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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
dermung bis derselbe (Bd. 2, Sp. 1020 bis 1022)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) dermung, s. dirmung.
 
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dero, eine nachwirkung von derô, dem ahd. gen. pl. des demonstr. pron. der. er lautet zwar in der mhd. schriftsprache immer der, indessen zeigt sich bei Luther neben der auch dere; s. oben 957. im 16 ten und 17 ten jahrh. ersetzt es zuweilen den gen. sing. und plur. deren und derer, auch den dat. f. der. eine frau nehmen wollen, mit dero er kinder zeugen und dieselbe ausstatten möchte Albrecht Fluch-ABC 1. straf der münzfelscher und auch dero, so on habend freiheit münzen Carolina art. 111. die tugent und alles was götlicher art ist, ist dero art, dasz es im selbs nit nützt Frank Sprichw. 2, 167b. funden wir vil weiber, dero eins etwa bis in 30 heuser hett ders. Weltb. 221a. viel stuck dero sich die munche itzt selbst schemen Augsb. conf. 205. hingegen wie kan sie (die himmlische majestät) ehrwürdiger erhaben und gepriesen werden als so man nach dero gegontem mittel in ehlicher keuscheit im dienet? Fischart Garg. 66a. ein junger graf befande sich in einer zusammenkunft von vielen cavalieren und damen, dero einige ihn gebeten mit ihnen nachmittag an ein lustbaren ort zu fahren Fliegenwadel 144. zwo hurn dero er (der hurnfürer) sich neret Agricola Sprichw. 144a. dasz dem armen herzogen schwerlich ein einige statt, in dero er sich enthalten möchte, uberig gelassen ward Fischart Bienenkorb 132a. die manchesmal mit ehemännern in so guter und zuversichtiger kundschaft stehen,

[Bd. 2, Sp. 1021]


gleich als würden sie gewis diejenigen sein, die nach dero weiber tod ihnen solten an die seite gelegt werden Jucundiss. 208. der tod des königes und die abscheulichkeit des darauf erfolgten schiffbruchs legten dero deutung aus Schoch Studentenleben C. da doch dero (Amerikas) einwohner weder an gestalt, farbe noch sprache den Norwegern gleichen Olearius Pers. reisebeschr. 3, 4. wendet er sein gemüt auf die weltsachen und achtet etwas auf dero vergeblichkeit Pers. Rosenthal 2, 28. der schätze so viel, dasz auch dem stärksten allein dero schlüssel zu tragen schwer fiel 8, 2. bei ihr in dero schlosz bleiben Philander Lugd. 3, 264. mit dero geringer zufriedenheit 3, 273. die ander (sprache) ist die jetzt gerührte französische, von dero man zu meiner zeit im lande noch nicht gewuszt Harnisch D. Quix. 6. die tatzien aus dero er getrunken Abrah. a S. Clara.

obschrift. die liebe ist entkleidet,
weil sie alle liebhaber entblöszet
von denen gütern des gemüts,
weil dero frucht der bedeckung entnommen ist.
Riemer Stockf. 134.

da sie in tag und nacht nicht von ihrem stuhle, dero kopf aber nicht aus ihren untersetzten armen kam 338. dann steht es für ihr und ihre in allen endigungen des possess. oder auch für desselben, derselben, wenn man sich bei der anrede höflich oder unterwürfig erweisen will, und dieser gebrauch hat sich länger erhalten, dero ansicht habe ich aus Ihrem briefe ersehen. ich verharre als dero ergebenster diener. dero befehle sind ausgeführt. ich selbst weisz mich nicht zu entschlieszen, was ich dero süszen worten, vielmehr aber dero mir zugethanem gemüte zur nachricht bringen soll Riemer Polit. stockf. 66. ob meine person dero vortrefflichkeit würdig das. denn I. Maj. (könig Jacob) haben mit freuden dero leben geendigt Elisab. v. Orleans 59. übrigens bitte ich noch um dero mir schätzbare liebe Gellert 6, 230. Madame, dero ergebenster Göthe 60, 228. und wahre essenz für dero magen sein wird Mercks Briefs. 2, 200. dero herr sohn Iffland Werke 11, 69. nun so gebe gott seinen segen zu dero verbindung Kotzebue Dramat. spiele 2, 344. oder ironisch,

wollen Sie mich finden
in dero eignem haus,
so lassen Sie vorher sich binden 2, 260.


 
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derogleichen, für dergleichen, häufig bei Gryphius, sie hat nichts derogleichen erwehnet 903. weil ich nun nicht gerne wolte dasz mir derogleichen begegnete 905. es wird nichts oder wenig derogleichen geschehen 908. es ist zu spät hier zu stehen und auf öffentlicher strasze derogleichen gespräche zu halten 949. öfter auch bei Harnisch.
 
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derohalben, wie derhalben.

derohalben solt ihr halten mich
für grosz
H. Sachs 1. 1, 76.

nun gehöret den kindern von rechtswegen das erbtheil des vaters, derohalben gehöret auch den lügnern des teufels erbe Schuppius 345. derohalben sihet mich vor gut an Simpliciss. 1, 39. 2, 338. Chr. Weise Kl. leute 267. Polit. Maulaffe vorr. Lehmann Florileg. 909. Steinbach 1, 668. derohalben ist mein rath Kotzebue Dramat. spiele 2, 329.
 
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deroselben, für derselben, als gen. plur. und gen. und dat. sing. fem. haben sie ihre weiber und jungfrawen mit ins feld geführt und durch deroselben gegenwart zu gröszerer tapferkeit sich anleiten lassen Micrälius a. P. 1, 19. es ist die gnad und ehr, welche E. hochgr. excell. mir und den meinigen erwiesen haben, so grosz dasz ich längst mich schuldig erkannt deroselben und Ihrem ganzen hochgräflichen hause ein publicum monumentum meiner unterthänigen dankbarkeit aufzurichten durch deroselben autorität Schuppius 2. wie tief im der verlust deroselben zu herzen gangen sei 298. erhub sich der stadtschultheisz zu ihrer majestät, thate bei deroselben relation 571. die brillen sind in Spanien so sehr eingeführet, dasz ich mir sagen lassen, man könnte an deroselben unterschiedlichen grösze auch die hoheit der personen von einander unterscheiden Hagedorn 2, 48 anm. 1.
 
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derowegen, wie derohalben, schickte derowegen einen weisen man Kirchhof Wendunm. 123a. derowegen ist unsere bitte, ihr wollet euch dahin setzen H. J. von Braunschweig Susanna 3, 1. derowegen wollten sie wieder herausgraben,

[Bd. 2, Sp. 1022]


was die bauern eingescharret Simpliciss. 1, 52. 2, 125. 338. bist du derowegen ein diaconus? Schuppius 704. gehe derowegen und schleusz die thür auf Gryphius 949. mischeten derowegen gift unter seine speise Pers. rosenth. 1, 4. sind derowegen zusammen getreten 1, 5 und so öfter bei Olearius. bat derowegen gehorsamlich Schweinichen 1, 126. sagte derowegen boshaftiger weise Riemer Polit. stockf. 28. derowegen griff der rat zu 38. derowegen verzeihet mir 47. wir solten derowegen flugs vor uns gehen Jucundiss. 154. aber hier von wär noch viel zu sagen, derowegen besser z schweigen Elisab. von Orleans 58. derowegen nahm die zuflucht zu den büchern Felsenburg 1, 3. meine beiden söhne klatschten derowegen in ihrehände 1, 291. Frisch führt es an 2, 428. muntert euch derowegen was mehreres auf Fr. Müller 2, 343. heute fast nur noch im canzleistil gebräuchlich. s. DWB derwegen. deswegen.
 
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derre, s. DWB darre.
 
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derre, f. schwiele in der hand. terren in der hant duricies manuum Voc. incip. teut. X 3.
 
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derren, s. DWB darren, DWB dörren.
 
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derrung, f. tostura Maaler 89d. s. DWB dorrung, DWB dürrung.
 
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derselbe dieselbe dasselbe, adjectivpron., is ea id, idem eadem idem, ahd. der selbo diu selba daz selba, mhd. der diu daz selbe. das anschieben des artikels hat erst im nhd. stattgefunden, und im 16ten jahrh. wird noch häufig, z. b. bei Luther und Brant, die trennung beibehalten, ja es kommt zuweilen die starke flexion vor, dem selbem allem Murner Luther. narr 1694. wenn in dieser zeit im nom. gewöhnlich derselb dieselb dasselb steht, so ist e nur abgefallen. Henisch setzt derselb an 661, Maaler das selb 369c, ebenso Schönsleder B b, Stieler aber derselbe 299. es bleibt immer an sich demonstrativ, wenn es auch, auf ein vorangehendes subst. oder einen vorangehenden satz sich beziehend, eine relative stellung einnimmt.
1. es steht wie ein verstärktes demonstratives pronomen im 15ten und 16ten jahrhundert nicht selten vor einem substantivum, nachher genügte in diesem fall ein einfaches demonstr. so aber eine fraw weise ist, die selb fraw ist zu loben Albrecht von Eybe 13b. dann wäre die selb sorge nit Steinhöwel 84b (1555). sie hetten (im kloster) in einer zal, wie dick (oft) einer solt trinken im imbis. der selben trünk einer ward im (dem mönch) abgebrochen z einer straf Keisersb. Sünden des munds 23a. wir lesen von eim, hat geheiszen Thomas Probantinus. was in Probant (Brabant) ein frauw ... man schickt nach dem selben (jenem) Thomas, der kam und raunet der selben frauwen ein vers in ein or 24a. du weist das ein person unrecht tht. und du thest eins und sagst es z einem freund der selben person 26b. nit wellest wüste schampere (schamlose) wort reden, wann durch die selben wort entleret man zucht und scham 62a. und gond dan von dir z einem andern und sagent dem selben böses von dir 67a. sie seind auch gleich dem scorpion, welchen der sticht der msz sterben, es sei dan das er es nit fürkum mit arzeneien. darum hat man in denselben landen, da sie seind, ampelen in den heusern, in denen ist baumöl, und ligent die scorpion dar in 68a. aber dise die der welt urlob hond geben und still seint worden, die entpfinden es weit, wan sie derselben stille mangelen müssen und inen unrg einfallet 70a. du solt fliehen neuwe mär uf das du nicht geachtet werdest ein uftreger der selben neuwen mären 71a. so du grosze ding tst und wenig redest, damit machst du dich holtselig allen menschen. was seint die selben groszen werk? sprichstu 75a. do er umb die straf seiner narrheiten von Apolline mit esels oren geschent was und dieselbe unschaffenheit der oren allen andern menschen, on allein dem scherer, verborgen blieb Brant bei Steinhöwel 144b.

das er blieb todt desselben mals Theuerd. 92, 60.

sihe das ist der hauf und das ist das mal das ich aufgerichtet hab zwischen mir und dir. der selb hauf sei zeuge und das mal auch zeuge 1 Mos. 31, 52. aber er blieb die selbe nacht beim heer 32, 21. denn wer das fett isset vom vieh das dem herrn zum opfer gegeben ist, dieselb seel sol ausgerottet werden von irem volk 3 Mos. 7, 25. sihe dasselb geld ist bei mir Richter 17, 2. und kein mensch des selben armen manns Pred. Sal. 9, 15. denn Zephanja, der priester, hatte den selben brief gelesen Jerem. 29, 29.

[Bd. 2, Sp. 1023]


die trugen belz von wolfsheuten.
eins aber das mich sehre wundert,
dieselben belz waren so gesondert,
etliche kehrten das rauhe innen,
dieselben hielt ich basz bei sinnen.
Wolgemut 2, 402.

ich lese von denselben leuten, dasz sie haben in allerlei wollust und allerlei unzucht gelebt Schuppius 199.

die durch reden reich
sind denselben vogeln gleich,
die im munde tragen zu
ein gebäw zu ihrer ruh
Logau 3. 184, 54.

wenn du in einem ungewissen und zweifelhaften werke, da du zweierlei für dir hast, begriffen, so erwehle denselben theil, welcher am leichtesten zu thun ist Olearius Rosenthal 8, 18.
2. wirksamer ist es, wenn es allein stehend ein substantiv vertritt; so wird es noch jetzt gebraucht, doch in dem 15ten und 16ten jahrh. war es häufiger. die kinder kamen herein, jedes derselben zeichnete sich durch schönheit aus. sie legte die hand auf den stein und empfand die wärme desselben. das geschicht in disem liechte und in diser liebe und ûsz dem selben in das selbe Theologia deutsch 90.

da ist Rudiger, wiszt furwar,
ist bei mir iez wol siben jar;
wil der selb eur kempfer sein,
so ist es auch der wille mein. Fastnachtsp. 548, 23.

das ander stück, darbei du merken solt, daz es wider ordenung der vernunft ist, dasselb ist köstlich essen Keisersb. Sünden des munds 4a. thu als ein mensch: was thut der selb? 18b. ich sag dir es, thü wer da wöll, so tht es got durch die selben als durch ein rten 18b. wenn der bapst einem sein sigel geben hat, und er thet eins und versiglete damit falsche brief, wär der selb nit ein felscher? ja er warlich 22a. ein lügin ist ein lügin: das selb hat er vergessen, darumb hat er gefelt 23b. der Gerson schreibt von eim, der selb wolt lieber ein eebrecher sein dann ein lüginer 25a. und hab genad von gott: was ich gott gebeten hab, das selb hat er mich gewert 25b. zu dem ersten geschicht hinderred ausz gter meinung, und das selb in viererlei weis 26a. wenn du eim sein eer abschneidest, der selb saget es darnach eim andern, der selb sagt es darnach weiter, und also kumpt es von einem z dem andern 28b. sag allein den gebresten der sünden deins nechsten denen, da es nutz dem selben mag bringen 28a. die selben die also reden, denen ist leid das man sie also wol kennt 37b. er sicht das, das die meinung gottes des herren ist, darumb wünschet er im böses, dem willen gottes wil er sich gleichförmig machen, darumb so flucht er dem selben. also hat gethan Noe 38b. du solt got deinen herrn anbetten allein und dem selben allein dienen 41b. einem narren leit sein herz alwegen im maul, er verbirgt nüt, es msz als herausz: aber ein weis mensch das selb hat sein maul in seinem herzen 52a. also auch ein mensch der vor in eins freuntschaft ist gewesen. und so sie im entgot durch offenbarung heimlicher ding, desselben darf er nit mer warten 72b. das hat alles sein bescheid, und ist nit not das selb hie ze sagen, ir hond sein eben geng 73b. so spricht man dan 'das ist ein gesell der kan ein geschweigen'. die selben (solche leute) zeucht man herfür 77a. dann wann ein mensch sein zung nit zemet, sundern ungemeistert laszt, usz dem selben würt nichts, er sei wie gelert er wöll 80b.

wer keiglen (kegeln) wil, der selb uf setz.
Brant Narrensch. 68, 8.

wer schlagen kan hor (haar) under woll,
der selb zu hof gern bliben soll 100, 20.

und segnete den sibenden tag und heiliget in darumb, das er an dem selben geruget hatte von allen seinen werken 1 Mos. 2, 3. und ich wil feindschaft setzen zwischen dir und dem weibe und zwischen deinem samen und irem samen. der selb sol dir den kopf zutretten und du wirst in in die verschen stechen 3, 15. und sol seine hand auf desselben (des rinds) heubt legen und schlachten fur der thür der hütten des stifts 3 Mos. 3, 2. gehet hin und schreiet die götter an, die ir erwelet habt, laszt euch dieselben helfen zur zeit ewrs trübsals Richter 10, 14. denn die pfeile des almechtigen stecken in mir, derselben grim seuft aus meinen geist Hiob 6, 4. und wenn ich böse thiere in das land bringen würde,

[Bd. 2, Sp. 1024]


die die leute aufreumeten und dasselb verwüsten Hesekiel 14, 15. man kund das wasser mehr denn um dreihundert groschen verkauft haben und dasselb den armen geben Marcus 14, 5.

ein jeder sich desselben nehrt,
was ihm von erbfall wird beschert.
Wolgemut 2, 364.

bracht ein stück fleisch, war eben grosz,
desselben ich damit genosz 2, 401.

welcher gestalt auch derselb regieret Eselkönig titelblatt. derselbe ehret die schrift (bibel) recht, der sie mit solchen augen ansihet Brandts Bericht vom leben Taubmanns 63. gott lasse das wahre und gute, so viel desselben in dieser schrift ist, zum nutzen des lesers gereichen Gellert 6, 170. kleinigkeiten die er von Marianen erhalten oder derselben geraubt hatte Göthe 18, 174.
3. am nachdrücklichsten steht es in der bedeutung von idem, wo man auch der nemliche, der gleiche sagt; vergl. dasselbigkeit. ich bin immer derselbe, der gleiche, ändere mich nicht in meiner gesinnung. er sprach immer dasselbe. wir bemerkten dieselbe wirkung des lichts, die wir schon früher beobachtet hatten. es ist dasselbe kind, das gestern da gewesen war. er ist noch denselben tag gekommen. sie trägt beständig dasselbe kleid. das dritt murmelen, da gat der schad usz, daz die selben menschen, die murmelen wider gott, die haben nimmer kein r noch friden Keisersb. Sünden des munds 17b. und mit der hand die du dem teufel gibst, mit der selben hand segnestu dich alle tag, abents und morgens, frü und spat 21b. gott, du bist derselbe mein könig, der du Jacob hülfe verheiszest Psalm 44, 5.

immer dieselbe (natur), bewahrst du in treuen händen dem manne
was dir das gaukelnde kind, was dir der jüngling vertraut.
Schiller 77a.

du gleichst der unbeweglichen gestalt,
wie sie der künstler in den stein geprägt,
um ewig fort dasselbe zu bedeuten 668b.

sie sagte ihm nicht durch worte, sondern durch einen einfachen blick 'ich bin dieselbe die ich gestern war' ich habe meine gesinnung nicht geändert Gutzkow Ritter vom geiste 2, 268. zu weiterer verstärkung setzt man noch eben, ganz, gerade hinzu. eben dasselbe habe ich auch bemerkt. er ist eben derselbe mensch, den wir gestern sahen. eben dieselbe frucht wächst auch hier. eben am selben tage gieng Noah in den kasten 1 Mos. 7, 13. und saget zu im eben die selben wort 39, 17. eben das selb idem, hoc ipsum Maaler 369c. es ist ganz dasselbe (macht keinen unterschied) ob du es thust oder nicht. die pflanzen sind sich sehr ähnlich, aber nicht ganz dieselben. gerade zu derselben stunde kamen beide hier an. gerade in demselben augenblick schlug der blitz ein. so auch ein und derselbe. es ist ein und derselbe, der unter verschiedenen namen auftritt. eine und dieselbe person zeigt sich immer in anderer gestalt. was er auch vorbringt, mit andern worten, es ist dem inhalt nach immer eins (oder ein) und dasselbe.
4. als höflichkeits- und unterthänigkeitsformel vertritt es, ebenfalls im pl. stehend, die stelle des persönlichen Sie. Dieselben hatten geäuszert, befohlen. ich habe die ehre gehabt, Denselben zu berichten. ich ersehe daraus mit vergnügen, dasz Ihnen mein Timorus gefallen, und solches geringe product Dieselben veranlaszt hat u. s. w. Lichtenberg 4, 85. ironisch, aber heute abend werden Dieselben mit mir copuliert Kotzebue Dramat. spiele 2, 330. auch wol, Deroselben gnade empfehle ich mich. endlich wird bei hohen personen hoch, höchst, allerhöchst vorgesetzt, Hochdieselben wollen es gütig aufnehmen. geruhen Höchstdieselben, Allerhöchstdieselben meine bitte zu gewähren.