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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
dienstadel bis dienstaustritt (Bd. 2, Sp. 1120 bis 1121)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) dienstadel, m. ist in einigen staaten verbunden mit einer höheren dienststelle. er ist persönlich d. h. er geht nicht auf die kinder über und unterscheidet sich von dem geburts- und briefadel. so verhält es sich auch mit dem adel der mit einem orden verbunden ist.
 
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dienstag, m. dies Martis, ahd. ziestag Graff 5, 358. 361, mhd. zistag Diutiska 2, 115. ciesdach in alten glossen bei Schmeller 1, 97. niederdeutsche urkunden aus dem 13ten jahrh. (Höfers auswahl 12. 259) gewähren schon die formen dinsdag, dinsedag, dincetag, dinstag, dingstag Schmeller 4, 214. Gobelinus Persona im 14 ten jh. hat dingestag 2, 4. im 15ten und 16ten jh. galt zinstag Vocabularius optimus 57b. Keisersberg Sünden des munds 12a. 23a. 31a. 52a. Soltau 2. 183, 14. Dasypodius 53c. 466c. Maaler 522. Junius 327. dinstag Frischlin 8. dingstag Henneberger Beschreib. v. Preuszen 238. noch heute zienstig zeinstig in Schwaben Schmid 546. zistig Hebel. zistag zîstig in der Schweiz bei Schmeller 4, 214. Tobler 458b und Stalder 2, 476. dinschtag Hupel Liefl. idiot. 49. altfries. tiesdi, tisdei Richthofen 1084. niederl. dijssendach, düsdach, oft dinghesdach wie bei Junius 327a. dijnsdag, dijssendag, disendag bei Kilian, heute dingsdag bei Kramer und Weiland. ags. tivesdag, engl. tuesday, altnord. tŷsdagr, isländ. tŷrsdagr, tŷsdagr Gislason 515c. schwed. tisdag, dän. tirsdag. die form dienstag Soltau 2. 15, 1, die auch Henisch 705 aufstellt, und die einige mit unrecht dinstag schreiben, wie z. b. Stieler 317 und Steinbach 1, 275, herscht seit dem 17ten jahrh.; doch ist auch dingstag aus dem niederländischen eingedrungen, am verschienen dingstag Briefe des Hamb. bürgermeisters Johann Schulte an seinen sohn (1680—85) 112. mag nun die liq. n unorganisch eingeschoben sein, oder liegt in dingestag und zinstag eine misglückte erklärung, die aus dem nicht mehr verstandenen ziestag einen dies judicii oder dies census machte, immer ist gewis dasz der alte name das ursprüngliche enthielt. es ist der tag des altdeutschen gottes Zio, des nordischen Tŷr der dem Mars entspricht; vergl. Rechtsalt. 818. in Altbaiern, wo gerade zistag nicht vorkommt, zeigt sich von dem 13ten jahrh. an ertag, erihtag, erehtag, erchtag, erichtag, erntag (Schmeller 1, 97); in beziehung darauf wird in der Deutschen mythologie 182. 183 eine zweite benennung des gottes, Eor, Ear, Er nachgewiesen und zwar durch die rune , die bald Ziu, bald Aer, Ear, Eu, Eo heiszt.
 
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dienstalter, n. die zeit, die jahre in welchen man ein amt verwaltet hat. man richtet sich bei den beförderungen nach dem dienstalter. er ist wegen seines höhern dienstalters vorgerückt. man ertheilte diese benennung (bischof) vermutlich auch schon in den früheren zeiten demjenigen unter den ältesten bei den gemeinden, der den übrigen an jahren oder dienstalter oder ansehen vorgieng Henke.
 
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dienstangelegenheit, f. wie dienstsache.
 
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dienstanhang, m. die im dienste stehen. ausgetriebene frauen mit kindern und dienstanhang Göthe 30, 11.
 
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dienstantritt, m. antritt eines amtes. feierlicher dienstantritt.
 
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dienstanweisung, f. anleitung wie das übertragene amt zu verwalten ist. öffentliche beamte sind bei dem antritt des amtes mit einer dienstanweisung zu versehen.

[Bd. 2, Sp. 1121]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) dienstarbeit, f. arbeit die der dienst erfordert. der erste tag sol heilig unter euch heiszen, da ir zusamen kompt, da solt ir keine diensterbeit thun 3 Mos. 23, 7. 8. 21. 25. 35. 4 Mos. 28, 18. 25. 26. 29, 1. 12. 35. jede seiner dienstarbeiten trug den stempel kritischer vollendung Gotter 3, xlix.
 
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dienstathem, m. bildlich für diensteifer, einen durch gehaltszulagen im dienstathem erhalten Hippel 7, 115.
 
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dienstaufkünfte, f. pl. diensteinkommen.
 
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dienstaustritt, m. wenn man seine entlassung nimmt, mit oder ohne ruhegehalt.