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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
nahrungskeim bis nahrungspflug (Bd. 13, Sp. 315)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) nahrungskeim, m.:

darum muszt du kennen lernen,
wo in pflanzen, früchten, kernen
liegt fürs haus der nahrungskeim.
Rückert (1847) 215.


 
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nahrungskraft, f. die kraft zu nähren, nährkraft: in der alten physiologie hat man den cörpern ein gewisse nahrungskraft, facultatem nutritivam zugeeignet, weil man die weise, wie es mit solcher nahrung zugehe, anders nicht zu erklären gewuszt. Zedler 23, 535; jedoch hätten diese äpffel in sich mehr artzney als nahrungs-kräfften. Lohenstein Armin. 2, 338a;

gleichfalls sind des zuckers säfte ..
ihrer pflanzen nahrungskräfte.
Brockes 9, 125;

weizen ist von dem getraide
fast das alleredelste,
drinn ich nicht nur unsre weide
und die nahrungskräfte seh. 143;

alle fetten feuchtigkeiten
brennen gleich auf allen seiten:
denn in ihrem zähen saft
steckt des feuers nahrungskraft. 1, 369.


 
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nahrungsliebe, f. liebe zur, begierde nach nahrung:

sowie den blitzetragenden adler ..
einst jugend, die keine gefahren kennt
... auf die wollenschaar
die nahrungsliebe (vividus impetus) himmelab sinken liesz.
Ramler 2, 188 (Hor. Od. 4, 4, 10).


 
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nahrungslos, adj. gleich nahrlos: narungslose zeiten, tempora difficilia Stieler 1179; geld- und nahrungslose zeiten. Butschky kanzl. 273;

die nahrung-losen flammen.
Brockes 2, 245.


 
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nahrungslosigkeit, f.: aus den gebirgen vernimmt man klagen .. wie dort die nahrungslosigkeit überhand nehme. Göthe 22, 148.
 
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nahrungsmangel, m. mangel an nahrung.
 
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nahrungsmaterie, f.: die nährende oder nahrungsmaterie ist das gereinigte flüszwasser des geblütes, als welches zu allen und jeden festen theilen des gantzen leibes kommt, und so wohl weiche als harte theilgen in sich fasset, die jedes theil des cörpers zu nähren geschickt sind. Zedler 23, 536.
 
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nahrungsmittel, n. mittel zur ernährung, besonders diejenigen stoffe, welche fähig sind, auf dem wege der verdauung die thierische substanz, die durch den lebensprocesz verbraucht ist, wieder zu ersetzen, indem sie durch die verdauung selbst in diese umgewandelt werden. encyclop. wb. der medic. wissensch. 24, 627; nahrungsmittel Ludwig teutsch-engl. lex. (1716) 1308. Zedler 23, 547; die nahrungsmittel in ihrem korbe waren unberührt. Freytag ahnen 5, 197; übertragen: ist freiheit das unersetzliche nahrungsmittel der völker, welches volk hat mehr daran gehungert, als das griechische? Börne 3, 151.
 
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nahrungspflanze, f. nahrung gebende, zur nahrung benutzte pflanze: mehlgebende, ölreiche, zuckerreiche nahrungspflanzen. Meyer konversationslex. 11 (1877), 896b.
 
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nahrungspflicht, f. pflicht für nahrung zu sorgen, sich zu ernähren:

verschluck dich nicht, bedenke deine nahrungs-pflicht.
J. W. Brodtkorb die deutsche wahrheit (1700) 114.


 
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nahrungspflug, m. genus vivendi, quaestus Stieler 1449.

 

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1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,