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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
näscherin bis naschkatze (Bd. 13, Sp. 395)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) näscherin, f. eine die nascht. Stieler 1332; nascherin Aler 1451b; mhd. nascherinne, nescherinne, nescherin (wollüstige weibliche person, ehebrecherin). B. Berthold 1, 106, 4. 177, 33. 2, 92, 22. 33 u. o.
 
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näscherlich, adj. naschhaft Stieler 1332.
 
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naschgriff, m. griff nach einer näscherei:

mächtig empört es den magen zur unlust, wenn mit gesalbten
händen der bursch anfaszte den kelch, bei verstohlenem naschgrif (dum furta ligurit).
Voss Hor. sat. 2, 4, 79.


 
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naschhaft, adj. gern naschend, genäschig: naschhafte meuler. Stieler 1332; naschhafte thiere. Felsenburg 4, 329;

bald auf geglätteter gaffel spannt er maschengarn
naschhaften (edacibus) drosseln zum betrug.
Voss Hor. epod. 2, 34;

Miller zu Wurm: was ich alter knasterbart an ihnen abkuke, ist just kein fressen fürs junge naschhafte mädel. Schiller 3, 364 (kabale u. liebe 1, 2).
 
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naschhirsch, m. cervus vagans per agros et sata Frisch 2, 8d. s. naschwildbret.
 
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naschhunger, m. hunger nach näschereien, naschlust. Frisch 2, 8d.
 
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näschicht, adj. gleich näschig: näschichte leute, catillones, cupedii Stieler 1332; vors ander, so ist sie (die frau) naschicht, dasz sie alle schleckerwerck ... einkaufft. Philander (1648) 5, 165, lugd. 5, 323.
 
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näschig, adj. gern naschend, naschhaft: erschneuck (erschnüffle) alle ding, nim alle ding war, bisz neschig. Keisersberg hellisch. leuw 30, 6; die naschige (geile) nachtseuftzende wittwe. Fischart Garg. 78b; er (der sperling) flog hin, und kostete, und fand sie (die traube) ungemein süsze, und rief hundert näschige brüder herbei. Lessing 1, 150; wo sie bald eine summende mücke, bald eine näschige wespe davon (von den blumen) verjagte. Thümmel (1839) 2, 8; schon hatte sein erzkatholischer diener .. das verbotene gericht auf die tafel gesetzt, als ein .. schrecklicher schlag (donner) die näschige seele betäubte. 7, 166;

nichts setzt den magen mehr in böse laune,
als wenn ein näschiger lakai den becher dir
mit spuren seiner schmutzigen finger reicht.
Wieland Hor. sat. 2, 4, 135.


 
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näschig, adv. auf naschhafte weise:

was, Ev und Adam, ihr vom holtze näschig nisset.
Logau 2, 4, 10;

andre mügen näschig geilen, da bei Greten, dort bei Keten. 3, zugabe 138.


 
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näschigkeit, f. liguritio, catillatio Stieler 1332: mich wundert offt, worumb doch ein ehrlicher mann manchmal umb näschigkeit (s. DWB naschen 1, a, β) willen des weibes ein cornut .. heiszen müsse. Schuppius 406;

Hans Steffen stieg bei dämmerung (und kaum
konnt er vor näschigkeit die dämmerung erwarten)
in seines edelmannes garten,
und plünderte den besten apfelbaum.
Lessing 1, 211.


 
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naschkatze, f. eine genäschige katze oder person, ein naschmaul. Frisch 2, 8d:

dasz solchs fürsichtig werd verricht,
dasz ihr (der gans) die naschkatz schade nicht. ganskönig C 5a;

ob sie ein mistfink, ein naschkatz, ein fauler esel oder emsige hausmagd sei. mägdelob 17.

 

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1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,