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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
narwal bis nascheinigung (Bd. 13, Sp. 392)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) narwal, m. der einhornfisch, das seeeinhorn (monodon monoceros) Frisch 2, 8c. Dieterich naturhist. handwb. 2, 174b. Brehm thierl. 2, 831; aus schwed. dän. narhval, engl. narwhale (woraus auch franz. narval), isländ. nâhvalr, s. DWB wal. den ersten theil des wortes erklärt Frisch aus lat. nare- ('fisch, dem aus dem linken nasenloch ein horn herausgeht'), doch wurde der name schon früh (s. Oken 7, 1061) als 'aaswal' gedeutet, wol deshalb, weil nach meeresstürmen todte narwale oft an die nördlichen küsten getrieben werden (Brehm 2, 834), so dasz nar, isländ.identisch wäre mit altn. nâr leiche (in compos. nâ, z. b. nâbjargir leichenhilfe).
 
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narwalzahn, m. stoszzahn des narwal: noch vor etwa dritthalb hundert jahren gab es nur sehr wenig narwalzähne in Europa .. man hielt die zähne für das horn des einhorns in der bibel, und deshalb eben setzten die Engländer solchen zahn dem fabelhaften einhorn ihres wappens auf. Brehm thierl. 2, 834.
 
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narzisse, s. narcisse.
 
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nasbein, s. nasenbein.
 
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nasch, m. näschigkeit:

faulkeit und nasch, der hankt mir an,
das ich mich nit erweren kan.
H. Sachs 13, 77, 19 K.


 
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nasch, f. naschhafte person. H. Sachs bei Schmeller 1, 1765 Fromm.
 
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nasch, f. schachtel, dose. Schottel 1368. Richey hamb. idiot. 1772; mnd. der und die nasch (auch masch) Schiller-Lübben 3, 159b; vgl. DWB nesch für esch ebend. 176b, so dasz auch nasch für asch stehen oder umgekehrt asch erst aus nasch entstanden sein könnte (wie est aus nest u. s. w. oben sp. 1). s. DWB asch th. 1, 578.
 
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nasch, nasche, s. DWB natsch.
 
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naschbarte, f. naschbeil: sie (die schmarotzer) flicken und stecken sich hinbei wo sie künnen und mügen, ermessende wie z hof mit der naschbarten so gt zimmern und mit den herren umbzgehen. Kirchhof wendunm. 56a (1, 70 Öst.).
 
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naschbiszlein, n. ein biszlein zum naschen: und ist der schleckerei und naschbiszlein sehr viel. Mathes. Syr. 1, 126a.
 
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nascheinigung, nascheinung, f. geldbusze für den diebstahl von eszwaaren. Schottel 387a. Zedler 23, 698.

 

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1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,