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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
nahrungsliebe bis nahrungsreich (Bd. 13, Sp. 315)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) nahrungsliebe, f. liebe zur, begierde nach nahrung:

sowie den blitzetragenden adler ..
einst jugend, die keine gefahren kennt
... auf die wollenschaar
die nahrungsliebe (vividus impetus) himmelab sinken liesz.
Ramler 2, 188 (Hor. Od. 4, 4, 10).


 
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nahrungslos, adj. gleich nahrlos: narungslose zeiten, tempora difficilia Stieler 1179; geld- und nahrungslose zeiten. Butschky kanzl. 273;

die nahrung-losen flammen.
Brockes 2, 245.


 
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nahrungslosigkeit, f.: aus den gebirgen vernimmt man klagen .. wie dort die nahrungslosigkeit überhand nehme. Göthe 22, 148.
 
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nahrungsmangel, m. mangel an nahrung.
 
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nahrungsmaterie, f.: die nährende oder nahrungsmaterie ist das gereinigte flüszwasser des geblütes, als welches zu allen und jeden festen theilen des gantzen leibes kommt, und so wohl weiche als harte theilgen in sich fasset, die jedes theil des cörpers zu nähren geschickt sind. Zedler 23, 536.
 
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nahrungsmittel, n. mittel zur ernährung, besonders diejenigen stoffe, welche fähig sind, auf dem wege der verdauung die thierische substanz, die durch den lebensprocesz verbraucht ist, wieder zu ersetzen, indem sie durch die verdauung selbst in diese umgewandelt werden. encyclop. wb. der medic. wissensch. 24, 627; nahrungsmittel Ludwig teutsch-engl. lex. (1716) 1308. Zedler 23, 547; die nahrungsmittel in ihrem korbe waren unberührt. Freytag ahnen 5, 197; übertragen: ist freiheit das unersetzliche nahrungsmittel der völker, welches volk hat mehr daran gehungert, als das griechische? Börne 3, 151.
 
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nahrungspflanze, f. nahrung gebende, zur nahrung benutzte pflanze: mehlgebende, ölreiche, zuckerreiche nahrungspflanzen. Meyer konversationslex. 11 (1877), 896b.
 
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nahrungspflicht, f. pflicht für nahrung zu sorgen, sich zu ernähren:

verschluck dich nicht, bedenke deine nahrungs-pflicht.
J. W. Brodtkorb die deutsche wahrheit (1700) 114.


 
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nahrungspflug, m. genus vivendi, quaestus Stieler 1449.
 
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nahrungsquell, m., nahrungsquelle,f. quelle der nahrung: die armuth, die sonst einen nothpfennig davon (aus den stiftungen) gezogen, muszte diese einzige nahrungsquelle für sich vertrocknet sehen. Schiller 7, 324;

sie (eichel), auch sonst nur nahrungsquelle
für das wüste rüsselthier,
schwang sich an des kaffees stelle.
Langbein (1854) 2, 366;

der wipfel aber ringt stets dichter sich zu falten,
um frisch den nahrungsquell der wurzel zu erhalten.
Rückert brahm. 2, 12;

drum klage nicht ein mann, wenn nahrungsquellen schwinden,
der leicht wo anders kann ein unterkommen finden. 13, 62.


 
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nahrungsreich, adj. reich an nahrung, sehr nährend:

(er) raubt uns, als ein feind, die nahrungsreichen bissen.
Hoffmannswaldau 2;

mit nahrungsreicher frucht.
Weckherlin 233;

[Bd. 13, Sp. 316]



die uns erfrischenden .. kräfte
der nahrungsreichen säfte,
die jede frucht besonders hegte.
Brockes 2, 254.

ein nahrungsreiches substantiöses blut. Garve anm. zu Cic. off. 2, 128; wasser. trinken sie (mäuse) im allgemeinen nur selten; dagegen sind sie äuszerst lüstern auf alle nahrungsreicheren flüssigkeiten. Brehm thierl. 2, 113.

 

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1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,