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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
nachwintern bis nachwort (Bd. 13, Sp. 233)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) nachwintern, verb. unpersönlich, nachwinterlich sein, werden: wann es nachwintert. Voss zu georg. 1, 43; sprichwort: wenn es nicht vorwintert, so nachwintert es gern. Simrock 635.
 
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nachwirbeln, verb. wirbelnd folgen: jubelgeschrei vom ufer her wirbelte ihm (dem vom stapel gelassenen schiffe) nach. Thümmel 5, 73.
 
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nachwirken, verb.
1) nacharbeiten, zu ende wirken, inchoata perficere Stieler 2560; nachwirken, wenn man das versäumte oder verhinderte sieden des salzes nachholet. Jacobsson 3, 119b.
2) nachträglich wirken:

nun kommt ihr doch; nun hats doch nachgewirkt!
Lessing 2, 297 (Nathan 4, 1).


3) nachhaltig fortwirken: dieses ist die schuld an allen neuen verirrungen, welche noch eine ganze weile nachwirken werden. Göthe 44, 38;

wer weisz, ob nicht so deine schuld hienieden
nachwirken wird als eine dunkle klage
und dort der seele stören ihren frieden?
Lenau neue ged. 155.


 
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nachwirkung, f. nachträgliche oder nachhaltige wirkung: die verursachte nachwürckungen oder causae secundae. Fischart pract. 39; nachwirkung des krieges, der krankheit u. ä.
 
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nachwischen, verb.
1) transitiv, hinterher, nochmals, nachbessernd wischen.
2) intransitiv, sich hinterher bewegend folgen, nachschlüpfen, vestigia alicujus legere, clam aliquem insequi Stieler 2565; Klärchen wischte höflich mir nach bis auf den vorsaal (begleitete mich beim weggehen noch bis vor die thüre). Thümmel 4, 287.
 
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nachwissen, n. gegensatz zu vorwissen, ex postfacto scire Stieler 2566.
 
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nachwitz, m. hintennach angewandter witz: dasz nachwitz jedermanns witz sei. Opel u. Cohn 380; lüsterner vorwitz und reuiger nachwitz. Herder bei Campe.
 
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nachwoche, f. 1) die auf etwas folgende woche, gegensatz zu vorwoche. 2) der zweite theil der woche. Kehrein volkssprache in Nassau 1, 289.
 
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nachwogen, verb. wogend nachfolgen:

weit nachwogt' ihm das todesgewand.
Sonnenberg bei Campe.


 
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nachwollen, s. DWB nach I, 4, c.
 
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nachwort, n. gegensatz zu vorwort.
1) antwort, entgegnung Stieler 2579.
2) nachträglich (mündlich oder schriftlich) beigefügtes wort, nachrede: Christi wort ist nicht ein nachwort, sondern ein machtwort, das da schaffet was es lautet. Luther 3, 445;

trifft mancher grobian nicht kegel,
und fällt nicht gleich ein holdes ja,
so ist das feuer in dem dache
und dieses nachwort flüchtig da.
Günther 429;

besonders das schluszwort, der epilog eines werkes.
3) in der alten rechtssprache, nachträgliche geltendmachung eines anspruches, einer forderung: wir haben uns entzogen

[Bd. 13, Sp. 234]


alles rechten, aller ansprâchen und aller nachwort. monumenta Zollerana 1, nr. 334. 467 (v. j. 1359. 1402).

 

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1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,