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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
narte bis naschbiszlein (Bd. 13, Sp. 392)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) narte, narde, m. muldenartiges hölzernes gefäsz, trog; ahd. narto becken, pelvis Steinmeyer-Sievers 2, 733, 19; mhd. sie wæren des halt niht wert, daʒ sie den narten solten an grîfen, dar ûʒ die swîn eʒʒent. B. Berthold 1, 207, 11; nhd. alveus nart Dief. gl. 27a (ein mlte, narte, alveus Dasyp. 280a; alveus, ein bollnart, tief schüssel. Alberus Bb 2a; ein narten c 3b); capisterium, nart, narten, narthin. 97a; linter, narten. 332a; nart, muschel. Hulsius (1605) 102a; item VI heller umb ein alten stul und narten. inventar Elsen von Holzhusen im Frankf. archiv (v. j. 1410); item sol iglicher über des andern narten drencken, ob es ungeverlich also keme, das er sin trogk oder narten nit herlangen möchte .. und sol auch da by iedem narten ein kubel uffgestecket sin .. und sollen die narten alle male vole wassers werden geschopft. weisth. 4, 520, 6 (Schwarzwald, v. j. 1434); sie hant bi naht und nebel alle die vische-narten (fischkasten), die sie am vischemercket funden, genomen. Königshofen 822 Schilter; das ist ... narten weintropff (wein, der aus dem hahn in das darunter stehende gefäsz abtropft). Keisersberg emeis 49a; zwen narden oder mielterlein. reisbuch 8; nrden zu Straszburg eine kleine mulder. Frisch 2, 8a; hanauisch die (?) narde. Vilmar 280; am Untermain mit abgestoszenem n und langem a der ard. Weigand 2, 200; nassauisch arde, auch mit schwund des r ade und nade. Kehrein 1, 291.
 
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narwal, m. der einhornfisch, das seeeinhorn (monodon monoceros) Frisch 2, 8c. Dieterich naturhist. handwb. 2, 174b. Brehm thierl. 2, 831; aus schwed. dän. narhval, engl. narwhale (woraus auch franz. narval), isländ. nâhvalr, s. DWB wal. den ersten theil des wortes erklärt Frisch aus lat. nare- ('fisch, dem aus dem linken nasenloch ein horn herausgeht'), doch wurde der name schon früh (s. Oken 7, 1061) als 'aaswal' gedeutet, wol deshalb, weil nach meeresstürmen todte narwale oft an die nördlichen küsten getrieben werden (Brehm 2, 834), so dasz nar, isländ.identisch wäre mit altn. nâr leiche (in compos. nâ, z. b. nâbjargir leichenhilfe).
 
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narwalzahn, m. stoszzahn des narwal: noch vor etwa dritthalb hundert jahren gab es nur sehr wenig narwalzähne in Europa .. man hielt die zähne für das horn des einhorns in der bibel, und deshalb eben setzten die Engländer solchen zahn dem fabelhaften einhorn ihres wappens auf. Brehm thierl. 2, 834.
 
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narzisse, s. narcisse.
 
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nasbein, s. nasenbein.
 
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nasch, m. näschigkeit:

faulkeit und nasch, der hankt mir an,
das ich mich nit erweren kan.
H. Sachs 13, 77, 19 K.


 
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nasch, f. naschhafte person. H. Sachs bei Schmeller 1, 1765 Fromm.
 
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nasch, f. schachtel, dose. Schottel 1368. Richey hamb. idiot. 1772; mnd. der und die nasch (auch masch) Schiller-Lübben 3, 159b; vgl. DWB nesch für esch ebend. 176b, so dasz auch nasch für asch stehen oder umgekehrt asch erst aus nasch entstanden sein könnte (wie est aus nest u. s. w. oben sp. 1). s. DWB asch th. 1, 578.
 
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nasch, nasche, s. DWB natsch.
 
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naschbarte, f. naschbeil: sie (die schmarotzer) flicken und stecken sich hinbei wo sie künnen und mügen, ermessende wie z hof mit der naschbarten so gt zimmern und mit den herren umbzgehen. Kirchhof wendunm. 56a (1, 70 Öst.).
 
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naschbiszlein, n. ein biszlein zum naschen: und ist der schleckerei und naschbiszlein sehr viel. Mathes. Syr. 1, 126a.

 

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1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,