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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
nähe bis nahen (Bd. 13, Sp. 288 bis 291)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) nähe, f. gegensatz zu ferne und oft damit verbunden, ahd. nâhî, mhd. nâhe, næhe, næh, md. nêhe, nâ, nê, mnd. nâhe, nhd. nähe (nehe, nech), selten nahe. vgl. DWB nähede, DWB nähende, DWB nähene.
1) das örtliche nahesein oder etwas nahgelegenes: mhd.

komt uns der keiser in die næhe. Lohengr. 4002;

er was im doch in guoter næh. 5175;

nhd. die nähe der stadt, in der nähe sein, aus der nähe kommen u. s. w.; in der nhe der statt, in der nhe wonen. Maaler 301d; in der nhe und in der ferne. Stieler 1319; denn ein nachbar ist besser in der nehe, weder ein bruder in der ferne. spr. Sal. 27, 10; allen königen gegen mitternacht, beide in der nehe und ferne. Jerem. 25, 26; in der ferne und .. in der nahe. Jes. 57, 19;

in dem erhört ich ein gesprech
jenseit des hages in der nech.
H. Sachs 5, 71, 5;

hört ich ein düsterlich gesprech
neben der strassen in der nech. 154, 19;

was in der ferne böse scheint,
wird in der näh oft wirklich gut befunden.
Uz 1, 101;

die aussicht wird in der nähe und ferne von kahlen .. klippen eingeschränkt. Göthe 16, 300; thäler und tiefen, nähe und fernen .., alles kalkgebirg. 27, 196;

und alle näh und alle ferne
befriedigt nicht die tiefbewegte brust. 12, 24;

hörst du stimmen ..
in der ferne, in der nähe? 12, 207;

ros' und lilie morgenthaulich
blüht im garten meiner nähe. 5, 18;

(ihr) jauchzet ohne dasz ihrs wiszt,
dem abgrund in der nähe (in der nähe des abgrunds). 1, 110;

ich konnte nun mit innigem vertrauen
mich zu ihr nahn und ihre nähe schauen. 1, 6;

ich sehe dich, bist du auch noch so fern,
und in der nähe kannst du mir verschwinden. 2, 453 Hempel;

wenn sie .. diese zeit in die ferne nichts von mir vernommen haben, so war es darum, weil ich eben jetzt ihre nähe gar sehr vermiszte. an Meyer bei Riemer 119; das interesse des gesprächs verweilte sie (die gestalt) in meiner nähe. Schiller 4, 338; hörtest du keinen tumult in der nähe? 2, 175 (räuber, schausp. 5, 1);

die Neubrunn mag denn in der nähe bleiben. 12, 351 (Wallensteins tod 4, 9);

und dunkel mächtig, wunderbar, ergriff
im tiefsten innersten mich ihre (der geliebten) nähe. 14, 71 (braut von Mess. 2, 5);

sprich du mit ihm (dem mönche), mir graut in seiner nähe. 14, 418 (Tell 5, 2);

der beszte, ach, vergiszt so sehr,
herr, deiner nähe, deiner lehr!
Lavater nachgel. schriften 3, 12;

doch deine berauschende nähe
verstrickte das junge gemüt.
Platen (1847) 1, 51;

plural: da die schwere im innern des erdklumpens in allen nähen zum mittelpuncte so grosz, wie auf der oberfläche ist. Kant 8, 302; mein auge .. schwelgte in betrachtung der nähen und fernen. Göthe 26, 177;

könnt ich tauchen nieder, nieder, ..
bis in eure (der seejungfrauen) nähen.
Lenau (1880) 1, 99;

denn wenn ein feind sich schleicht in seine nähen. 2, 201.

[Bd. 13, Sp. 289]



2) das nahestehen durch verwandtschaft: solche nahe (der beiden fürstenthum) solte durch den leidigen teufel so durcheinander .. gemenget werden. Luther 8, 41b.
3) zeitliches nahesein oder herannahen: md.

eʒ ist an der nêhe,
daʒ sich hebet diu zît.
Herbort 10578;

eʒ was an der nêhe,
daʒ der fride ûʒ gînc. 13870;

nhd. die nähe des festes, des todes u. dgl.;

darum in deinen fröhlichen tagen
fürchte des unglücks tückische nähe.
Schiller 14, 106 (braut von Mess. 4, 4).


 
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nähe, f. plattes schiff zum übersetzen, fähre: nhe, ein überfahrtschiff, ponto Aler 1444b; als Claus die nêhen zu Castel (bei Mainz) versûmet hât. Frankfurter bürgermeisterbuch v. j. 1460 bei Lexer 2, 19. Diefenbach-Wülcker 777 (v. j. 1667. 1756); bair. die nehe Schm. 1, 1708 Fromm.; schwäb. die nähe Schmid 402; kurhess. das näh Vilmar 280. s. DWB naue.
 
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nahebauer, nahebaurin, s. DWB nachbar, DWB nachbarin.
 
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nahebei, adv. verstärktes bei, gleich nahe bei.
1) ganz, dicht dabei: nahebei, proxime Stieler 143; hie nahebei in der nehe. Fischart Garg. 153a; hier nahebei ist ein see. Göthe 16, 228; die nahebei .. anzulegende wirtschaft. 31, 162; es war hier nahe bei, wo unseree irdische wallfahrt zu ende ging. Novalis (1820) 1, 132.
2) beinahe: er wäre nahebei ertrunken; er hat nahebei sein ganzes vermögen verloren; er kennt nahebei die halbe einwohnerschaft u. dgl., doch nur bei neueren schriftstellern.
 
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nähede, f. die nähe, ahd. nâhida, mhd. næhede, md. nêhde, nêde (Lexer 2, 19), bair. die nahhed Schm. 1, 1736 Fromm.; tirol. die nêchet Schöpf 456. vgl. DWB nähende, DWB nähene.
 
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nahegesinnt, partic. gesinnungsverwandt: dasz die nahegesinnten, die unter sich nicht einig sind, dann sogleich zusammentreten, wenn es gegen einen dritten entfernter gesinnten losgeht. Göthe an Eichstädt s. 48.
 
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naheit, s. nahheit.
 
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nahen, adj. gleich nah: ein yeder nehner erb oder freund. tirol. landesordnung vom j. 1520 bei Schöpf 456; eim ietlichen ist das hemmat nehener (var. neher) dan der rock. Aventin. 4, 8, 19.
 
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nahen, adv. gleich nahe. ahd. nâhana, nâhun, mhd. nâhene, nâhen in allen bedeutungen von nâhe, s. mhd. wb. 2, 284b. 294a. Lexer 2, 19a. nur vereinzelt noch im ältern nhd. und in oberd. mundarten (s. Schm. 1, 1735 Fromm. Lexer kärnt. wb. 195).
1) positiv.
a) nachen oder bei, prope, propinque. voc. 1482 x 1a; auch sehen wir gern, daʒ so nahen bei uns unser geschont wurd. städtechron. 1, 441, 3 (v. j. 1420); nahen (genau) gründen, explorare Maaler 302a.
b) beinahe: sind ir namen nahen all mit schand und laster beflecket. Schade sat. 3, 20, 10; so besitzen iez ire stathalter und nachfarer nahen alle land. 3, 20, 20.
2) comparativ, mhd. næhener, næhner.
a) näher, örtlich und zeitlich: etwas nähener. Katziporus 38b; je nehner am tage, je reicher ist das silber am gold. Mathesius 5, 55b;

ir wert der sachen vil nehener komen.
Liliencron volksl. 190, 188;

nehner mals, nuper Schertlin 61. 63.
b) billiger: man gab sie (osterwein) auf 4 dn., auch nähner. städtechron. 5, 242, 4; nachner dann umb zwai pfunt. Schm. 1, 1735 Fromm. (v. j. 1453).
3) in Leipzig nahne, auch nahnst, nahnste, nachher, hernach. Albrecht 127b.
 
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nahen, nahn, verb. gegensatz zu fernen, entfernen, ahd. nâhên, mhd. nâhen, nân, md. nâhen, nâchen, mnd. nâken; ursprünglich nur mit intransitiver (nah sein oder werden), dann mit reflexiver und nhd. auch mit transitiver bedeutung. vgl. DWB nähen 1.
I. intransitiv oder reflexiv, sich gegen ein ziel so bewegen, dasz die entfernung von diesem abnimmt, nahe kommen, sich nähern, örtlich und zeitlich, von personen, sachen oder abstracten.
1) intransitiv.
a) ohne ausdrückliche angabe des zieles: mhd. md.

nu nâht der kristen ungeval.
Wolfram Willeh. 45, 23;

da sî begunden nâhen
in jêmerlîchem schalle. Elisabeth 5960;

die mernêre sâchen
ein ander schif dort nâchen. passional 14, 2 K.;

nhd. die zeit, der winter nahet; wie der tag nahet, wie es anfieng zu tagen. Maaler 302b; da kam die zeit herbei und

[Bd. 13, Sp. 290]


nahete die stunde .., zu welcher die asturische magd ankommen solte. Harnisch aus Fleckenland 169; sie naheten und kamen erzu. Jes. 41, 5 (s. DWB herzu th. 4, 2, 1263);

o seht, wie über grüne hügel
der tag, bekränzt mit rosen, naht.
Uz 1, 55;

ich seh die mutter nahn.
Gotter 2, 14;

ich eile vor dem könig und dem heer,
zu melden, dasz er kommt und dasz es naht.
Göthe 9, 5 (Iphigenie 1, 2);

gleich einem fürsten pflegt das glück zu nahn. 9, 70 (Iphigenie 4, 4);

das verhängte musz geschehen,
das gefürchtete musz nahn.
Schiller 11, 370;

vater! vater! dein sohn naht. 2, 129 (räuber, schausp. 4, 1);

die (vorhut der gemsen) spizt das ohr und warnet
mit heller pfeife, wenn der jäger naht. 14, 274 (Tell 1, 1);

ich nahte, wankte, mein nicht mehr bewuszt.
Immermann 1, 87;

er, nachwankend,
nahte, wo Thetis sasz.
Voss Il. 18, 422.

nahend, partic.:

lieb ja ist, wie ein bruder, ein gast und nahender fremdling. Od. 8, 546;

morgen zeig' uns der held die tapferkeit, ob er vor meiner
nahenden lanze besteht. Il. 8, 536.


b) mit dem dativ des zieles: mhd.

ir unheil nâhet ir (Eva) dô. Milstäter genesis 14, 3;

dô nâhte in ir reise ze den Burgonden dan. Nibel. 68, 1;

der tac het nu ein ende und nâhet in diu naht. 1756, 1;

dar nâch begunder nâhen
einem ölboum. Parzival 513, 20;

nhd. der tod nahet im, mors illi appropinquat. Maaler 302a; der feind nahet der stat, hostis urbi imminet. Stieler 1317; mîn leben hat genahet der helle. vierte bibelübers. ps. 88, 4 (mein leben ist nahe bei der helle. Luther); da er sahe, dasz im der todt begunde nahen. buch d. liebe 284, 2; so nahte meine seele dem menschgewordenen und am kreuze gestorbenen, und in dem augenblicke wuszte ich, was glauben war. Göthe 19, 322;

diesz ist der heilige weg, mit welchem Gabriel fortging
und von fern dem himmel der göttlichen herrlichkeit nahte.
Klopstock Mess. 1, 244;

er nun nahte dem thron und setzte sich.
Voss Il. 1, 536;

wenn nicht einmal noch und zuletzt ihm Phöbos Apollon
nahete. 22, 201;

in der dunkeln mitternacht ..
wer nahet mir?
Herder Cid 14;

und geflügelt diesen mauern
seh ich das verderben nahn.
Schiller 11, 369;

mit dämonen sich zu messen,
denen nie begierden nahn. 11, 35;


α) mit einem in nahe verbindung kommen, mit ihm verkehren: für unser einen, der den groszen der erde naht. Klinger 11, 287; ohne ihnen je genaht zu sein. 11, 309.
β) an grösze nahe kommen:

wen erschreket nicht die länge,
die der grosze wallfisch hat,
und der finnfisch, der ihm naht.
Brockes 1, 308.


c) mit der präposition zu: und Laban nahet zu Jacob. 1 Mos. 31, 25; die priester die zum herren nahen. 2 Mos. 19, 22; ir solt nicht zu ir (bundeslade) nahen. Jos. 3, 4; da nahet Jhesus zu inen. Luc. 24, 15; das seine seele nahet zum verderben und sein leben zu den todten. Hiob 33, 22; weil die welt zu ihrem ende naht. Luther 5, 534b; die sache nahet zum ende, res ad exitum proclivis est. Stieler 1317; mögen sie nicht wol umb sich sehen, wer zu ihnen naht. Kirchhof milit. disc. 256; wie Cnemon zu dem Nilo nahet. buch d. liebe 188, 4; als die schiffleut sahen die keiserin zu dem schiff nahen. 6, 2; als er zu dem thron des königes nahete. persianischer baumg. 1, 6.
heran, herzu nahen, s. DWB heran th. 4, 2, 1019, herzu th. 4, 2, 1263.
2) unpersönlich (vgl. 3, c, β): mhd.

eʒ nâhet, er wil hinnen varn. minnes. frühling 95, 5;

nhd. und es löscht das licht der sterne
und es naht gewitterschwer.
Schiller 11, 343.


3) reflexiv.
a) wie bei 1, a: md.

nu sich diu zît ist nâhen. passional 99, 71;

nhd. und hebt ewer heubter auff, darumb, das sich ewer erlösung nahet. Luc. 21, 28; da sich nu die zeit nahet. buch d. liebe 32, 3;

[Bd. 13, Sp. 291]


es (gespenst) naht sich rasselnd.
Gotter 1, 155;

es naht sich die ferne,
schon seh ich das land.
Göthe 1, 73;

ihr naht euch wieder, schwankende gestalten. 12, 5;

ich nahte mich dann und machte der mutter ein zeichen des beifalls. 36, 46;

doch nachts ..
nahn sich des orts jungfraun.
Platen (1847) 2, 306.


b) mit dativ:

jetzt naht es (gespenst) sich der mutter lager.
Gotter 1, 155;

weil sie (narren) lauter schrein
und kecker sich ihm (pförtner) nahn. 1, 169;

wer sich der stätte naht, wo unser vater ruht. 1, 274;

ich nahe mich vielleicht dem ziele meiner tage. 2, 15;

dürfte ich mich ihm (dem fürsten) mit meiner entzückung nahen. Schiller 1, 24;

und da ich mich nahe des baches steg. 11, 384;

wenn dem heiligen die schuld sich naht. 11, 58.


α) in bezug auf innige vertrautheit, offenheit und vertrauen:

der wunderbare mann ..
er scheint sich uns zu nahn, und bleibt uns fern.
Göthe 9, 108 (Tasso 1, 1);

prinzessin. auch dieser (Leonore) hast du nie,
wie sie es wünschte, näher treten wollen.
Tasso. ich habe dir gehorcht, sonst hätt' ich mich
von ihr entfernt anstatt mich ihr zu nahn.
so liebenswürdig sie erscheinen kann,
... konnt ich nur selten
mit ihr ganz offen sein. 9, 141 (Tasso 2, 1).


β) ähnlich werden: durch diese reihen von wesen bemerkten wir .. eine herrschende ähnlichkeit der hauptform, die .. sich immer mehr der menschengestalt nahte. Herder ideen 1, 238.
c) mit einer die richtung anzeigenden präposition.
α) an: raubwild, welches ungescheut an die städte sich nahen soll. Olearius beschreib. oriental. insuln 1696 s. 147.
β) gegen:

als sie nunmehr sich genaht, die eilenden, gegen einander.
Voss Il. 22, 248;

unpersönlich: wie es sich gegen der nacht nahet und die külen windlein weheten. buch d. liebe 218, 1.
γ) zu: mhd.

dô nâhet er sich ze dem wîbe. Milstäter genesis 13, 12;

nhd. z in tet man sich nâchen.
Liliencron volksl. 142, 17 (v. j. 1476);

und keiner nahe sich zum weibe (beischlafend). 2 Mos. 19, 15; aber Mose allein nahe sich zum herrn. 24, 2; wer sich nahet zu der wonung des herrn, der stirbt. 4, 17, 13; und einer .. nahet sich zu Jhesu, in zu küssen. Luc. 22, 47; meine verfolger nahen sich zur missethat und haben sich gefernet von deinem gesetze. Luther 1, 525b; er nahete sich zu der statt, war nicht weit mehr darvon. buch d. liebe 218, 1; da dann Asars frau .. sich zu ihrem manne nahend den beischlaff begehret. persian. rosenthal 7, 20 s. 92b; verwundete, zu denen sich niemand sehre nahen darff. Lessing 12, 4 (v. j. 1746);

in der stillen mitternacht ..
nah ich mich hier ..
zu dir.
Herder Cid 14;

ein löwe kömmt ihm (esel) zu gesicht;
zu diesem naht er sich, und spricht.
Hagedorn 2, 25;

sich zum untergange nahen (neigen), ad interitum vergere. Stieler 1317;

weiter klafft die felsenhalle
und die wand naht sich zum falle.
Körner 1, 122;

wie bei 3, b, α: er nahete sich zu gott wie zu einem freund. Stillings jugend (1780) 87; menschen .., die .. in vollem vertrauen sich zu dir nahen. Göthe 14, 193 (Groszcophta 3, 9);

ich konnte nun mit innigem vertrauen
mich zu ihr nahen. 1, 6.


d) mit einem adverb der richtung: dasz ich mich werd herbei nahen 4 Esr. 6, 18; folgends nahet sie sich hinzu, fiel dem Amadis zu fusze. Amadis 291 K.;

kein armer nahe sich herzu!
Brockes 8, 293.


II. transitiv, nahe bringen, mit dativ:

er naht ihn (den schlüssel) der schmalen thür.
Pfeffel 4, 200;

eh will ich meiner gruft (nämlich nahen), als diesen busen,
so lang er athmet, deinem bette nahn.
H. v. Kleist 2, 238 H. (Amphitr. 2, 5).


 
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nahen, n.: das nahen oder zhin rucken der sonnen, appulsus solis. Maaler 202a; er scheute sich durch dreistes

[Bd. 13, Sp. 292]


nahen den frieden des hofes zu verletzen. Freytag ahnen 1, 89; beim nahen des winters. 3, 376;

vor der dämonen schleichen, nahen, dringen
beschütztet ihr den schwachen süszen raub.
Immermann 1, 137;

mich freut dein nahen. 518;

über verwitterte steine zu mir dann flogst du herüber;
fast glitt aus dir der fusz! bebend erharrt ich dein nahn.
Kinkel ged. (1857) 156.

 

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Artikel 1 bis 1 von 1
1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,