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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
nahrungstheil bis nährvater (Bd. 13, Sp. 317)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) nahrungstheil, m.: als ob das heilige brod gleich andern speisen zerstört und in nahrungstheile aufgelöset werden könne. Lessing 8, 409; die nahrungstheile (nahrungsorgane) sind bei ihnen (den pflanzenthieren) schon gesondert. Herder ideen 1, 116.
 
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nahrungstrieb, m. instinktmäsziger ernährungstrieb: siehe da kriecht die häszliche, einem groben nahrungstriebe dienende raupe. Herder ideen 1, 276; diese geschöpfe (nagethiere) haben einen lebhaften nahrungstrieb, das organ des ergreifens. Göthe 55, 321; bildlich:

ein honigvöglein, weich und zart,
ist leichte sinnenliebe.
von schmetterlings- und bienenart
sind ihre nahrungstriebe.
Bürger 101b (2, 207).


 
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nahrungsverdienst, m.: arbeit und nahrungsverdienst suchen. allgem. anz. 1845 s. 3662.
 
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nahrungsverfall, m. gleich nahrungsabfall, vermögensverfall. Mainzer landr. 512; nahrungsverfall eines wirts. Zinck 2013; ein in nahrungsverfall gerathenes wirthshaus. Wieland, in dessen leben v. Döring 411.
 
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nahrungsvermögenheit, f.: gleiche hitze gab er der nahrungsvermögenheit, wodurch der mensch die verlorenen kräfte ersetzen und sich neue verschaffen kann. Lessing Huart 339.
 
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nahrungswaare, f.:

so lauter trank- und nahrungs-waaren
von weit entfernten ort und enden, für unsre tische, zu uns fahren.
Brockes 8, 299.


 
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nahrungswasser, n. lympha Zedler 18, 1514. 23, 547.
 
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nahrungsweise, f. art der ernährung: die tägliche arbeit eines menschen steht im verhältnisse zu seiner muskelmasse, und, da diese von der ernährung abhängt, auch zu dessen nahrungsweise. Klencke hauslex. 2, 122;

ein jedes thier der trift hat seine nahrungsweise;
was für das eine gift, ist für das andre speise.
Rückert brahm. 16, 4, 53.


 
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nahrungswerth, m. gleich nährwerth: der nahrungswerth der milch, des fleisches u. s. w.; er gab diese verhältnisse ihres (der früchte) nahrungswerthes in zahlen an. Freytag handschrift 1, 117.
 
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nahrungszweig, m. nahrung bietender zweig (eines fruchtbaumes), erwerbszweig, erwerbsmittel: Adam baute den acker; einen seiner söhne sehen wir schon einen neuen nahrungszweig, die viehzucht, ergreifen. Schiller 9, 132; der erheblichste nahrungszweig dieser stadt ist der handel. Campe kinder- und jugendschriften (1830) 18, 74;

zwei hinkende, für die bisher
ein frischer nahrungszweig an dürren krücken blühte.
Langbein (1854) 2, 3;

sinnig wird mit dem worte gespielt:

ach dasz auch der menschen zwei
also könnten wohnen,
wie die vögel frank und frei
in den laubeskronen.
brauchte mit der liebsten ja
nur ein kleines nestchen,
doch kein nahrungszweig ist da,
der mir böt ein ästchen.
Rückert ges. ged. 1, 254.


 
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nährvater, m. ziehvater, pflegevater, besonders von Joseph, dem nährvater Christi.

 

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1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,