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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
nähren bis nähriemen (Bd. 13, Sp. 307)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) nähren, n. nutritus Steinbach 2, 109:

wenn denn jeder sein amt verwalt:
der könig schutz, das recht der alt,
der gemeine man erbeit und neren (nahrungserwerb).
Rollenhagen froschm. II, 5, 5, 171.


 
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nährer, m.
1) alumnus, nutritor Dief. gl. 27a. 386a; neerer, der erneert oder erzeucht, altor, nutritor. Maaler 303d;

schnell den Ida erreicht' er, den quelligen nährer des wildes.
Voss Il. 8, 47;

mhd. wan er (Joseph) des himels künig was
nerer unde phleger.
Walther v. Rheinau 59, 30.


2) von dem grind oder nährer, so gemeiniglich an den kopf und in das angesicht der kleinen kinder kommt. Mauriceau deutsch 577.
 
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nährerin, f. nutrix Dief. gl. 386b; neererin, educatrix, nutrix. Maaler 303d;

die erd wer (wäre) ein neererin ring
und mutter aller wachsenden ding.
H. Sachs 7, 399, 32;

du bist der reichen nährerin.
Weckherlin 763;

ihr seelen voll von schuld, ihr nährerin der sünden.
Opitz (1645) 2, 51;

er kann alle nächte die nährerin seiner begierden, seine geliebte, in den arm schlieszen. persian. rosenth. 7, 20;

auch meine nährerin (vaterstadt) soll einsten öde liegen.
Drollinger 181;

als ihr von dem genie die sittlichkeit sondertet, trenntet ..
jene nährerin des heiligen feuers.
Klopstock 7, 328;

du meiner kindheit väterliche flur
... ich umfasse dich ...
auch meine mutter, meine nährerin
und einst mein grab.
Herder 16, 89.


 
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nährfähigkeit, f. fähigkeit zu nähren, nährwert: noch bis zum jahre 1831 glaubte die französische akademie an die nährfähigkeit des leims. Klencke hauslex. 2, 129.
 
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nährgefäsz, n. nahrung enthaltendes, nährendes gefäsz:

viel äderlein (in der pflanzenrinde),
so die nährgefäsze sein.
Brockes 9, 101.


 
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nahrhaft, adj.
1) nahrung (nahr) enthaltend und gebend, nährend. gramm. 2, 563: eine nahrhafte kost, speise u. dgl. Stieler 1341; alle milch ist nahrhafft. Frisch 2, 14a; kaufmännisch: ein nahrhaftes (einträgliches, den mann nährendes) geschäft; ein nahrhafter ort, locus altilis Stieler; nahrhafte stadt, civitas quaestuosa Aler 1448b; es soll ein ganz nahrhafter (erwerbsamer, wohlhabender) ort sein. Thümmel 2, 331; auf mannigfaltig gebogenen hügeln sind schöne nahrhafte matten. Göthe 16, 276; eine weite nahrhafte gegend. 16, 150 H.; übertragen:

geniesze den köstlichen frieden,
der, dem gemüt nahrhaft, schöne gedanken erzieht.
Platen (1847) 2, 318.


2) nahrung suchend, auf erwerb ausgehend: nahrhafte leute, homines industrii, laboriosi Stieler 1341; nahrhaft, qui victum assiduo labore quaerit Aler 1448a. Frisch 2, 14a.
 
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nährhaft, adj.: neerhaft, daʒ da neeret, almus Dasypod. (1556) K 8a; nehrhaft (neben nahrhaft) Stieler 1341.
 
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nahrhaftig, adj.
1) gleich nahrhaft 1: in der nahrhaftigen stadt Itzehöe. Schuppius 185; nd. nerachtich, questuosus Dief. gl. 479a.
2) gleich nahrhaft 2: narhaftigen lûden zu verbieden, gein Hirzenhâne zu gêne (zu wallfahrten). Frankfurter bürgermeisterb. v. j. 1429 bei Lexer 2, 35; befiehl nicht, dasz ein nahrhaftiger mann (vor- und nachher armer mann, bettler) geplagt werde. persian. baumg. 2, 9. vgl. nährig, nährlich.
 
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nahrhaftigkeit, f. almities, narhaftigkeit Alberus aa 2b; erwerbsamkeit Frisch 2, 14a.
 
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nährhand, f. nährende, erwerbsame und sparsame hand: nehrhand und sparhand kauft fremd land. Schottel 1131b.
 
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nähriemen, m. schmaler und dünner riemen, womit die sattler nähen. Jacobsson 3, 127a.

 

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1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,