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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
nachwehen bis nachweislich (Bd. 13, Sp. 229 bis 230)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) nachwehen, verb. hinterher wehen.
1) intransitiv:

ir seht, der windt will euch nachwähen.
Fischart gl. schiff 344;

uns nun liesz in die segel des schwarzgeschnäbelten schiffes
fahrwind .. nachwehn als guten begleiter
Kirke, die schöngelockte.
Voss Od. 11, 7;

klirrt und rauscht dann gold und seide,
dünkt ihr oft, es werde wach
jener bange laut der haide,
der manchmal ihr wehte nach.
Lenau (1880) 1, 314.


2) transitiv: der wind wehte uns den staub nach.
 
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nachweichen, verb. weichend nachgeben: und weichet nicht dem eiteln nach, denn es nützet nicht und kan nicht erretten. 1 Sam. 12, 21.
 
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nachweide, f. gleich nachhut 2: mit ainer guten nachweid nach dem höw. chronik von st. Gallen (14.—15. jahrh.) 29.
 
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nachweiden, verb. pecus in loca jam depasta abigere Stieler 2452.
 
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nachwein, m. tresterwein, lauer Zedler 16, 1036.

[Bd. 13, Sp. 230]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) nachweinen, verb.
1) intransitiv.
a) hinterher weinen, thränen nachsenden: noch heute weinen deine augen nach. J. Paul uns. loge 3, 8; als Theoda eintrat und von nachweinender liebe und von jugendfrische glänzte. Katzenb. 1, 18; mit dativ:

geh! ich weine nicht, freund.ich müszte mein leben durchweinen,
weint ich dir, Giseke, nach.
Klopstock 1, 19;

zwar sahen wir Ethan
sterben und weinten ihm nach. Mess. 11, 1296;

seit du entfernt, will keine sonne scheinen,
und es vereint
der himmel sich, dir zärtlich nachzuweinen,
mit deinem freund. d. j.
Göthe 1, 265;

unglücklicher, ich hab dir immer nachgeweint, als wärst du mein bruder. Klinger das leidende weib 2, 3; wol hat mir das mädchen nachgeweint. Felder reich und arm 298.
b) nachrinnen, nachgeweint werden:

doch die verhaltne thräne
weint noch ihr einsam nach.
Gerstenberg verm. schriften 2, 258.


2) transitiv, weinend nachsenden:

wenn je der schmerz uns des erfreuns theilhaft erscheint,
den das mutterauge dem sohn
nachweint.
Platen (1847) 2, 251.


 
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nachweis, m. das nachweisen (2): einen nachweis führen, liefern, geben u. s. w.; den gründlichen nachweis geben. Dahlmann dän. gesch. 1, 37.
 
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nachweisbar, adj. was sich nachweisen läszt: ein nachweisbarer vortheil, irrthum u. s. w.
 
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nachweisen, verb.
1) mit persönlichem objecte, einem den weg (nach einem vorangegangenen) weisen, zeigen: mhd.

si wîste in unrehte nâch. Parz. 141, 30;

nhd. so mochten sie des hufschlags, der si nach weisen het mügen, nit gesehen. Wilwolt v. Schaumburg 105.
2) mit sachlichem objecte.
a) anzeigen wo etwas zu finden, dasz und wo etwas vorhanden ist, indicare, demonstrationem facere Stieler 2486; den weg, fehler, irrthümer u. dgl. nachweisen;

folgend dem weg des geschicks, den die göttliche mutter mir nachwies.
Voss Än. 1, 382;

von fünf, sechs einwohnern (Nürnbergs) wuszte mir kaum éiner Dürers leichenstein nachzuweisen. Zelter an Göthe 4, 411; dieser zustand roher natur läszt sich freilich .. bei keinem bestimmten volk und zeitalter nachweisen. Schiller 10, 360.
b) beweismittel beibringen und durch dieselben etwas begründen, einen nachweis führen: sein recht, seine abstammung u. dgl. nachweisen.
 
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nachweiser, m. einer der nachweist.
 
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nachweislich, adj. gleich nachweisbar.

 

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Artikel 1 bis 1 von 1
1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,