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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
nachtziel bis nachversuchen (Bd. 13, Sp. 226 bis 227)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) nachtziel, n.
1) zeit einer nacht: ain nacht- oder tagzill. österr. weisth. 6, 489, 18. 21 (v. j. 1608).
2) die nachtziel gleich nachtselde und wol daraus d. h. aus der verkürzten form nachtsel verderbt und umgedeutet Schmeller 2, 268 Fromm. (16. jh.). Haltaus 1400. Zedler 23, 294.
 
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nachtzug, m. nächtlicher zug: einen nachtzug anstellen, unternehmen u. dgl.; mit einem nachtzuge (der eisenbahn) reisen, ankommen; um ein uhr geht der nachtzug. Westermann monatsh. 304, 434a; weidmännisch gleich nachtstellen. Kehrein 216.
 
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nachübel, n. nachgebliebenes übel, nachwehen: dieser tiefsinn .. möge ihm wol noch als nachübel seines zustandes anhaften. Immermann Münchh. (1841) 2, 124; nachübel des kriegs. Becker.
 
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nachüben, verb. hintennach, nachholend oder nachahmend üben Stieler 65.
 
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nachübung, f. praxis, usus Stieler 66.
 
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nachurtheil, n.
1) hintennach gefälltes, auf etwas vorangegangenes sich stützendes urtheil: was nachurteil aus meiner verbannung volgen mögen. Hutten in Wackernagels leseb. 3, 1, 220.
2) nachurtheil heiszet in der vernunftlehre dasjenige urtheil, zu welchem man durch schlüsse gelanget, es wird

[Bd. 13, Sp. 227]


entgegengesetzt dem grundurtheile. Zedler 23, 294; wenn diese (die wieder sehend gewordenen blinden) nicht erst eine zeit lang das gefühl mit dem gesichte vergleichen und durch eine lange gewohnheit die nachurtheile der seele mit unter die empfindungen mischen lernen, so sehen sie aus mangel gehöriger richtung alles undeutlich und es scheint ihnen auf den augen zu liegen. M. Mendelssohn 4, 2, 190.
 
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nachurtheilen, verb. ein nachurtheil fällen, sprechen Stieler 2273.
 
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nachverlangen, verb. das verlangen, die sehnsucht wonach durch worte oder geberden ausdrücken: das kind ver langt der (weggegangenen) mutter nach;

nach dem bilde niederhangend,
starrt sie zweifelnd und beglückt,
und das bild, ihr nachverlangend,
starrt bewundernd und entzückt.
Lenau (1880) 1, 309.


 
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nachverlassen, verb. hinterlassen: nachverlassner ehlicher sohn. Fischart Garg. 208a.
 
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nachvernunft, f.: wenn du durch neigungen gefallen bist, straft dich die nachvernunft oder das gewissen, dasz du jener stimme gottes, der vorvernunft, nicht gehorsam warst. Hippel 9, 274.
 
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nachversuchen, verb. einen versuch nachmachen, nachprobieren: ein experiment sorgfältig nachversuchen. Fichte grundz. 268; mit dativ: wer ihm aufmerksam nachversucht, wird das gegentheil finden. Göthe 54, 83.

 

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1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,