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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
nachwischen bis nachwümmen (Bd. 13, Sp. 233 bis 234)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) nachwischen, verb.
1) transitiv, hinterher, nochmals, nachbessernd wischen.
2) intransitiv, sich hinterher bewegend folgen, nachschlüpfen, vestigia alicujus legere, clam aliquem insequi Stieler 2565; Klärchen wischte höflich mir nach bis auf den vorsaal (begleitete mich beim weggehen noch bis vor die thüre). Thümmel 4, 287.
 
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nachwissen, n. gegensatz zu vorwissen, ex postfacto scire Stieler 2566.
 
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nachwitz, m. hintennach angewandter witz: dasz nachwitz jedermanns witz sei. Opel u. Cohn 380; lüsterner vorwitz und reuiger nachwitz. Herder bei Campe.
 
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nachwoche, f. 1) die auf etwas folgende woche, gegensatz zu vorwoche. 2) der zweite theil der woche. Kehrein volkssprache in Nassau 1, 289.
 
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nachwogen, verb. wogend nachfolgen:

weit nachwogt' ihm das todesgewand.
Sonnenberg bei Campe.


 
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nachwollen, s. DWB nach I, 4, c.
 
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nachwort, n. gegensatz zu vorwort.
1) antwort, entgegnung Stieler 2579.
2) nachträglich (mündlich oder schriftlich) beigefügtes wort, nachrede: Christi wort ist nicht ein nachwort, sondern ein machtwort, das da schaffet was es lautet. Luther 3, 445;

trifft mancher grobian nicht kegel,
und fällt nicht gleich ein holdes ja,
so ist das feuer in dem dache
und dieses nachwort flüchtig da.
Günther 429;

besonders das schluszwort, der epilog eines werkes.
3) in der alten rechtssprache, nachträgliche geltendmachung eines anspruches, einer forderung: wir haben uns entzogen

[Bd. 13, Sp. 234]


alles rechten, aller ansprâchen und aller nachwort. monumenta Zollerana 1, nr. 334. 467 (v. j. 1359. 1402).
 
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nachwuchs, m. das nachwachsen, das nachwachsende und nachgewachsene.
1) von pflanzen u. dgl.: in jedem wald ... herscht ein natürliches system des nachwuchses. Gutzkow ritter v. geiste 1, 264; der vertrieb von haaren und von brennholz ... ist stärker als ihr nachwuchs. J. Paul bei Campe; vgl. DWB nachwachs;

verzicht
wollt ich nunmehr auf die rosen leisten ..
siehe, da ist noch ein nachwuchs gekommen,
sei auf den schosz
spätlingsrose! mir dankbar genommen.
Rückert ged. 357;

bildlich: diesjähriger nachwuchs des philanthropistenwäldchens. J. Paul 59, 69.
2) von thieren: diese (zwei frauenhunde) durch bitten oder list aus ihren burgen zu entführen, war unmöglich, auch um den nachwuchs stand es bei beiden verzweifelt. Freytag ahnen 4, 81.
3) nachkommenschaft, besonders nachwachsende generation von menschen: Gottfried, des schulmeisters söhnlein .. (war) durch seinen vater eine art respectsperson für den Liebenauer nachwuchs (für die töchter des barons in Liebenau). Holtei vagab. (1876) 1, 25; denn der deutsche jüngling habe sich meist im felde versucht, habe an groszen thaten antheil genommen, und selbst der nachwuchs sei schon ernster gesinnt. Göthe 43, 327; so können auch tänzer und tänzerinnen in einem höhern alter noch reizend sein, unterdessen findet sich immer wieder ein junger nachwuchs. 128; aber nicht nur .. galanterie und ceremoniel waren bemüht den nachwuchs einer gesetzlosen zeit zu bändigen. Freytag bilder 3 (1867), 354; gegen den kinderlosen alten stand ich in frohem vertrauen auf den nachwuchs meines geschlechts. ahnen 3, 360.
 
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nachwühlen, verb. wühlend nach etwas suchen, graben:

als in der wüsten kapelle ..
heimlich der küster einmal nachwühlete, fand er vermauert
unter dem hochaltar ein gewaltiges buch an der kette.
Voss ged. 2, 174.


 
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nachwühlen, n.: jammerschade dasz die ausgrabung (in Herculanum) nicht durch deutsche bergleute recht planmäszig geschehen; denn gewisz ist bei einem zufällig räuberischen nachwühlen manches edle alterthum vergeudet worden. Göthe 28, 61.
 
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nachwümmen, s. nachwimmen.

 

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1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,