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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
namenbuch bis namenhundert (Bd. 13, Sp. 338)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) namenbuch, n.
1) namensverzeichnis, nomenclator: item gedenk .. an ein namenbuch. Zimm. chron. 1, 445, 32; der nomenclatoren oder nambücher. Leibnitz 476;

und ihm wird weisz gemacht, es stände
in Fama's nahmenbuch der seine obenan.
Wieland 10, 314;

wörterbuch der eigennamen: möge das nächste altdeutsche namenbuch seinem werthe nach weiter von dem meinigen abstehen, als dieses sich von Graffs namensammlungen unterscheidet. Förstemann altd. namenbuch 1, xiii.
2) abecebuch, buchstabierbuch, fibel Höfer österr. mundart 2, 279; der einen prozesz anfängt, und sein lebtag kein gesetzbuch gesehen hat, geschweige gelesen, der ist accurat so ein a-b-c-bub, der eine neue fibel oder namenbuch, wie wir hier sagen, unter dem arme hat und zur mutter läuft mit groszem geschrei: »mutter, mutter, das grosze A, wo ist es, wo das grosze A?« Gotthelf Uli d. pächter (1859) 263.
 
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namenbüchlein, n. deminutiv zu namenbuch 2: einen das namenbüchlein lehren. Fischart Garg. 140a; österr. namenbüechel Höfer 2, 279, kärnt. namepüechl.
 
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namenchrist, m. der nur dem namen nach christ ist, maulchrist: nahmenschrist Stieler 266; wenn nun auch von diesen namenchristen sich einige ärgerten. Lessing 10, 188.
 
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namendeutung, f. notatio nominis Stieler 309.
 
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namendieb, s. namensdieb.
 
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namenerklärung, f.
1) die erklärung, deutung von eigennamen: die thatsachen .. die man ihnen (Pilatus, Judas u. a.) lieh, flieszen aus namenerklärungen. Gervinus 15, 255.
2) philosophisch, nominaldefinition, im gegensatz zur sacherklärung: die namenerklärung d. i. diejenige, welche blos zur unterscheidung des objectes von allen anderen zureicht und aus einer vollständigen und bestimmten exposition des begriffs hervorgeht. Kant 5, 51; welches nichts weiter als eine namenerklärung sein soll. Fichte über d. begr. der wissensch. 36.
 
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namengeber, m. wer einer person oder sache einen namen giebt.
 
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namengeberei, f.: die buchstaben-orthodoxie mit ihrer verlebten dogmatik, ihrer gehässigen polemik und namengeberei. Schwarz in der hallischen lit.-zeitung 1845 nr. 186 s. 302.
 
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namengebung, f. die gebung eines namens (vgl. DWB name B, 1, a): namengebungen in der bibel. Herder älteste urk. 1, 42; die namengebung (terminologie) der philosophie. Rückert brahm. 10, 63.
 
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namenherleiher, m.: der aberglaube, dasz ein kind hundert jahre lebe, zu welchem man die gevattern oder namenherleiher aus drei verschiedenen kirchspielen bittet. J. Paul vorschule 2, 208. vgl. namenleiher.
 
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namenhundert, n. ein hundert von namen:

und wenn ich Allahs namenhundert nenne,
mit jedem klingt ein name nach für dich.
Göthe 5, 200.

 

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1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,