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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
nährfähigkeit bis nährkraft (Bd. 13, Sp. 307 bis 308)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) nährfähigkeit, f. fähigkeit zu nähren, nährwert: noch bis zum jahre 1831 glaubte die französische akademie an die nährfähigkeit des leims. Klencke hauslex. 2, 129.
 
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nährgefäsz, n. nahrung enthaltendes, nährendes gefäsz:

viel äderlein (in der pflanzenrinde),
so die nährgefäsze sein.
Brockes 9, 101.


 
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nahrhaft, adj.
1) nahrung (nahr) enthaltend und gebend, nährend. gramm. 2, 563: eine nahrhafte kost, speise u. dgl. Stieler 1341; alle milch ist nahrhafft. Frisch 2, 14a; kaufmännisch: ein nahrhaftes (einträgliches, den mann nährendes) geschäft; ein nahrhafter ort, locus altilis Stieler; nahrhafte stadt, civitas quaestuosa Aler 1448b; es soll ein ganz nahrhafter (erwerbsamer, wohlhabender) ort sein. Thümmel 2, 331; auf mannigfaltig gebogenen hügeln sind schöne nahrhafte matten. Göthe 16, 276; eine weite nahrhafte gegend. 16, 150 H.; übertragen:

geniesze den köstlichen frieden,
der, dem gemüt nahrhaft, schöne gedanken erzieht.
Platen (1847) 2, 318.


2) nahrung suchend, auf erwerb ausgehend: nahrhafte leute, homines industrii, laboriosi Stieler 1341; nahrhaft, qui victum assiduo labore quaerit Aler 1448a. Frisch 2, 14a.
 
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nährhaft, adj.: neerhaft, daʒ da neeret, almus Dasypod. (1556) K 8a; nehrhaft (neben nahrhaft) Stieler 1341.
 
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nahrhaftig, adj.
1) gleich nahrhaft 1: in der nahrhaftigen stadt Itzehöe. Schuppius 185; nd. nerachtich, questuosus Dief. gl. 479a.
2) gleich nahrhaft 2: narhaftigen lûden zu verbieden, gein Hirzenhâne zu gêne (zu wallfahrten). Frankfurter bürgermeisterb. v. j. 1429 bei Lexer 2, 35; befiehl nicht, dasz ein nahrhaftiger mann (vor- und nachher armer mann, bettler) geplagt werde. persian. baumg. 2, 9. vgl. nährig, nährlich.
 
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nahrhaftigkeit, f. almities, narhaftigkeit Alberus aa 2b; erwerbsamkeit Frisch 2, 14a.
 
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nährhand, f. nährende, erwerbsame und sparsame hand: nehrhand und sparhand kauft fremd land. Schottel 1131b.
 
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nähriemen, m. schmaler und dünner riemen, womit die sattler nähen. Jacobsson 3, 127a.
 
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nährig, adj. und adv.
1) nährend, nahrhaft: der nährige boden, der nährige brodem. Auerbach neues leben (1852) 1, 204. 278.
2) auf nahrung und erwerb bedacht, haushälterisch, sparsam, dann im tadelnden sinne geizig, mnd. nerich Schiller-Lübben

[Bd. 13, Sp. 308]


3, 175b, nd. nêrig Schambach 144b. Schütze 3, 140, närig brem. wb. 3, 218, Danneil 143, nehrig Richey 173, nd. sprichwort: man mot nêrig sîn, et sind hâchbeinige tîen (man musz erwerbsam und haushälterisch sein, es sind schlimme zeiten). Schambach;

frau, lasz uns nicht so nährig geizen.
Voss ged. 6, 162;

schwäb. närig, gnärig, erwerbsam, sparsam, geizig, spärlich, armselig Schmid 402.
 
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nährigkeit, f. sparsamkeit, gewinnsucht, geiz, nd. neerigkeit Schütze 3, 140, närigkeit Danneil 143, nehrigkeit Richey 173; sprichwort: närigkeit bedrugt de wiesheit (von jenen, die aus gar zu groszer gewinnsucht nachtheil ziehen). brem. wb. 3, 218.
 
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nährkraft, f. gleich nahrungskraft: Bischoff und Voit sind geneigt, dem leim eine nährkraft zuzusprechen, die etwa des eiweiszes erreicht. Klencke hauslex. 2, 129.

 

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1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,