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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
närrischheit bis nasbein (Bd. 13, Sp. 391 bis 392)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) närrischheit, f., leipzigerisch närrschheit, närrscht, narrheit, verrücktheit, albernheit. Albrecht 174b.
 
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narrklaus, m., hennebergisch narrklôes, narr, überspannter eingebildeter mensch. Spiesz 170, s. DWB Klaus th. 5, 1034.
 
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närrlein, n. oberd. deminutivum zu narr, jetzt durch närrchen verdrängt:

nu sagt, ir lieben nerrlein ..
womit ir habt eur torheit erstriten. fastn. sp. 121, 17;

witzig närrlein, sophista, sciolus Stieler 1330; alemann. närrlin, närrli, narrli, narrel:

wie oft so ward mein narrel jehen:
sym, .. ich han sei gsehen.
Wittenweiler ring 10b, 20;

[Bd. 13, Sp. 392]



doch geschicht es ze den stunden,
daʒ ein närrli vindt ein list,
die dem weisen selczen ist. 22b, 24;

solt der narr sin har behalten,
die jungen nerrlin schliffen drin,
im har si went (wollen) verborgen sin.
Murner narrenbeschw. 96, 11;

ich hab ..
allein die kleinen närlin beschworen. luth. narr 163;

sölt ich mich eins närrlis annên.
N. Manuel Barbali 536;

bist immer ein narrli. Gotthelf Uli d. pächter (1859) 29.
 
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närrlen, verb. s. DWB närreln (närrlen, illudere, prolectare Denzler 210a).
 
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narrmaul, s. DWB narrenmaul.
 
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närrsch, närsch, s. närrisch.
 
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narte, narde, m. muldenartiges hölzernes gefäsz, trog; ahd. narto becken, pelvis Steinmeyer-Sievers 2, 733, 19; mhd. sie wæren des halt niht wert, daʒ sie den narten solten an grîfen, dar ûʒ die swîn eʒʒent. B. Berthold 1, 207, 11; nhd. alveus nart Dief. gl. 27a (ein mlte, narte, alveus Dasyp. 280a; alveus, ein bollnart, tief schüssel. Alberus Bb 2a; ein narten c 3b); capisterium, nart, narten, narthin. 97a; linter, narten. 332a; nart, muschel. Hulsius (1605) 102a; item VI heller umb ein alten stul und narten. inventar Elsen von Holzhusen im Frankf. archiv (v. j. 1410); item sol iglicher über des andern narten drencken, ob es ungeverlich also keme, das er sin trogk oder narten nit herlangen möchte .. und sol auch da by iedem narten ein kubel uffgestecket sin .. und sollen die narten alle male vole wassers werden geschopft. weisth. 4, 520, 6 (Schwarzwald, v. j. 1434); sie hant bi naht und nebel alle die vische-narten (fischkasten), die sie am vischemercket funden, genomen. Königshofen 822 Schilter; das ist ... narten weintropff (wein, der aus dem hahn in das darunter stehende gefäsz abtropft). Keisersberg emeis 49a; zwen narden oder mielterlein. reisbuch 8; nrden zu Straszburg eine kleine mulder. Frisch 2, 8a; hanauisch die (?) narde. Vilmar 280; am Untermain mit abgestoszenem n und langem a der ard. Weigand 2, 200; nassauisch arde, auch mit schwund des r ade und nade. Kehrein 1, 291.
 
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narwal, m. der einhornfisch, das seeeinhorn (monodon monoceros) Frisch 2, 8c. Dieterich naturhist. handwb. 2, 174b. Brehm thierl. 2, 831; aus schwed. dän. narhval, engl. narwhale (woraus auch franz. narval), isländ. nâhvalr, s. DWB wal. den ersten theil des wortes erklärt Frisch aus lat. nare- ('fisch, dem aus dem linken nasenloch ein horn herausgeht'), doch wurde der name schon früh (s. Oken 7, 1061) als 'aaswal' gedeutet, wol deshalb, weil nach meeresstürmen todte narwale oft an die nördlichen küsten getrieben werden (Brehm 2, 834), so dasz nar, isländ.identisch wäre mit altn. nâr leiche (in compos. nâ, z. b. nâbjargir leichenhilfe).
 
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narwalzahn, m. stoszzahn des narwal: noch vor etwa dritthalb hundert jahren gab es nur sehr wenig narwalzähne in Europa .. man hielt die zähne für das horn des einhorns in der bibel, und deshalb eben setzten die Engländer solchen zahn dem fabelhaften einhorn ihres wappens auf. Brehm thierl. 2, 834.
 
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narzisse, s. narcisse.
 
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nasbein, s. nasenbein.

 

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1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,