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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
nährmittel bis nährstand (Bd. 13, Sp. 310)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) nährmittel, n. mittel zur ernährung (vgl. nahrungsmittel): eiweiszstoffige, mehlige, zuckerstoffige nährmittel. Klencke hauslex. 2, 111; bildlich: wenn ein höheres wesen ... sähe, welche nährmittel durch unsern innern menschen gehen, denen er seinen milchsaft abgewinnen musz, dieses gemenge von .. gedichten u. s. w. J. Paul Hesp. 2, 107.
 
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nährmutter, f. nährende mutter:

o sonne, du nährmutter uns im schattenhaus!
Rückert ges. ged. 2, 417.


 
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nährpfennig, m. geld für den notwendigen lebensunterhalt: ein nährpfennig, ein ehrpfennig und ein nothpfennig machen einen guten wirth. Wander sprichw. 3, 868; ich eifere nur über die bosheit des bettlers .. der sie um ihren nährpfennig bringen will. Gellert (1867) 3, 145.
 
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nährpunkt, m. die ernährung betreffender punkt: ämter .., welche jeden einzelnen zu enge auf den eignen stand- und nährpunkt heften. J. Paul Katzenb. 2, 134.
 
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nährsaft, m. wie nahrungssaft Campe: (der pflanze) den nährsaft abschneiden. Dubois-Reymond über eine akademie der deutschen sprache s. 9.
 
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nährsalz, n. nährendes, in nahrungsstoffen enthaltenes salz: die nährsalze des frischen fleisches. Klencke hauslex. 2, 131 (ernährungssalz 124).
 
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nahrsam, adj. gut nährend, nahrhaft:

und dabei sind seine (des roggens) kräfte nahr- und hülfsam, er vermehret
unsers körpers nöthge säfte.
Brockes 9, 144;

da es (rindfleisch), auszer dasz es nahrsam, im geschmack uns so ergetzt,
dasz mans täglich essen kann. 260;

ein nahrsamer ort, wo man leicht seine nahrung finden, erwerben kann. Campe; ein haus an einer nahrsamen lage (in nord- und mitteldeutschen zeitungsannoncen).
 
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nährsam, adj. dasselbe: nährsames schwarzmehl. Auerbach volkskalender (1861) 4.
 
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nährsau, f. eine nährende sau, zuchtsau: ain nersau Schm. 1, 1754 Fromm. (v. j. 1456); es ist besser zehen jar ein möstsau dann zwaintzig jar ein nörsau (redensart der damaligen säufer). S. Frank laster der trunkenheit (1531) B 4a; übertragen:

ein saw lehrt ire jungen wülen
in kot und stincketen mistkülen.
so thut der karg sein kinder lehren,
sie sollen sparn und kercklich zehren,
das geltlich gnaw zusamen halten,
des werdens nersew gleich den alten.
H. Sachs 3, 504, 3 K.


 
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nährschwein, n. zuchtschwein Schm. 1, 1754 Fromm. (15. bis 17. jh.).
 
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nährstand, m. der stand der nährenden, die für sich und andere durch ackerbau, handwerk u. s. w. nahrung producieren, lebensunterhalt erwerben: nehrstand, status oeconomicus Stieler 2131; gott hat drei heilig stende auff erden, den lehr-, wehr- und nehrstand. Mathesius Sar. 47a;

wehr-, lehr-, nähr-stand, ieder stand hat sein eignes ehr in sich.
Logau 2, 8, 21;

[Bd. 13, Sp. 311]


leider ist dieses jetzt das allgemeine staatsübel, wenn der wehrstand ... mit weibern und kindern den nährstand überwiegt. Möser 2, 246; den nährstand hatte Mantegna in den triumphzug .. vertheilt. Göthe 39, 155; nur éinen bleibenden unterschied behalten die höfe vor dem lehr- und nährstande — die langweile. J. Paul 48, 78 H.; schriftsteller, welche irrig genug noch von einigen dem lehrstande eingeschaltet werden, da sie offenbar in den nährstand zu werfen sind, insofern sie für die ernährung sowol ihrer selber als ihrer verleger und drucker ... ihre allerschönsten kräfte ... aufbieten. 273;

wer ist dran schuld, als wir soldaten,
dasz der nährstand in schimpf gerathen?
Schiller 12, 53 (Wallenst. lager 11);

der nährstand soll leben! 56.

 

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1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,