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narrenfeld bis narrengarn (Bd. 13, Sp. 370 bis 371)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) narrenfeld, n. habitatio stultorum Stieler 464:

sie ghren auch inns narrenfelt.
Brant narrensch. s. 80a.

[Bd. 13, Sp. 371]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) narrenfest, n.: die obrigkeit duldete die fastnachtszechen und mummereien bis in die kirchen .. man erinnert sich der saturnalien wie der narrenfeste .. und man sieht .., dasz aller welt obrigkeit .. den grundsatz angenommen hatte .. die thorheit musz wenigstens ein mal im jahre ausgähren, damit sie das fasz nicht sprenge. Möser 4, 33; es geschieht niemals ohne ehrfurcht, dasz ich an die apologie der französischen geistlichkeit denke, wodurch sie die gewohnheit der jährlichen narrenfeste gegen das bischöfliche verbot .. zu rechtfertigen sich bemühte. 8, 112 (vgl. Wander 3, 937); aus einem narrenfest in das andere zu grabe gehetzt werden. Thümmel 4, 374; in betracht .. dasz alle völker traumfeste und narrenfeste halten. J. Paul biogr. bel. 1, 123.
 
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narrenfinger, m. digitus medius Stieler 485.
 
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narrenflügel, m. bairisch narrenflüg, flügel welcher einer gans nach der seite heraussteht und den sie nicht auf den leib legen kann. Schm. 1, 1754 Fromm.
 
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narrenfrage, f. interrogatio stulta Stieler 543.
 
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narrenfrau, f. mulier multivola Stieler 546.
 
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narrenfreiheit, f.: narrenfreiheit haben, omnem dicendi libertatem impune ferre. Aler 1450b; an der fastnacht war narrenfreiheit von jeher. Birlinger volksth. 2, 35.
 
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narrenfresser, m. einer der narren friszt (s. DWB fressen th. 41, 134, 3 und narr 6, b):

ich bin der narren-fresser
und saltz der ein inn läre fesser
ein grosze sumb, die ich nit mag.
H. Sachs 5, 302, 21 K.;

ja der narrenfresser bin ich.
weist du dich schuldig der thorheit,
so fleuch von mir.
J. Ayrer 3132, 5 K.;

der narrenfresser kompt, hüte dich. Agricola 2, 129; jetzo gibts nicht so viel narren wie vor zeiten, denn jetzt seind zu viel narrenfresser. Lehmann 531, 43; ich weisz, dasz dir das maul nach dem narrenfresser, dem aufschneider .. stinke. A. Gryphius 1, 765; wenn den der narrenfresser (das tollhaus) nicht bald wegschnappt, so friszt er keinen mehr. Musäus physiogn. reisen 2, 177.
 
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narrenfreude, f. oblectamenta stultorum Stieler 552.
 
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narrengang, m. itio irrita, itus inanis Aler 1450b:

wie die buler rennen
so vil umbschweiffent narrengeng!
H. Sachs 3, 545, 24 K.;

so hab ich oft ein narrnganck thon. 12, 443, 24;

wer diser gab (gottesfurcht) nit hate,
der tt gar manchen narrengang.
Uhland volksl. 875;

dasz auff erden sie so manchen narrengang umb nichts gethan. Philander (1644) 373; das wird eine bessere sühne sein, als mit klirrenden eisen einen narrengang durch die weite welt zu thun. Scheffel Ekkeh. 273.
 
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narrengarn, n. narrennetz:

seit ich so lang im narrengarn
gelegen bin. fastn. sp. 40, 10.

 

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1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,