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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
nasel bis nasenbalg (Bd. 13, Sp. 410)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) nasel, f. im älteren elsäsz. für nase: wan ime ein dropfe von sinre nasel (var. nasen) fiel. Königshofen 396, 14.
 
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näsel, s. näslein.
 
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näselhaft, näselicht, adj. jurgiosus Stieler 1334.
 
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näseln, verb.
1) intransitiv.
a) durch die nase sprechen (vergl. nieseln): neselender, balbus Diefenb. gl. 66a; näselen, mutire, musare Stieler 1333; schles. nascheln Steinbach 2, 112; und sagte mit einer näselnden stimme. Göthe 24, 256; als er mich mit seiner schwachen näselnden stimme willkommen hiesz. 25, 124; er rief in einem näselnden tone. Klinger 5, 94;

auch deiner stimme näselnder laut
klingt ziemlich ägyptisch-hebräisch.
H. Heine (1876) 11, 191.


b) nassauisch, die nase rümpfen. Kehrein 1, 291.
c) schweiz. vorwitzig sein, schnuppern Stalder 2, 231; weidmännisch, der hund näselt oder nässelt, wenn er nur so hin und wieder schnuppert und nicht recht suchen noch zeigen will. Jacobsson 3, 130b. Kehrein 217.
2) transitiv, durch die nase aussprechen: der Franzose näselt das n. Klopstock gramm. gespr. 16; mit persönlichem object: sie würde meine tochter um das leben näseln (sie würde meine tochter durch ihr unausstehliches näseln ums leben bringen). Klinger 10, 32.
 
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näseln, n.: wobei mir denn ein gewisses näseln und gurgeln als ein unerreichbares (in der aussprache des hebräischen) nicht wenig empfohlen wurde. Göthe 24, 201.
 
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näselung, f. das näseln Stieler 1334.
 
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nasen, verb.
1) transitiv, mit einer nase versehen: genast, nasutus Murmelius 45. Stieler 1333; genaster bogen, ein nasenbesetzter rund- oder spitzbogen oder eselsrücken. Müller-Mothes archäol. wb. 208b, 9.
2) reflexiv, bergmännisch sich nasen, wenn beim schmelzen schlacken an die form sich ansetzen. Chemnitzer bergm. wb. 365b. vergl. DWB nase V, 10.
 
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nasenader, f. ader der nase Zedler 23, 700: die nasenadern sind schlag- und blutadern. 708.
 
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nasenaffe, m. ein affe (semnopithecus nasica) mit vorspringender verzerrter menschennase, die wie ein rüssel beweglich ist. Brehm thierl. 1, 46.
 
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nasenapfel, m. eine art spitzapfel. Weber öcon. lex. 386a.
 
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nasenbalg, m.: wie ist ir (der sterbenden messe) die nasen so spitzig und gehn ir die nasenbelge (nasenflügel) so schnel. Schade sat. 2, 258, 33.

 

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1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,