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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
narrieren bis närrsch (Bd. 13, Sp. 388 bis 392)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) narrieren, verb. fremdwort, aus lat. narrare: narrirn, ein ding nach der lengs her erzelen und sagen. Roth diction. (1571) L 1b; sölich antwurt wurt in nachfolgender schrift narrirt. Baumann quellen 2, 482.
 
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närrig, adj. und adv. närrisch: nerrig Freidank 140, 18 var. (15. jh.); dies ist die aller ärgste und aller närrigste abwechselung, dasz einer seine seele verkauft, damit er den leib mög decken. Philander (Leiden 1647) 7, 39; wetterauisch narrig. Weigand 2, 199; in dem loch hat so ä klaner hansworscht wie narrig erumgetonzt. Firmenich 2, 78.
 
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närrin, f. seit dem 15. jh. nachweisbar als femin. zu narr (besonders zu 4 und 8).
1) eine thörichte, unkluge, überspannte weibliche person, oft nur in scherzhaftem und vertraulichem oder bemitleidendem sinne:

der nerrin sol man in legen an,
wil es Hans Narrolt,
so wirt im die nerrin holt. fastn. sp. 673, 32;

awee, Gütel, du grosse nerrin!
wiltu nicht als weis sein als ich pin? 674, 11;

ein hübsch frow, die ein närrin ist,
ist gleich eim rosz dem oren gbrist.
Brant narrensch. 32, 21;

dann nrrin vil sint also geil,
das sie ir gsiecht bald biettent feil. 92, 59;

durch weise weiber wird das haus erbawet, eine nerrin aber zerbrichts mit irem thun. spr. Sal. 14, 1; ire weiber sind nerrin, und ir kinder boshafftig. weish. Sal. 3, 12;

wie die weiber nerrin sind,
und iede bald irn narren findt.
Murner narrenbeschw. 9, 13;

du närrin! was ist diesz? du plauderst toll und lang.
A. Gryphius lustsp. 363 Palm;

ich stund da wie eine närrin, weil ich .. solche aus einem verwirrten gemüth lauffende reden hörete. Simplic. 2, 245, 19; bis er endlich die schwachheit merkte, wann er sahe, das die dienstmagd gegenüber stets in den fenster lage und als eine närrin (s. DWB narr 10) sich endlich mit allerhand mienen sehen liesze. polit. stockfisch 82; ein frauenzimmer, das hierin (in der neigung zu gefallen) gar zu flatterhaft und gaukelnd ist, heiszt eine närrin; welcher ausdruck gleichwohl keine so harte bedeutung hat, als mit fehlender endsilbe beim manne, sogar, dasz, wenn man sich untereinander versteht, es wohl bisweilen eine vertrauliche schmeichelei anzeigen kann. Kant 7, 410; eine jede entdeckung auch des mindesten fehlers macht jedermann eine wahre freude, und das wort närrin

[Bd. 13, Sp. 389]


verliert hier seine gemilderte bedeutung. 411; das wort närrin, gegen ein frauenzimmer gebraucht, hat nicht die harte bedeutung (wie narr); weil ein mann durch die eitle anmaszung des letzteren nicht glaubt beleidigt werden zu können. 10, 225;

sie wird ..
mich noch zur närrin schwatzen!
Voss ged. 4, 41;

schweig, armselige närrin. Lessing 1, 144; was half es der arbeitsamen närrin? 145; nun sagen sie es noch einmal, ob sie fest entschlossen sind, mich einer jungen närrinn aufzuopfern? 2, 29 (m. S. Sampson 2, 7); damit sie nicht närrinnen des mannes würden. Lenz 3, 324; nun ist der freund seiner wege gegangen .. sie ist darüber auszer sich und untröstlich. die närrin! Göthe 19, 81;

das hatt ich wohl gedacht,
du närrin, dasz dich nicht der schaden klüger macht! 7, 27;

unsere schönen, die mit einer farbigten landschaft im gesicht unsere weisheit zur närrin machen wollen. Schiller 2, 351; ich kenne diese dame sehr gut, und will wissen, womit sie verdient hat, das opfer einer närrin zu werden? 3, 25 (Fiesko 1, 8); diese gesellschaft möchte gar zu gern wissen, warum ich meinen verstand so verläugnen konnte, den tollen roman mit Genuas gröster närrin zu spielen. 3, 127 (Fiesko 4, 13); war ich nicht eine närrin, meine tochter an einen armen gärtner verschenken zu wollen? Wieland suppl. 5, 2, 55; diese närrin (vorher verrücktes weib) hingegen lebt sogar der hoffnung, dereinst mit gott dem vater eine intrigue anzuspinnen. Thümmel (1839) 6, 26;

du bist allein ein ganzer tollhaus-Helikon,
der neun und neunzig musen hat zu närrinnen.
Platen (1847) 4, 147;

zuerst meinten die herren, Elisi sei eine der sentimentalen närrinnen, die sich mit bücherlesen abgeben. Gotthelf Uli d. knecht (1856) 273.
2) zu narr 12, c: sy haben auch ir grosse büchsz, genampt die närrin, under das thor gericht. Baumann quellen 1, 484.
 
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närrisch, adj. und adv. mhd. nerrisch Lexer 2, 57; synkop. närrsch (Albrecht Leipz. mundart 174b), närsch, sup. neben närrischt, närrist auch närrst, narrst (hieher gehört narr 11).
I. adjectiv, einem narren ähnlich oder angemessen.
1) zu narr 1, verrückt, oder wie verrückt, toll: der närriste Nero. Schuppius 768; im narrenhause sehen wir, dasz der mensch andern aufs wort glaubt, er sei närrisch (anm. denn man könnte einen menschen durch die versicherung närrisch machen, er sei närrisch). J. Paul uns. loge 3, 8; ich bilde mir ein, don Sylvio könnte .. ein wenig närrisch sein, ohne dasz er gerade das sein müszte, was man verrückt heiszt. Wieland 11, 289; so bin ich ausgelassen närrisch und fange viel verrücktes zeug an. Göthe 16, 60; es ist wirklich zum närrisch werden, wenn. 29, 61; ich möchte närrisch werden, dasz. Lessing 12, 106; sich bis zum närrisch werden verlieben. Campe 5, 338a; von thieren: dieweil die pferde, so damit (mit dem katzenkopf) behaftet sind, fast toll, närrisch und schwindelecht werden. Uffenbach rossbuch 2, 44; der geschlechtstrieb ist bei den hunden sehr ausgeprägt .. und macht sie mehr oder weniger närrisch. Brehm thierl. 1, 338.
2) zu narr 3.
a) lachen erregend, possenhaft, possierlich, drollig: nar, disen kolben gib niemans, er sei dan nerrischer dan du bist. Pauli schimpf u. ernst 41 Öst.; munter musz ich sein, ungezwungen, neckisch, närrisch. Göthe 36, 61; aber der närrische gast (vorher der drollige mann) verscheuchte sie gleich. 17, 22; die närrischen gesichter! ich muszte lachen. Lessing 11, 2, 644 H.; von thieren: ein nerrischer hund. Pauli schimpf u. ernst 29 Öst.; närrischer als affen. Simpl. 1, 214, 11; ein närisch kalb. 225, 21; sie hätten ihre mutter um zwei sous gebeten, um sich vom kleinen Savoyarden die närrischen thierchen zeigen zu lassen. Göthe 44, 67.
b) allgemeiner (auch ohne bezug auf lebende wesen), eigenthümlich, sonderbar, wunderlich, seltsam, lächerlich, komisch: du bist ein närrischer kauz, du hast närrische einfälle u. dgl.; ich murmelte unterschiedliche närrische wörter. Simplic. 2, 316, 21; diesz buch hat einen närrischen titel. Weise erzn. 1 neudruck;

(ich) lasse meinen reim ein wenig närrisch sein.
Ch. Knorr schles. Helikon 1, 270;

närrische schreibart. Schiller an Göthe 9 (1, 34); was ist denn das für ein närrisches lichtchen dort, das ich bald über uns, bald unter uns sehe? Göthe 27, 285; das närrischste ist, dasz jeder glaubt überliefern zu müssen was man gewuszt zu

[Bd. 13, Sp. 390]


haben glaubt. 22, 253; und machten eine närrische musik mit misztönenden instrumenten. Freytag ahnen 4, 9; nürnbergisch.

denn dâu passêirn in gscheidstn oft
die allernärrschtn strâch (streiche).
Frommann mundarten 6, 260.


3) zu narr 4 und 5, der weisheit und klugheit zuwider handelnd oder zuwider laufend, thöricht, unklug, verkehrt, einfältig, albern, dumm (oft mehr scherzhaft wie bei narr 8).
a) von personen:

den halt ich für ein nrschen gouch.
Brant narrensch. 10, 27. 34, 31;

sunst find ich närrscher narren vil,
die all ir freud hant inn dem spil. 77, 1;

stultiloquus, ein nerrischer reder. gemma gemm. (1508) A 4b; der närrisch, der thor. Maaler 301d; ein weiser son erfrewet den vater, und ein nerrischer mensch ist seiner mutter schande. spr. Sal. 15, 20; ein nerrischer son ist seines vaters hertzenleid. 19, 13; denn ich bin der aller nerrischt, und menschen verstand ist nicht bei mir. 30, 2; du redest wie die nerrischen weiber reden. Hiob 2, 10; die närrische welt will betrogen sein. Simplic. 1, 219, 12; ein närrischer liebhaber. buch d. liebe 235, 4; närrische (vorher thörichte) leute. Weise erzn. 223 neudruck; ja, närrisches ding (mädchen), du bists nicht werth, was der liebe herr für dich thut. Weisze kom. opern 3, 226; närrisches mädchen! Schiller 3, 396 (kabale 2, 2); was habt ihr, närrische kinder! was zittert ihr? Lenz 1, 13; närrisch sein, werden wie ein narr sein, werden. Stieler 1331 (s. DWB narr 7, a. c); wie nerrisch bistu doch, dasz du dir unnotig z schaffen machest. Kirchhof wendunm. 1, 408 Öst.; närrisch sein, sei das angenehmste leben. Erasmus lob der narrheit, deutsch 24; entweder ist ein weib verständig oder närrisch. Albertinus guld. sendschr. (1625) 1, 116a;

wol dem der also närrisch ist, dasz er noch kan weise werden! ..
wol dem der also weise ist, dasz er nicht kan närrisch werden.
Philander (1644) 88;

doch ein verliebter ..
.. pflegt viel närrischer als jenes volk (die Indianer) zu sein.
Ch. Knorr schles. Helikon 1, 271;

ei! du bist närrisch. Lessing 2, 392 (die alte jungfer 1, 4); dasz wir statt treu zu sein, von herzen närrisch waren. Göthe 7, 17; wie leicht war es da .. nicht mehr dumm zu sein, ein wenig närrisch zu werden! Wieland 6, 256; den tag war ich doch das närrischte von uns beiden. Lenz 2, 306.
b) von gedanken und gesinnung, von rede und handlung:

der hat wol ain närrischen muet,
der do gelaubt, das gelük geb übel und guet.
Vintler 2584;

was meinst mit deiner narrischen sag? fastn. sp. 338, 28;

nerrisch ding die redt der tor. 12, 15;

als ir in zeicht solicher nerrischer weis. 56, 34;

die blschaft ist eim ieden stand
gantz spötlich, närrisch und ein schand.
Brant narrensch. 13, 84;

da bschend (geschehen) vil närrscher stucken.
H. R. Manuel weinspiel 30;

er gab die närrische und lecherliche meinung für. Micyllus Tacitus 100a;

doch ist es mir ein grosser schad,
das ihr so eim närrischen raht
so unbesunnen habt nachgsetzt.
J. Ayrer 2114, 18 K.;

närrischer weisz, stulte, stolide Maaler 301d. Denzler 209b; närrische anschläge, närrische frage. Stieler 1331; närrische liebe. 1156; ein närrischer fund. Heuslin vogelb. 204; närrische grillen. Simplic. 1, 180, 10; närrische einbildung. Weise erzn. 123 neudruck; deine schwester hatte so eine närrische furcht. Weisze kom. opern 3, 90; kein ehemals ausgesprochenes wort soll gelten, alles was weise war, soll närrisch erkannt werden. Göthe 53, 90; manchmal fällt mirs ein, dasz es doch ein närrscher streich wäre, wenn ich trutz meiner schönen projeckten vor ostern stürbe. an Käthchen Schönkopf (d. junge Göthe 1, 41);

mystisch heiszest du ihnen,
weil sie närrisches bei dir denken. 5, 39;

die reverenz zu machen einem hut,
es ist doch traun ein närrischer befehl!
Schiller 14, 350 (Tell 3, 3);

was schwatzt der da für närrisches zeug? 14, 150 (der neffe als onkel 1, 15); närrisch genug, dasz ich in meinem kopfe hatte, du müsztest nothwendig .. mit brandblasen überdeckt .. sein. Wieland 27, 30; sprichwort: närrische frage, närrische antwort. Simrock 400.

[Bd. 13, Sp. 391]



c) von sachen und verhältnissen: närrische tracht gleich narrentracht. Stieler 2307; närrisches kleid. Simplic. 1, 25, 8; es ist ein unterschied unter erbaren und närrischen kleidern. Weise erzn. 33 neudruck; närrisches ding. Wieland 11, 289; ein närrisch ding um uns menschen, wie ich in munterer gesellschafft war, war ich verdrüsslich, jetzt binn ich von aller welt verlassen, und binn lustig. Göthe an Käthchen Schönkopf (d. j. Göthe 1, 40).
II. adverb, wie ein narr, einem narren gemäsz, thöricht, unklug, verkehrt, albern, wunderlich, seltsam: mhd.

du habe tœrische site
und rede nerrische hie mite.
H. v. Freiberg Tristan 5118;

dô er in die stat
alsô tœrischen trat
und alsô nerrisch was gestalt. 5155;

nhd. iederman spottet des jungeling,
das er als närrisch het getan.
Vintler 883;

wer nerrisch tut,
das helt man im heut als vergut. fastn. sp. 91, 21;

duo (thu) nersch, recht wie ein dorecht man. 843, 3;

und welcher hab nerrischer getan,
dem gib ich den apfel zu lan (lohn). 121, 23;

nerrisch (gedr. nereisch) reden blaterare, nerrischthun stultisare. voc. 1482 x 3b;

der narr woltt sich gern närrisch stellen.
Brant narrensch. 67, 45;

herr, las die sunde nicht auff uns bleiben, da mit wir nerrisch gethan und uns versündiget haben. 4 Mos. 12, 11; ein ungedültiger thut nerrisch, aber ein bedechtiger hasset es. spr. Sal. 14, 17; ein kluges hertz handelt bedechtiglich, aber die knen narren regieren nerrisch. 15, 14; es ist besser, man halte hertzog Georgen, das er nerrisch mit solchem eide fare, denn das er böslich und mördisch handelen solt. Luther 6, 8a; denn gott hat sich wol mehr mal so nerrisch und schwach gestellet, als solt sein wort und thun untergehen. 3, 60a; närrisch gebaren. Kirchhof wendunm. 1, 139 (1, 170) Öst.; ir habt nersch her. Zimmer. chron. 2, 600, 10;

er kunte lassen nicht, im hertzen mit zu tragen
den lieben freund, den er so (indem er ihn für einen andern
hielt) närrisch hatt erschlagen.
D. v. d. Werder Ariost 21, 54, 2;

das sol mich billich trsten,
ob es ioch schon gat närrisch z.
H. R. Manuel weinspiel 33;

hte dich vor den exempeln und schicke dich nicht närrisch zu anderer nachfolg. Schuppius 765; närrisch thät ich .., wann ich mein geld ... in ein closter oder spital steckte. Simplic. 2, 58, 13; sie stellten sich auch nicht so närrisch (ungeberdig). 1, 556, 31;

ein David zeigt den witz auch wenn er närrisch thut.
Ch. Knorr schles. Helikon 1, 270;

er muszte redlich dafür büszen,
dasz er sein schönes geld so närrisch weggeschmissen.
Stoppe neue fabeln 1, 129;

hör auf, dich närrisch zu beklagen. 2, 111;

sollten sie sich es wohl so närrisch träumen lassen. Rabener (1771) 3, 73;

hört nachbar, musz euch närrisch fragen.
Schiller 1, 243.


a) verstärkend vor adjectiven: närrisch verliebt, närrisch lustig. Frommann mundarten 5, 184; närrisch stolz. Gökingk 2, 118.
b) als interjection im sinne von narr 8, b: närrisch, närrisch! Klinger Otto 10, 12 neudruck; narrisch, was du für ein saubers sacktüchel da hast! Rosegger die dorfschöne (deutsche revue 7, 4, 47); vgl. Schm. 1, 1752 Fromm.; Lexer kärnt. wb. 196.
 
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närrischen, verb. närrisch thun; leipzigerisch närrschen, ausgelassen toben, unfug treiben, auch übermäszig eilen. Albrecht 174b.
 
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närrischheit, f., leipzigerisch närrschheit, närrscht, narrheit, verrücktheit, albernheit. Albrecht 174b.
 
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narrklaus, m., hennebergisch narrklôes, narr, überspannter eingebildeter mensch. Spiesz 170, s. DWB Klaus th. 5, 1034.
 
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närrlein, n. oberd. deminutivum zu narr, jetzt durch närrchen verdrängt:

nu sagt, ir lieben nerrlein ..
womit ir habt eur torheit erstriten. fastn. sp. 121, 17;

witzig närrlein, sophista, sciolus Stieler 1330; alemann. närrlin, närrli, narrli, narrel:

wie oft so ward mein narrel jehen:
sym, .. ich han sei gsehen.
Wittenweiler ring 10b, 20;

[Bd. 13, Sp. 392]



doch geschicht es ze den stunden,
daʒ ein närrli vindt ein list,
die dem weisen selczen ist. 22b, 24;

solt der narr sin har behalten,
die jungen nerrlin schliffen drin,
im har si went (wollen) verborgen sin.
Murner narrenbeschw. 96, 11;

ich hab ..
allein die kleinen närlin beschworen. luth. narr 163;

sölt ich mich eins närrlis annên.
N. Manuel Barbali 536;

bist immer ein narrli. Gotthelf Uli d. pächter (1859) 29.
 
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närrlen, verb. s. DWB närreln (närrlen, illudere, prolectare Denzler 210a).
 
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narrmaul, s. DWB narrenmaul.
 
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närrsch, närsch, s. närrisch.

 

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1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,