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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
diebsgeschlecht bis diebsgrusz (Bd. 2, Sp. 1095)
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[Bd. 2, Sp. 1095]


Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) diebsgeschlecht, n. genus infame, domus facinorosa Stieler 1803.
 
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diebsgeschmeisz, n.

das passet nicht in unsern kreis,
zugleich soldat und diebsgeschmeisz
Göthe 41, 286.


 
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diebsgeschrei, n.

des spatzen diebs- und zwilchgeschrei Eselkönig 223.


 
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diebsgesell, m. furum satelles Henisch 1555. Stieler 2004. deine fürsten sind abtrünnige und diebsgesellen Jesaia 1, 23. dich und deine diebsgesellen Chr. Weise Isaacs opferung 1, 14.
 
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diebsgesicht, n. ein verdächtiges angesicht, wie es diebe zu haben pflegen, ein galgengesicht, engl. hanging face. er hat eben auch so ein leichtfertig diebsgesichte Schoch D. willst du misgestaltetes ungeheuer, willst du diebsgesicht mir aus dem hause! Seume.
 
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diebsgesinde, n. globus furum Stieler 2002. Frisch 1, 195a. wie das folgende
 
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diebsgesindel, n. furum sodalitium. unter allem diebsgesindel sind die narren am schlimmsten: sie rauben euch beides, zeit und stimmung Göthe 23, 276. s. diebsbrut.
 
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diebsglocke, f. sie wird geläutet, wenn der dieb an den galgen gehängt wird.

die diebsglock ich gehn leuten will.
Th. Birk Doppelspieler 86.


 
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diebsglück, n. das dieben zu theil wird, daher unverdientes glück, auch spielglück Stieler 675, hurenglück, engl. windfall das vom wind abgeschlagene obst.
 
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diebsgriff, m. ein kunstgriff im bösen sinne, wie ihn verschmitzte diebe beim stehlen anwenden. diebsgriffe fraudes furum Stieler 699. Frisch 1, 195a. wer leichtlich aufborgt, hat keinen sinn (hat nicht die absicht) wieder zu geben: ist ein diebsgriff Lehmann 122. und dich, deine alte diebsgriff zu büszen, mit betteln ernehren müssest Simpliciss. 2, 58. aber sie war in den begierden nach geld so ersoffen, in allerlei schelmstücken und diebsgriffen solches zu erobern, so abgeführet und fertig dasz — 2, 59. mit mehrern diebsgriffen als wochen beladen 2, 117. s. diebskniff.
 
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diebsgrusz, m.
1. der bei dieben gebräuchliche grusz, woran sie sich erkennen.
2. die feierliche formel mit der man vor gericht den festgenommenen dieb anklagte, und die man bei Haltaus 224 findet. diebesgruoz Freiberger stadtrecht bei Schott 208. es schien ihm unmöglich sich in der person geirrt zu haben, darum drehte er unbemerkt sich zur thür hinaus, ging zum richter und brachte seinen diebsgrusz an Musäus Volksmärchen 183.