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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
diener bis dienerschar (Bd. 2, Sp. 1109 bis 1114)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) diener, m. servus. goth. þius, ahd. deo, mhd. dienære, ags. þeóv, niederl. dienaar, altn. þŷr, þiôn, dän. tiener.
1. gottes diener, der seinen geboten und vorschriften folgt, sich ihm unterwirft.

wir (Enoch und Elias) sein des waren gotes diener. Fastnachtsp. 594, 4.

kere dich von dem grim deines zorns und sei gnädig über die bosheit deines volks. gedenk an deine diener Abraham, Isaac und Israel 2 Mos. 32, 12. 13. meine augen sehen nach den trewen im lande, das sie bei mir wonen, und hab gerne fromme diener Psalm 101, 6. lobet den herrn alle

[Bd. 2, Sp. 1110]


seine heerschaaren, seine diener, die ir seinen willen thut 103, 21. ir aber sollet priester des herrn heiszen und man wird euch diener unseres gottes nennen Jesaia 61, 6. mein kind, wilt du gottes diener sein, so schicke dich zur anfechtung Sirach 2, 1. lasset uns aber niemand irgent ein ergernis geben, auf das unser ampt nicht verlestert werde, sondern in allen dingen lasset uns beweisen als die diener gottes in groszer geduld, in trübsalen, in nöten, in ängsten 2 Corinther 6, 3. 4. gottes diener verachten, ist gott selbs verachten Henisch 700. man soll unsern herrn gott in seinen dienern zufrieden lassen das. wer gott liebt, der liebt auch seine diener das.
Christi diener, der ihm nachfolgt, christlich lebt, die lehre des evangeliums verbreitet. dazu bin ich dir erschienen, das ich dich (Paulus) ordne zum diener und zeugen des das du gesehen und das ich dir noch wil erscheinen lassen Apostelg. 26, 16. das ich sol sein ein diener Christi unter die heiden zu opfern das evangelium gottes Römer 15, 16. da fur halte uns jederman nemlich für Christi diener 1 Cor. 4, 1. auch knechte Jesu Christi Phil. 1, 1. er würt ein diener des tüfels Keisersb. Sünden des munds 42b. denn solche falsche apostel und trügliche arbeiter verstellen sich zu Christus apostel, und das ist auch kein wunder, denn er selbs, der satan, verstellt sich zum engel des liechtes. darumb ist es nicht ein groszes, ob sich auch seine diener verstellen als prediger der gerechtigkeit, welcher ende sein wird nach iren werken 2 Cor. 11, 14. 15. s. götzendiener.
2. der sich bösen neigungen ergibt. s. DWB augendiener. bauchdiener.
3. der aus freiem willen sich anhänglich, gefällig, liebreich, treu erweist.

ir (der geliebten) diener wil ich iemer sîn MS. 2, 17a.

ir (der jungfrau) diener der ich wolt sein Bergreien 52, 1.

doch getrau ich euren genaden wol,
ir laszt mich durch eur lieb genesen,
wan ich allzeit eur diener pin gewesen. Fastnachtsp. 591, 9.

ir solt mir geben Laurin,
so wil ich iuwer diener sin Laurin 1020 Schade.

sein getreuer diener der als freund ihm gedient hatte Bocc. 190.

erst war ich der diener, nun bin ich der knecht.
erst war ich der diener von allen,
nun fesselt mich diese scharmante person
Göthe 1, 137.

es war das erstemal, dasz sich ein freund, ein liebhaber, ein diener um sie bemühte 17, 325.

der negromant von Norica, der Sabiner,
ist dein getreuer ehrenhafter diener 41, 269.

prinz, dieses mistraun. Sie verkennen Ihren
getreusten diener
Schiller 244.


4. der in untergeordneten verhältnissen gegen lohn dienste leistet, für eine bestimmte zeit (bedienter) oder in besondern fällen (administer). diener umb gab mercenarius Vocab. incipiens teuton. 4a. diener oder knecht, der für und für auf seinen herrn wartet, acoluthus Henisch 700. ein diener der den kindern die bücher in die schl nachträgt, capsarius ders. mit des dieners kleid angelegt oder bekleidet, veste famulari indutus ders. untergebener diener, der einem andern gehorsamen musz, minister vicarius ders. so kammerdiener, gerichtsdiener, kirchendiener, amtsdiener, schuldiener, silberdiener, hofdiener, stadtdiener, rathsdiener, ladendiener. wie seine diener (dienern steht da, als wenn die schwache declination zulässig wäre) ausz bettlern und schurken reiche leute werden Schuppius 19.

der redliche diener
bringt hasen und hühner
Göthe 1, 42.

Bacchus kümmert sich, der weichling, wenig um den treuen diener (winzer) 1, 248.

du bist der oberste von allem hofgesinde,
bei deren innerm streit ich schlechte diener finde. 41, 289.

ein alter diener naht von zeit zu zeit,
der einzge bote zwischen kind und mutter
Schiller.

ich bitte (sagt die königin) meine diener ungekränkt
nach Schottland zu entlassen oder Frankreich 444a.

und weil mein leichnam
nicht in geweihter erde ruhen soll,
so dulde man dasz dieser treue diener
mein herz nach Frankreich bringe zu den meinen 444a.


5. der ein öffentliches amt verwaltet, der beamte. diener der kirche, des göttlichen wortes, des evangeliums geistlicher, prediger, minister, minister verbi. wer gute vermahnung verachtet, der verachtet nit menschen sondern

[Bd. 2, Sp. 1111]


gott, der seinen dienern seinen heiligen geist gegeben hat Henisch 700. je gröszer ist die ehr eines dieners des evangelii, je gröszer ist auch die fahr und verantwortung vor gott 701. diener am wort Winkelfelder 192. eine kirche, auf das letztere principium gegründet, hat nicht eigentlich diener (ministri) sondern gebietende hohe beamte (officiales). diese verwandeln den dienst der kirche in die beherschung derselben Kant 6, 346.

und ihr (sagt die königin Maria zu Melvil), mein diener einst, seid jetzt der diener
des höchsten gottes und sein heilger mund
Schiller 443.

bei staatsdienern gibt es verschiedene abstufungen des ranges.

ir (der kaiser ist gemeint) habt verlorn manchen man,
ritter, knecht und auch diener Fastnachtsp. 600, 28.

der kaiser spricht,

rat an, ritter Degenlein,
du pist allweg der diener mein 599, 19.

herr Entechrist, herre mein,
wie gar gewaltig schult ir sein
mein und meiner diener 602, 18.

doch der könig versetzte darauf 'wie kann es euch wundern
dasz ich Reineken gram bin, dem diebe, der mir vor kurzem
Lampen getödtet, Bellynen verführt und frecher als jemals
alles läugnet und sich als treuen und redlichen diener
anzupreisen erkühnt?'
Göthe 40, 154.

überm herscher
vergiszt er (Wallenstein) nur den diener ganz und gar.
Schiller 335b.

wol ständs zu ändern, meint die königin,
wenn sie nur aufmerksamre diener hätte 415.


6. in höflichkeitsformeln, er nahm abschied von der gesellschaft und machte einen diener verbeugte sich. man sagt zum knaben geh und mache dem herrn einen diener. adieu! diener, meine herrn und damen! Göthe 57, 187. Ihr diener, mein herr Kotzebue Dramat. spiele 2, 263. mit steigerung, ergebener, gehorsamer, unterthäniger diener, zumal bei den unterschriften in briefen.
7. ironische ablehnung, verweigerung, gehorsamer diener, daraus wird nichts, das geschieht nicht. o gehorsamer diener, gehorsamster diener, davon reden wir ein andermal Lenz 1, 220. sein wort gilt viel: meinst du sonst würde ich seinen pudel auf meinen sofas liegen lassen? gehorsamer diener Kotzebue Dramat. spiele 3, 233.
8. in der artillerie heiszt diener oder knecht eine kugel oder vielmehr eine walze mit einer eisernen spitze, die, wenn sie aus dem mörser abgeschossen ist, beim niederfallen sich selbst spieszt.
9. sprüche und sprichwörter. bei Henisch 701 es gehört kein diener in die welt, dann der teufel und sein mutter. treuen dienern soll man wol lonen. ein treuer diener ist ein schatz im haus, der mit geld nicht zu bezahlen ist. ein trewer diener hat zehen hend und herren die nach ihm trachten. Elias wagen wartet auf alle trewe diener in gottes groszem hause: wann sie sich müd gezogen haben, so spannen die engelichen (engelchen) wider an und führen sie heim ins ewig leben. trewen dienern spart gott den dank zusammen. was man gibt einem trewen diener, das ist alles zu wenig: widerumb, was man gibt einem untrewen, ist alles zu viel. was man an trewen dienern erspart, das geht an galgen und macht das man desto weniger trew gesind find.

wer einem dient und thut ihm recht,
den helt man für ein trewen knecht.

wer einen trewen diener hat, der hat ein schatz im haus. wer einen untrewen diener hat, der hat einen dieb und feind im haus, für dem er sich nicht hüten kan. der grosze gott Mammon hat vil diener. wunderliche diener bleiben ihr leben lang bettler. der diener kan und soll nit besser haben dann sein herr. dienern soll man nicht zu vil gewalts lassen. ein herr der lust hat zu liegen (lügen), des diener seind alle gottlos. es musz ein diener leiden vil.

ein diener wird gehasset sehr,
wan er gescheider ist dann sein herr.

fürsten müssen ihrer diener knecht sein. herren müssen diener haben. je höher der herr ist, je werder man seine diener helt in der welt.

vil besser ist eines allein
dann viler herren diener sein.
einem kan man leichter gefallen
dann im haufen ihnen allen.

[Bd. 2, Sp. 1112]


wann die herren können regenen, so können die diener auf holzschuch gehen sie können sich dagegen schützen. wie die götzen sein, so sein auch die diener. bei Lehmann 138—146 ein diener soll in seines herren gegenwart nit vil reden. ein diener der da weisz wie er eim hund soll ein bett machen und wie er jedem dienen soll, der kan uber berg und thal kommen. ein diener soll in schweren spitzen geschäften die krebs mit seines herrn handschuch ausz den löchern ziehen, sonst wird er die hände ohne schaden nicht davon bringen. herren stellen oft ein diener an, wie der aff die katz, dasz sie mit dem pfoden die gebratene keste auszm fewer musz scharren, drumb mag der diener wol auf vortel gedenken 139. wer eins andern brod iszt, der musz auch dessen willen gehorsamen. der diener musz mit seines herrn augen sehen, mit seinem mund reden, mit seinen füszen gehen. thut der diener nit was der herr heiszt, so thut er doch was sein will ist. diener seind der herren und obrigkeiten augen, ohren, mund, händ und füsz. ein getrewer diener ist im haus ein kleinod. der diener trew und redlichkeit ist eines haus und lands grundvest. getrew diener findet man nicht auf dem grempelmarkt. ein diener der sein bestes thut, und der herr es dafür helt, er thu nicht genug, der zeucht wie ein müder ochs. ein herr soll seine diener nicht für calendermacher halten, die seinen willen an der stirn könten sehen, wie die calendermacher das wetter am himmel. diener seind wie rechenpfennig, wie sie der herr legt, hoch, nieder oder mittelst, so gelten sie. wenn der herr nicht daheim ist, so kan er destomehr seines dieners trew erkennen. etliche diener können nichts denn bellen und beiszen, doch ist ihnen mehr zu trawen als den augendienern die trew sein vorm gesicht und tragen den schalk aufm rücken. ein herr hat keinen ärgern feind als einen diener der mit unwillen von im scheidt. mancher herr machts mit seinen dienern wie ein spieler mit karten, wechseln die oft ab und meinen bei einer sei besser glück als bei der andern. warumb ein diener pflegt zu dienen? einer dient umb gewin, der ander umb ehr. ehr und lohn machen getrewe diener: wenn dem diener ehr und guter lohn abgeschnitten ist, so ist der trew und beflissenheit das liecht auszgeblasen. diener dienen ihrem herrn umb jährlichen sold, sie lieben aber die herren umb gnädige milte gaben. ein diener dient umb geld und nicht umb dankhab danksagung. guter lohn, getreuer diener. als man pfalzgraf Casimiro sagte seinen dienern wüchsen die federn, gab er zur antwort 'welcher diener ihm selbst nicht nutz ist, der nutzt auch seinem herrn nicht'. wie der heilig, so der diener. es wärmt sich einer oft, aber musz dabei viel rauch fressen: mancher diener wärmt sich beim fewer, dasz ihme die augen davon schwitzen. den dienern gehts wie eim newen kleid, so hat mans gern, wird es alt, so wirds veracht. zwischen herr und diener ist ein unterscheid als wie zwischen einem leib und schatten des leibs: doch erstreckt sich oft der schatten und macht sich gemeinlich gröszer als der leib. der abt ist zuvor auch ein diener gewest. die herrn haben diener, die tyrannen schlaven. bei Simrock, wenn der diener reich wird und der herr arm, so taugen beide nichts 1604.

alte diener, hund und pferd
sind bei hof in gleichem werth 1605.


 
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dienerei, f. dienerschaft. dienerei und stalleute giengen paarweise Hippel 8, 396. die hofkellerei, schlächterei, fischmeisterei, kastellanei und dienerei J. Paul Hesp. 2, 42.
 
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dienergefolge, n. dienerschaft die den herrn begleitet, wie dienertrosz.

dieses dienergefolg meldet den herrscher mir an.
Schiller 75b.


 
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dienerhaus, n. wohnung für die dienerschaft. die guten waren nicht in der länderkunde fest und hielten jene städte (Anspach und Baireuth) oder fürstenthümer für nahe dienerhäuser, vorwerke und wirthschaftsgebäude von Brandenburg J. Paul Kom. anhang zum Titan 1, 66. der die weltkugeln für die dienerhäuser eines einzigen erbärmlichen ichs ansieht ders.
 
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dienerheer, n. grosze dienerschaft.

fruchtlos horcht auf seine winke
rings ein dienerheer
Meiszner.

[Bd. 2, Sp. 1113]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) dienerin, f.
1. ancilla, famula, goth. þivi, mhd. diu und dienerîn, dienerinne Ben. 1, 371. dienstmagd Maaler 90c, Henisch 700. aber sie hat gewöhnlich eine etwas höhere stellung, dienerin die der frau aufmutzt ornatrix, implicatrix Schönsleder L.

da sprach die edle königin
'wolauf, ir all mein dienerin' Laurin 1632. 1666. 1818.

Alhait, liebe dienarin mein,
nim die schlüssel zu dem schrein Fastnachtsp. 501, 24.

wer gegenwarts der frau die dienerinnen schilt,
der gebietrin hausrecht tastet er vermessen an.
Göthe 41, 190.

empfange gnädig deine treue dienerin ders.

Epim. du formtest frauen, keineswegs verführerisch.
Prom. doch formt ich sie aus zarterm thon, die rohen selbst.
Epim. den mann vorausgedenkend, sie zur dienerin 40, 402.

o, falle nicht mit ausgeartetem verlangen
zu ihren (der kunst) niedern dienerinnen ab.
Schiller 22b.


2. gotes dienerin nennt Paulus die obrigkeit, wilst du dich aber nicht fürchten vor der oberkeit, so thue gutes, so wirst du lob von derselbigen haben, denn sie ist gottes dienerin dir zu gut Röm. 13, 4.

das musz die obrigkeit verschaffen,
die gottes dienerin genent
Eyering 1, 480. 3, 14.


3. höflichkeitsformel, bei dem antritt und abschied, Ihre dienerin. Ihre dienerin, meine frauenzimmer, Sie kommen beizeiten Göthe.
 
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dienerisch, adj. jetzt trat nach dem dienerischen abendroth (ein bedienter in rother livrée) wirklich der reiter aus dem dichten laubholze hervor J. Paul Flegeljahre 1, 155. in dienerischem fleisz Lenau Faust 69.
 
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dienerlich, adj. in den verhältnissen eines dieners lebend. auf diese art gieng mein vater von seinem 18. bis 21. jahre durch eine tüchtige schule des lebens und hatte sich bei dem aufenthalte in groszen städten und unter fremden menschen, obgleich nur ein dienerlicher mann, die art eines gebildeten und gewandten mannes zugeeignet E. M. Arndt 4.
 
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dienerpflicht, f.

wem freundeshand, wem dienerpflicht
mit blumen den irdischen pfad umflicht
Göthe 45, 89.

du selbst bedenke schweigend deine dienerpflicht.
Schiller 514a.


 
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dienerschaft, f. servitus, clientela Stieler 316, wie bedienung 3.
1. die gesamtheit der diener, besonders der höheren und deren die ein staatsamt begleiten, ministerium. die ganze dienerschaft muste bei dem fest am hof erscheinen.

doch sieh, dort oben regt in menge sich allbereits
in galerien, am fenster, in portalen rasch
sich hin und her bewegend viele dienerschaft:
vornehmwillkommnen gastempfang verkündet es.
Göthe 41, 209.

der küche dienerschaft soll sich mit mir (dem erztruchsesz) vereingen
das ferne beizuziehn, die jahrszeit zu beschleungen. 41, 290.

und von der dienerschaft, der groszen reichen,
sein ganzes mohrenvolk und ihres gleichen ders.

schon in zwei stellen bei Haltaus 225 aus dem 15ten jahrhundert, der kurfürst sagt (im j. 1440) so sein sie im raths und dienerschaft halber dermaszen verwandt und zugethan, dasz er sie ohne hülfe, rath und beistand nicht lassen könnte. der erzbischof äuszert über Otto von Breitbach (im j. 1490) von uns kommen lassen, doch mit ihm so viel geredt haben dasz er uns mit rath und dienerschaft halben bis auf sein abschreiben verwant bleiben, auch uns zu unsern gescheften gewertig und beraten sein will.
2. uneigentlich. derjenige Mäcenat der den unfug einsieht, welcher dadurch entstanden ist, dasz er sich die bekannten körner hat streuen lassen, und dabei erklärt es sei dergleichen gelehrte dienerschaft nicht ferner zu dulden Klopstock. in ihm wohnte ein mächtiger wille, der blosz zur dienerschaft der triebe sagte 'es werde!' J. Paul Titan 2, 22.
3. ergebenheit, unterwürfigkeit, sie schien mir keinen andern vorzug zu geben als den, dasz sie ihr begehren, ihre wünsche eher an mich als an einen andern richtete und mich dadurch als ihren diener anerkannte. diese dienerschaft nahm sie einen der folgenden tage mit zuversicht in anspruch, als sie mir vertraute, die damen wünschten mich lesen zu hören Göthe 26, 36. s. dienstschaft.

[Bd. 2, Sp. 1114]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) dienerschar, f. zahlreiche diener.

ja eine hexe ist es fürwahr,
sie hat gar einen weiten talar
und hinter ihr eine grosze dienerschaar
Göthe.