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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
narrenkönig bis narrenleben (Bd. 13, Sp. 375 bis 376)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) narrenkönig, m.: bist du auch ein könig? Kunz v. d. Rosen. ja, narrenkönig. Freytag brautfahrt (1858) 91.
 
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narrenkopf, m.: ei dasz dich der teufel schend .. du alter tanhausischer eselftrer, mit deinem subtilen narrenkopf! Schade sat. 2, 120, 26; das blinde glükke säzt manchen auf einen hohen stuhl, damit seine unfollkommenheit so viel erkenntlicher werden möge; und ist besser, herrliche tugenden haben in dem untersten stande, als ein herr sein mit einem narrenkopf. Butschky Pathm. 89; so viele Don Quixotes sehen ihren eigenen narrenkopf aus dem Savoyardenkasten der komödie gucken. Schiller 2, 341; dummkopf, narr: es möchte einen die stranguria bestehen über den groben narrenköpfen. Luther 2, 139a;

der hat den witz verloren,
der ist ein narrenkopf.
Rachel 4, 342;

als schelte: narrenkopf du, ich will dich .. F. Müller 1, 244.

[Bd. 13, Sp. 376]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) narrenkotter, m. wie narrenhaus, narrenhäuslein, gefängnis für kleinere vergehen: solle alszbalt zur buesz und straff in den narrenkother geführt ... werden. österr. weisth. 6, 124, 38; der soll es zur straff in nahrnkotter mit wasser und proth abbüeszen. 125, 31 (17. jahrh.); deminutiv das narrenkötterlein. Schmelzl lobspruch 93. s. th. 5, 1899. 1900.
 
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narrenkraut, n.:

ein bler würt verblnnt so gar,
er meint, es nm nieman sin war,
disz ist das krefftigst narren-krutt,
disz kappen klbt lang an der hutt.
Brant narrensch. 13, 94;

kraut aus dessen samen narren wachsen. Chr. Weise Masaniello 60.
 
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narrenkrone, f. corona papyracea Stieler 1041.
 
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narrenlache, f. gleich narrenbad:

dergleichen wer will mehr verzehrn,
dann im sein pfluge mag erneern,
und ist leichtfertig inn sein sachen,
der ghört auch inn die narren-lachen.
H. Sachs 5, 307, 13.


 
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narrenland, n.: es ist nicht, dasz ein narrenland an einem seidenfaden hangt. Lehmann 2, 156; fragt man, um die Zockler aufzuziehen (zu necken), wo ihr land anfange, so antworten sie 'da wo das narrenland aufhört.' Birlinger volksth. 1, 459. vgl. DWB geckenland th. 41, 1923.
 
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narrenlärm, m.: bei dem narrenlärm unserer tagesblätter, geht es mir wie einem der in der mühle einschlafen lernt: ich höre und weisz nichts davon. Göthe an Zelter 302 (2, 422).
 
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narrenlauf, m.:

unser götte (pathen) bi dem touf
lernent oft den narren-louf
die selben kindli, die sie heben,
und schwerent doch den eid do neben,
sie wellent sie den glouben leren.
Murner narrenbeschw. 4, 134.


 
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narrenlauge, f.:

wir wölln in mit narrnlaugen zwagen (waschen).
J. Ayrer 2369, 29 K.


 
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narrenleben, n. moria, vanitas vitae Stieler 1098.

 

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1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,