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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
narrenwunsch bis narret (Bd. 13, Sp. 385 bis 386)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) narrenwunsch, m. stulta cupiditas Stieler 2599.
 
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narrenzeitvertreib, m.: es ist ein verflucht verführerisches ding um das müssigangerische histörlein aufsuchen und histörlein erzählen, und gar heillos die bibel in diesen narrenzeitvertreib hineinzuziehen. Pestalozzi 1, 176.
 
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narrenzeug, n. nugae, ineptiae, somnia Stieler 2626; narrenzeug mochte es für sein leben nicht an ihnen (den kindern) leiden. Gotthelf Uli d. pächter (1859) 205.
 
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narrenzeuge, m. testis fatuus et sine pondere Stieler 2615.
 
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narrenzins, m.:

das ist der zoll vom narrenzins.
Murner narrenbeschw. 34, 34.


 
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narrenzoll, m.:

er sprach: 'bös krut, ich kenn dich wol!'
und fordert mir den narrenzol.
Murner narrenbeschw. 80, 8;

wer das end bedenket wol,
das mittel, als er billich sol,
der darf nit geben narrenzol. 84, 16;

die Egypter haben einen zoll auf die personen gesäzt, so in ihrem tuhn und fürhaben, in künftigen dingen, bei den astrologis raht gefraget, und nenneten es scrutinium stultorum, den narrenzoll. Butschky Pathm. 313, vgl. Zedler 23, 686.
 
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narrenzote, f.: was ein man mit seiner frau für narrenzoten weisz, was er für spiegelfechten treib. S. Frank moriae encom. 14b.
 
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narrenzunft, f.:

das tt sin grosz und hoch vernunft,
die do brucht der narrenzunft.
Murner narrenbeschw. 49, 16;

es war eben fastnacht, wo die sogenannte narrenzunft, ein ordentliches institut dieser stadt, bei welchem über 200 personen von allen ständen eingeschrieben sind, ohnehin ihre gaukeleien machte, die meinem herrn schwer geld kosteten. der arme mann im Tockenb. 109.
 
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narrer, m. einer der narrt Stieler 1331; unter bierpfaffe th. 2, sp. 1 steht ein beleg aus Simplic. 1, 179, doch bei K. 1, 279 narren (acc.) ohne var.
 
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narrerei, f. gleich narrei Stieler 1331; sie sagen von irer eigen gauchery und narrerei. der newe grosz römisch calender (1522) 8b; Erasmus als ein morio und stocknarr het moriam (d. i. encomium moriae) eine rechte narrerei geschrieben. Luther tischr. 293b; und ist doch alles narrerei, thorheit, betlerei. S. Frank parad. (1539) 120b; die narrerei bleiben zu lassen gebetten. Kirchhof wendunm. 215b. 324a; wir halten unsere narren alle verschlossen und an mehrerlei orten, nach

[Bd. 13, Sp. 386]


dem ihr narrerei ist. Bebel facet. (1589) 13b; es ist alles mit einander rechte narrerei. Rein. fuchs (1650) 396;

dein narrerei und kunst
mir zu helffen ist gar umbsunst.
Ayrer 2515, 34 K.;

der menschen klugheit ist für gott nur narrerei.
Fleming 19, 136 L.;

und wahrhaftig, wenn dás deutscher patriotismus ist, so ist es noch eine frage, ob französische narrerei nicht eben so gut ist, und wir im grunde anders aber nicht besser werden sollen. K. Lessing bei Lessing 13, 513 (v. j. 1774); kärnt. narrarei, späsze. Lexer 196.
 
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narret, s. närricht.

 

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1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,