebräuchlich ist. wir sind noch nicht am ende seines laufes, daher kann auch von seinem charakter dermalen die rede noch nicht sein Wieland 2, 235. 3, 47. (es) läszt sich dermalen nicht genau bestimmen, wie lange Schesian unter Isfandiars regierung noch hätte schmachten können 7, 87. dermalen kommt alles darauf an, dasz wir nichts unterlassen was von uns abhängt 7, 153. wiewol ich dermalen nur ein armer korbmacher bin 8, 435. so hätte mir nie weniger daran gefehlt als dermalen ders. Mercks briefs. 2, 216. so möchten wir uns dermalen in der vierten periode befinden Göthe 45, 4. denn er hat sich schon dermalen gut erwiesen 13, 109. da die grafen noch nicht selbst regierten, sondern dermalen zu ihrer bildung in Paris lebten Dahlmann Dän. geschichte 1, 401.
 
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dermalig, adj. gegenwärtig. nach seiner dermaligen überzeugung Wieland 1, 259. unsere dermalige lebensart 8, 369. dies war in seinen dermaligen umständen das beste was ihm begegnen konnte 11, 30.
 
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dermasz, adv. ita, sic. ir werdet genug zu schaffen haben, wo ir im der masz thnt Aimon c. öfter im Theuerdank,

und warf (das schiff) mit ganzem gewalt
in das eis, dermasz das es ein spalt
gewan und zerschnit das scheff gar 47, 32.

der see schlg an das scheff hinan
dermasz als wolts gleich undergan 64, 36.

[Bd. 2, Sp. 1020]



schalt sein knecht aus dermasz übel 80, 55.

nit wie der Ernhold hat erzalt
sein die sachen dermasz gestalt 109, 84.

gewöhnlicher ist